@Johannes S , meine PVE läuft auf einem kleinen, aber leistungsstarken System, sodass ich neben Gameserver auch gerne eben meine Cloud Storages dort verwaltet haben möchte. Und richtig, ein NAS muss dafür noch kommen, den PVE sehe ich auch grundlegend erstmal für die Datenverarbeitung an. Das NAS dann für die Datenspeicherung. Ich möchte aber gern schon mal abfragen und testen, wie man mit dem PVE und einem NAS, sei es lokal, oder über Ethernet angebunden, ein System aufsetzt, was zukunftssicher ist, nicht extrem kompliziert, robust und wartungsarm ist.
"nicht extrem kompliziert" und "wartungsarm" bei kaum vorhandenen Vorkenntnissen (nicht böse gemeint, so kommst du rüber) und ProxmoxVE beißen sich. Mit entsprechenden Vorkenntnissen kriegt man das auch entsprechend eingerichtet, dass es wartungsarm und robust ist.
Der Witz bei den ganzen Linuxbasierten NAS-Systemen (omv, TrueNAS, unraid) ist dass sie halt sehr unkompliziert einen Netzwerk-Storage bereitstellen und man zusätzlich relativ easy docker-Container oben drauf betreiben kann, ohne dabei die Ressourcen für volle VMs zu benötigen. Für 1-2 Sonderfälle ( HASS, meinetwegen auch ein Gameserver und envtl. eine weitere VM) kann man da dann trotzdem eine VM betreiben, nur halt mit weniger flexibel als unter ProxmoxVE. Aber dieses weniger an Flexiblität ist halt auch ein Vorteil. Eine fritzbox kann nicht so viel wie opnsense, aber alles, was die meisten Heimanwender benötigen bequem in einer Box.
Funktioniert NFS und SMB gleichzeitig? Da es ein Protokoll ist, sollte es das können? Oder brauche ich nicht beides, wenn ich mit Linux und Windows darauf zugreifen will?
Klar geht beides gleichzeitig, man kann auch mit Linux auf smb-Freigaben zugreifen. Ein Unterschied ist aber, dass der nfs-server im Regelfall immer im Kernelspace läuft. Das ist zum einen sicherheitstechnisch problematisch und sorgt zum anderen dafür, dass man (anders als ein smb-Server) den nfs-server vereinfacht gesagt nur mit (sicherheitstechnisch suboptimalen) Klemmzügen in lxc-Containern zum Laufen kriegt, man ihn sich also auf den ProxmoxVE-Host selbst einrichten muss. Das geht prinzipiell zwar ohne weiteres (da ProxmoxVE am Ende auch "nur" Debian plus Extras ist), aber generell sollte man auf den Host nicht zu viel verändern, weil dies sonst das Neuaufsetzen unnötig verkompliziert in Vergleich zu "Neuinstallation plus Rücksichern der vm- und containerBackups". Man könnte aber natürlich eine VM mit NFS-Server einrichten, aber hat dann auch den zusätzlichen Overhead und muss die freizugebenden Dateien und Verzeichnisse entweder über virtiofs/samba an die NFS-Server-VM durchreichen (ebenfalls Overhead) oder aber eine virtuelle Festplatte nur für die NFS-Freigaben einrichten und darüber dann alle Dateien machen, die stehen damit dann (außer über die NFS-Freigabe) dann also nur der VM zur Verfügung. Diese NFS-VM kann aber dann natürlich auch den samba-Server bereitstellen , so habe ich das ziemlich lange gemacht bis ich mir klar gemacht habe, dass ich NFS eigentlich nicht brauche. Seitdem habe ich einen samba-Server in einen lxc am Laufen und freue mich über den geringeren Ressourcenverbrauch in Vergleich zu den 8GB Ram für die TrueNAS-VM
@gurubert , warum gibt es denn dann sowas, wenn man einfach nur ein Verzeichnis verwalten muss?
https://community-scripts.org/scripts/storage-share-helper
Weil jemand es für eine gute Idee hielt Leuten, die keine Lust auf Serveradministration haben (grundsätzlich legitim) es mit Skripten leichter zu machen, sich selbst in den Fuß zu schießen. Und ja, das ist Leuten schon passiert, weil die meisten Leute diese Skripte halt einfach ausführen, ohne sich klar zu machen, was für Implikationen sie haben, siehe:
Wobei es immer noch schlimmer geht: Es gibt ja die ersten Helden, die sowas komplett an künstliche Intelligenz auslagern wollen.
Grundsätzlich finde ich es legitim zu Hause keine Computerhausmeisterei machen zu wollen (mir reichen auch die acht Stunden im Büro), aber das heißt noch lange nicht, dass es eine gute Idee ist, irgendwelche nicht verstandenen Skripte mit vollen Rechten auf einen Server auszuführen

Das war auch der Grund für meine Frage nach den Verwendungszweck, wenn man keine Lust auf Systemadministration hat, sind NAS-Systeme mit docker- und Virtualisierungssupport für die meisten Heimanwender meines Erachtens nach der sinnvollere Ansatz, aber das kann natürlich jeder machen wie er will.
@cwt , warum denn eine "kleine vHDD für das OS, etwas größere vHDD für Shares"? Ich setze ja so wie so den VM/LXC, den Host, nicht auf meiner Storage Festplatte auf, oder was ist mit vHDD zu verstehen?
Weil man dann sauber zwischen Daten und Betriebssystem trennen kann. Wenn du (nur ein Beispiel) z.B. eine Ubuntu-VM hast und irgendwann von Ubuntu auf ein RedHat wechseln willst, die Anwendung aber behalten, kannst du die alte virtuelle HDD mit den Daten dann an die neue VM umstöpseln.
Die Trennung zwischen OS und Daten war vor Äonen mal angesagt und durchaus schlau. Heute geht es einfach nicht mehr, Also eher überfüssig.
Gehen tut es immer noch und je nach Nutzungsszenario auch immer noch sinnvoll.
Über das Netzwerk eingebundene Speicher ist ein Quell ewiger Freude.
Nur wenn man das Netzwerkdesign vergeigt, dagegen kann man etwas tun
Das direkte Einbinden von externen Quellen per NFS/SMB in einen PVE ist die dümmste Idee.
Kommt darauf an, was man erreichen will. Für Backups oder auch um bei begrenzten internen Storage mehr Platz zu haben, finde ich Netzwerkfreigaben schon sehr praktisch. Und für bestimmte Sachen (wie wenn eine Anwendung wie paperless neue Dokumente per Netzwerkordner einliest) alternativlos.
Dann viel Spaß, wenn Dir mal sowas Frickeliges wie OMV nach irgend einem Update abranzt und Du GB an Daten aus einer großen virtuellen Platte restoren musst.
Warum frickelig? OMV ist (wie ProxmoxVE) im Grunde ein Webinterface über Debian Stable, das würde ich nicht per se als frickelig ansehen.