Atom C3758 ausreichend?

74m

Member
Jun 22, 2019
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Hallo liebe Forengemeinde,
ich plane in Zukunft ein neues System für Proxmox aufzubauen. Aktuell nutze ich noch einen Xeon E3-1231 v3, gerne hätte ich aber etwas mehr Ressourcen, insbesondere mehr Ram und ein anderes Festplatten Layout. Daher möchte ich insgesamt ein neues System aufziehen und das bisherige nur als einen Remote-Backup-Server nutzen. Hier soll es aber nur um die CPU gehen.

Meine Ansprüche sind insgesamt eher gering und ich möchte (mit Blick auf Stromkosten) kein zu großes Setup haben. Daher liebäugle ich mit dem A2SDi-8C-HLN4F von Supermicro. Ich könnte mir auch vorstellen das nächst größere Board mit 12 Kernen zu kaufen. IPMI und ECC sind grundliegende Voraussetzungen für mich.

Folgende VMs laufen aktuell:
NAS (durchgereichte HDDs, ZFS, SMB, NFS)
homebridge
pihole
unifi controller
dmz server (ts3, forum, seafile - alles sehr gering frequentiert)

Es handlet sich also ausschließlich um headless vms ohne GUI, wobei aber sicherlich einige wichtige Anwendungen (smb, openvpn) single-threaded laufen.

Nun lese ich immer wieder den (berechtigen) Hinweis, dass ein Xenon für Virtualisierung besser geeignet ist und bei geringerer Auslastung im Vergleich zum Atom ebenso auch wenig Watt zieht. Dennoch wäre mir ein Atom lieber, da sich vermutlich alle Prozesse überwiegend im Idle befinden. Ich bin nun etwas verunsichert hinsichtlich meiner Hardware-Wahl. Ich habe keinen Stress und würde das ganze gerne bis Ende des Jahres erledigt haben.

Habt ihr Erfahrungen mit den o.g. Boards oder ansonsten hilfreiche Anregungen und Tipps für mich?

Danke im Voraus und viele Grüße

Edit: Sorry, dieser Beitrag ist in der falschen Kategorie gepostet und sollte ursprünglich in "Proxmox VE (Deutsch)" landen. Wenn ein Mod dies liest, dann bitte verschieben!
 
Last edited:
Ich würde dir das Board empfehlen: https://www.supermicro.com/products/motherboard/Xeon/D/X10SDV-7TP8F.cfm

Es ist etwas größer ja, aber damit kaufst du eine solide Grundlage, sollten sich deine Anforderungen doch noch mal verändern. Du kannst auf dem Board bis zu 16 Platten anschließen, du hast 10GbE und 1GbE Interfaces, ein IPMI, du kannst bis zu 128GB DDR4 ECC Reg RAM aufstecken. Trotzdem du bist recht stromsparend unterwegs.
Gerade wenn du eine NAS hast / betreibst und du ggf. Backups auf diese schieben willst, macht ECC Ram durchaus schon wieder Sinn. Gerade dann noch wenn du eh z.B. ZFS nutzen möchtest.
 
Danke für die Empfehlung! Das geht natürlich in die gleiche Richtung, wie ich es immer wieder lese... besser Xenon. 16 Cores und 32 Threads ist natürlich eine Hausnummer und klingt schon verlockend. Interessieren würde mich mal der Watt-Verbrauch im Idle, verglichen mit einem C3758.

Ich gehe nicht davon aus, dass meine Anforderungen oder die Menge der VMs maßgeblich steigen. Mal kommt etwas dazu, dann geht dafür eine andere VM. Im Prinzip ist alles ja sehr ressourcensparend was ich so mache. Vermutlich ist ein einfacher ZFS scrub das "anstrengendste" was auf dem System laufen würde. Daher scheue ich davor, eine zu potentes System aufzubauen, was ich später nicht benötige, falls es im Dauerbetrieb einfach mehr Strom kostet. Die einmaligen Anschaffungskosten sind dabei für mich zweitrangig.

Ich werde mich noch ausgiebiger mit deiner Empfehlung beschäftigen. Bis dahin würde ich mich sehr über Erfahrungsberichte auf Basis eines C3000er Prozessors freuen.
 
Daher scheue ich davor, eine zu potentes System aufzubauen, was ich später nicht benötige, falls es im Dauerbetrieb einfach mehr Strom kostet. Die einmaligen Anschaffungskosten sind dabei für mich zweitrangig.
Diese Art von Boards gibt es in diversen Ausführungen, mal mit mehr, mal mit weniger Leistung ;)
Hier gibt es eine kleine Übersicht: https://www.supermicro.com/products/embedded/embedded_motherboard.cfm#1667

Bis dahin würde ich mich sehr über Erfahrungsberichte auf Basis eines C3000er Prozessors freuen.
Ich habe mir Anfang des Jahres eine DS1618+ von Synolog gekauft, diese hat die selbe CPU verbaut. Man merkt, dass bei den üblichen NAS Aufgaben (z.B. Thumbnails erstellen) die kleine CPU doch schon etwas an die grenze kommt. Grundsätzlich macht hier aber natürlich schon das angepasste OS einiges aus, was eben daher für eine bessere Auslastung der vorhandenen Ressourcen sorgt und die NAS selbst damit grundsätzlich voll in Ordnung ist und für die typischen Anwendungen fix reagiert. Ich betreibe zudem noch zwei Docker Container mit MySQL und Nextcloud darauf.

Ich würde mir diese CPU aber nicht holen um einen Server damit zu bauen, dafür ist man einfach zu eingeschränkt, eine richtige Server CPU kann gerade mit Proxmox doch noch ein bisschen mehr bringen.
 
wir nutzen für unsere Remote Standorte HP Microserver
Die finde ich auch gut. Aber ich möchte meinen bisherigen Server als Remote Backup verwenden und statt dessen hier einen neuen aufbauen. Daher kommen die HP Microserver für mich nicht in Frage.
 

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