Backup über zweiten PBS auf USB-Storage

GMBauer

Active Member
May 26, 2024
292
160
48
Munich County
Grüeziwoll,

weiter geht es mit den blöden Fragen:

Vorher aber nochmals die Ausgangssituation:
PVE01 - der Hauptserver - mit sieben oder acht VMs, Windows Server von 2019 bis 2025 und ein paar Ubuntus, die aber alle mehr oder weniger vor sich hin idlen
PBS01 (nativ auf dem Blech installiert)
PBS02 (als VM auf einem weiteren kleinen PVE02 installiert, weil da noch eine weitere VM mit Uptime Kuma (kleiner Alarmgeber, ob alle wichtigen Geräte ordnungsgemäß am Netz hängen) drauf läuft.)

Der PVE sichert jeden Abend um 21 Uhr die VMs auf auf den PBS01.
PBS01 macht einmal in der Woche ein Verify des gesamten Bestands. Das dauert so um die 2 Stunden, das halte ich für praxistauglich.
PBS02 sichert jeden Abend um 22 Uhr via PullSync den Inhalt vom PBS01 auf sich.

Fragenkomplex A:
1. Macht es überhaupt Sinn, auf dem PBS02 auch einen Verivy laufen zu lassen?
2. In meinen Augen würde ein Verify vom PBS02 nur gegen den PBS01 laufen und nicht gegen die originalen VMs, richtig?
3. Braucht's das dann überhaupt, wie der Südstaatler sagt?

Fragenkomplex B:
Nun habe ich auf dem PVE02 einen USB-Port an den PBS02 durchgereicht, eine USB-SSD (eine nicht mehr ganz neue, aber dafür höllisch schnelle Sandisk) angesteckt und einen PullSync vom PBS02-Speicher auf dieses USB-Laufwerk angegeben. Einmal pro Woche sollte das ja reichen.
1. Muss ich nach dem Backup die USB-SSD irgendwie "auswerfen" bevor ich sie abziehe?
2. Wäre es möglich, den Inhalt dieser USB-SSD dann zu Hause im Home-Lab auf ein sehr großes Synology-NAS zu sichern, die USB-SSD zu leeren und in der nächsten Woche ein neues komplettes Backup des Speichers auf PBS02 durchzuführen?

Viele Grüße
und eine angenehme Woche!
 
Hallo @GMBauer, zu A: Ja, Verify auf PBS02 macht Sinn. Der Verify prüft aber nicht gegen PBS01 oder die VMs. Er liest die Chunks auf dem Datastore von PBS02 und gleicht sie mit ihren Checksummen ab. Damit findest du kaputte Daten auf dem Storage von PBS02 (Bitrot, sterbende Platte usw.). Der Sync allein merkt das nicht, weil Chunks, die schon auf dem Ziel liegen, nicht nochmal übertragen werden. Und wenn PBS01 mal ausfällt, stellst du genau von dieser Kopie wieder her. Dann willst du vorher wissen, dass sie heil ist. Bei der Option "Re-verify after" im Verify-Job brauchst du nicht jedes Mal den kompletten Bestand durchzunudeln.

Zu B1: Am saubersten legst du die USB-SSD auf PBS02 als Removable Datastore an (gibts seit PBS 3.3). Dann kannst du sie in der GUI bzw. mit proxmox-backup-manager datastore unmount <name> aushängen, bevor du sie abziehst. Einfach im laufenden Betrieb rausziehen würde ich nicht, schon gar nicht wenn noch ein Sync oder GC läuft.

Zu B2: Gehen tut das, ein Datastore ist am Ende nur ein Verzeichnis mit .chunks und den Index-Dateien. Lesen kann das aber wieder nur ein PBS. Zum Restore müsstest du die Daten also zurückkopieren und als Datastore einhängen. Außerdem sind das viele kleine Dateien, und das Kopieren per SMB auf die Synology kann sich ziemlich ziehen. Ich würde eher zwei SSDs im Wechsel nehmen: eine hängt am PBS02, die andere liegt zuhause. Das ist weniger Gefrickel und du hast immer zwei Stände.

Noch eins: Wenn die Platte regelmäßig das Haus verlässt, würde ich mir überlegen, die Backups clientseitig zu verschlüsseln. Sonst liegen die Windows-Server auf der SSD im Klartext.
 
  • Like
Reactions: UdoB