Win11 ewige Baustelle

TErxleben

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Oct 20, 2008
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Hamburg
Windows Probleme kommen und gehen. So z.B. das keine Verbindungen zu Freigaben ständig nicht verfügbar sind kam irgendwann mit Win10 (oder gar Win7) und verschwanden mit Win11. Das in der Pipeline hängende Updates bis zum Neustart zu Zickereien führen, Schwamm drüber.

Nun quaken aber Win11-Kisten gerne über angeblichen Arbeitsspeichermangel(?).
Hat das jemand schon beobachtet und das Problem gelöst?
Oder verträgt dieses Möchtegern-OS die üblichen langen Laufzeiten einer VM tatsächlich einfach nicht?
 
Das OS klagt oder die User?

Bisher habe ich da noch nie Probleme gehabt. Setze aber zu 90% nur IoT LTSC ein, nicht den Prosumer-K*ck. Fraglich, was Du an Ressourcen zugewiesen hast und ob Ballooning genutzt wird.
 
Ballooning an? Das ist bei Win11 der Klassiker. Wenn min und max RAM unterschiedlich sind, zieht der Balloon-Treiber Speicher vom Gast ab und Windows meckert dann über Speichermangel, während im PVE-Graph alles fein aussieht. Bei Windows-Gästen fahr ich Ballooning grundsätzlich aus, min = max, dann ist Ruhe. Kostet halt Overcommit, aber der Ärger ist es mir nicht wert.

Falls Ballooning schon aus ist: meldet Windows generisch "wenig Arbeitsspeicher" oder ist es eine konkrete Anwendung? Bei Uptimes von Wochen würd ich mal mit poolmon oder RAMMap auf Nonpaged Pool und Handles schauen, das wächst gern durch irgendeinen Treiber langsam voll und ist nach nem Reboot wieder weg, klassisches Leak-Muster. Auslagerungsdatei auf Auto oder fix gesetzt?

Wieviel RAM hat die VM denn und welche virtio-Treiberversion ist drin?
 
Ballooning an? Das ist bei Win11 der Klassiker. Wenn min und max RAM unterschiedlich sind, zieht der Balloon-Treiber Speicher vom Gast ab und Windows meckert dann über Speichermangel, während im PVE-Graph alles fein aussieht. Bei Windows-Gästen fahr ich Ballooning grundsätzlich aus, min = max, dann ist Ruhe. Kostet halt Overcommit, aber der Ärger ist es mir nicht wert.

Falls Ballooning schon aus ist: meldet Windows generisch "wenig Arbeitsspeicher" oder ist es eine konkrete Anwendung? Bei Uptimes von Wochen würd ich mal mit poolmon oder RAMMap auf Nonpaged Pool und Handles schauen, das wächst gern durch irgendeinen Treiber langsam voll und ist nach nem Reboot wieder weg, klassisches Leak-Muster. Auslagerungsdatei auf Auto oder fix gesetzt?

Wieviel RAM hat die VM denn und welche virtio-Treiberversion ist drin?
Ist es nun ein reines Win-Problem oder der komplette quemu-Mechanismus, der für Probleme sorgt?
Die Kiste um es sich dreht hat 8/32-Ballooning. Der Host kann beides bedienen.
Würde 16/32 evtl. schon etwas verbessern?
 
Ich betreue nen Taxi-Unternehmer. Da haben wir vor 3 oder 4 Jahren 4 Lenovo Thinkcentre Mx angeschafft.
Reine Office-PCs.
War ein Angebot, Windows 11 pro mit "nur" 8 GB Ram.

Seit knapp 3-4 Monaten können alle 4 Mitarbeiter kaum noch anständig arbeiten (2 Standorte).
Und wir reden von Office (Outlook, Excel). Da wird fast nur getippt den ganzen Tag.

Ram von speicher.de auf 16GB aufgerüstet und die Kisten laufen wieder anständig...
 
Beides ein bisschen, aber der Auslöser ist der Mechanismus. Die VM startet mit den 32, und wenn der Host Druck macht, bläst der Balloon-Treiber im Gast auf und nimmt dir Speicher weg. Im Task-Manager stehen aber immer noch 32 GB total, die geklauten Seiten tauchen einfach als belegt auf. Linux-Gäste stecken das besser weg weil die schlicht Cache freigeben, Windows fängt an zu jammern.

16/32 verschiebt nur die Untergrenze, das Verhalten bleibt gleich. Ich würd bei der Kiste das Balloon-Device ganz rausnehmen (Häkchen weg, nicht nur min=max) und fix 16 oder 24 geben. Dafür siehst du im PVE-Graph dann nur noch das Zugewiesene, nicht den gastinternen Verbrauch, aber damit kann ich leben.

Was @kleinp mit den 8 GB beschreibt, ist wahrscheinlich genau dein Problem: dein min steht auf 8, und da landet die VM im Zweifel. Für ein aktuelles Win11 mit Office ist das heute einfach zu knapp. PVE bläst aber erst ab ~80% Host-RAM auf – läuft auf dem Host sonst noch was, das zeitweise ordentlich reinhaut?
 
ich bin immer davon ausgegangen, der Client startet mit dem Minimum und schnappt sich mehr sobald gebraucht. Sinkt der Verbrauch, wird Speicher wieder an den Hot gegeben.

Es handelt sich um einen Datev-Server. Datev gibt 16GB schon als mittelhochtief an.

Die Sache passiert so selten, dass mir noch der Antrieb fehlt, den Holzhammer auszupacken und Ballooning abzuschalten. Selbst wenn Host es hergeben würde.
 
Grundsätzlich sollte man die Resourcen bei VMs fest verplanen. Damit erspart man sich so einige Probleme. Irgendjemand muss ja entscheiden welcher Maschine etwas entzogen wird, und dann ist es garantiert aus Adminsicht die falsche!

Es gilt immer noch die Devise „Speicher ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Speicher“. Das wurste schon die alte Faxware unter Novell Netware 3.x.
 
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Nun leben wir ja nicht im Lebkuchenland. Innerhalb einer Arbeitsstation addierst du ja nun auch nicht die Maximalverbräuche aller installierten SW auf um das RAM entsprechend zu kaufen. Das es Zeiten gab, in den RAM latent ein knappes Gut waren, ist auch klar.
Gerade auf einem VHost kann ich doch wunderbar planen, wann welche VM speicherintensive Tasks laufen.
Mit 5 VMs, die geplant hohe Auslastungen erzeugen und sonst vor sich hin bummeln, kann ich einen VHost optimal ausnutzen.
 
Die Idee ist gut, wenn das Betriebssystem in der VM richtig spurt. Aber davon ist Windows schon sehr lange weg. Würde MS hier mal wieder mehr in Qualität statt Quantität stecken, dann könnte das was werden. Das Teil wird mit seinem Eigenleben immer unhandlicher und fetter. Aber cloud und KI werden das schon richten … lol