Nächstes freies Tape selber bestimmen

philippms

New Member
Nov 6, 2025
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Hallo zusammen,

ich habe mein Tape Backup nun am laufen und muss sagen, dass das wirklich gut funktioniert. Aktuell habe ich aber "nur" ein einfaches Laufwerk ohne Autoloader.
Bisher hatten wir Veeam im Einsatz, welches einmal am Wochenende ein Tape geschrieben hat, nach dem Wochenende wurde das dann von einem Mitarbeiter getauscht.

Veeam Tape Jobs prüfen zu Beginn ob ein Tape eingelegt ist, welches neu oder dessen Retention abgelaufen ist und legen dann los.

Der PBS wiederum besteht auf das aus seiner Sicht nächste Tape. Liegt das falsche Tape im Laufwerk, wird nicht gearbeitet, obwohl es vielleicht sogar im passenden Media Pool und beschreibbar wäre.

Kann ich dem PBS irgendwie konfigurieren, dass er einfach das eingelegte Tape nehmen soll, so lange dort freier Platz ist oder dessen Retention abgelaufen ist?

Es kann immer mal passieren, dass ein Tape versehentlich doppelt gewechselt wird. Oder, aufgrund der verschiedenen Lagerorte, mal ein Tape in der falschen Reihenfolge eingelegt wird.
 
Ne, so einen "nimm einfach das eingelegte Band"-Modus wie bei Veeam gibts im PBS leider nicht direkt. Der PBS denkt in Media-Sets, und innerhalb eines laufenden Sets will er zum Anhängen genau das nächste Band aus dem Set, deshalb die Zicken wenn was anderes drin liegt.

Das geht über die Allocation Policy des Media-Pools: auf always stellen, dann startet jedes Backup ein neues Media-Set und er sucht sich beim Start ein leeres oder abgelaufenes Band aus dem Pool, statt auf ein bestimmtes zu bestehen. Mit passender Retention (abgelaufene Bänder werden überschrieben) bist du damit ziemlich nah dran.

Was hast du denn aktuell als Allocation Policy und Retention eingestellt, und wie viele Bänder rotierst du? Dann kann ich dir besser helfen.
 
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Die Allocation Poly ist auf Always - der Pool selber wird gerade erst initialisiert. Daher habe ich mehrere freie Tapes, die frisch formattiert sind. Obwohl von den frischen eines im Laufwerk ist, verlangt er sie in der Reihenfolge der Formattierung....
 
Hm, seltsam, mit always sollte er beim Start eines neuen Media-Sets eigentlich irgendein leeres oder abgelaufenes Band aus dem Pool schnappen, egal was im Laufwerk liegt. Dass er die frischen Bänder streng in Formatierungs-Reihenfolge haben will, ist komisch - klingt eher nach nem Status- oder Zuordnungsproblem.

Was zeigt denn proxmox-tape media list für deine frischen Bänder? Würd gern wissen, ob die alle leer sind und im richtigen Pool auftauchen. Und was verlangt er konkret - ein Band per Barcode/Label oder nur "kein passendes Medium"?

Spontan würd ich tippen, dass er die leeren Bänder intern nach Label-Zeitpunkt sortiert und dann das "nächste" anfragt, das eingelegte aber nicht als gleichwertig durchgehen lässt. Bin mir da aber nicht sicher, also erst mal die media list, dann sehen wir weiter.
 
Die "leeren" Tapes werden mit leerem media-set-name, leerer sq-nr, status=writable, catalog=ok, uuid=(jeweils eindeutig) und leere media-set-uuid angezeigt.

Und von denen fordert er eines an, obwohl bereits eines aus der Liste eingelegt ist.

Ist aber für mich bald irrelevant, wir schaffen uns wohl einen Autoloader an, weil wir Bänder demnächst nicht nur für das 1 in 3+2+1 sehen sondern auch als Archiv nutzen wollen für größere Datensammlungen.
 
Die media list sieht ja sauber aus, alle writable und ohne Set-Zuordnung, mit den Bändern ist also alles ok. Das ist halt ne Standalone-Eigenart: Er pickt sich intern ein bestimmtes leeres Band raus, statt einfach das eingelegte zu nehmen. Mit nem Autoloader ist das komplett vom Tisch, die Library reicht ihm das Band selbst an und du lädst nur noch die Magazine nach.

Für die Archiv-Nutzung würd ich dir aber nen eigenen Media-Pool aufmachen, getrennt vom Rotations-Pool fürs 3-2-1. Da dann lange bzw. quasi unendliche Retention rein, damit die Archivbänder nicht in die Überschreib-Rotation rutschen. Und die fertig beschriebenen Archivbänder danach am besten auf protected/read-only setzen, dann schreibt nix mehr drüber.