SPICE client "virt-viewer" noch immer empfohlen?

zeropage

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Feb 6, 2022
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Hallo allerseits,

entsprechend der Empfehlung, SPICE als Console für Desktop VMs zu nutzen, habe ich auf meinem Windows Notebook spice-viewer installiert. Die Tastenkombination SHIFT+F11 für Toggle Fullscreen funktioniert, die Tasten SHIFT+F12 für Release Cursor hingegen nicht. Ich kann auch keine andere Taste konfigurieren, weil der Dialog "Keyboard shortcuts" gar keine Änderungen zulässt. Alle Felder sind read-only. Eine Recherche im Netz ergab nur einen einzigen Thread, der aber keine Lösung bietet. Zudem scheint es bei virt-viewer Windows seit 2021 keine weitere Entwicklung mehr zu geben. Auch habe ich keine Doku gefunden.

Nun frage ich euch mal:
  • Kennt jemand das Problem und auch eine Lösung?
  • Gibt es ein besseres Tool für Windows Clients?
  • Benutzt überhaupt jemand SPICE oder ein anderes Protokoll?
Resources:
  • Guest: Linux Mint Debian Edition (LMDE), Cinamon
  • Remote Client: Windows 11 Pro
  • Hypervisor: Proxmox 9.1
Thanks in advance
 
die Tasten SHIFT+F12 für Release Cursor hingegen nicht.
Möglicherweise sind die Defaults je nach installiertem Viewer unterschiedlich.

In meinem "virt-viewer 11.0-2" (unter Debian Bookworm) zeigen mir die "Tastenkürzel" Strg + Alt + R für "Release cursor" an.

Und ja, ich war an der Stelle auch schon einmal gefangen und wusste mir nicht zu helfen... :-(

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Edit: "weil der Dialog "Keyboard shortcuts" gar keine Änderungen zulässt." --> ich schreibe mal wieder am Thema vorbei...
 
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Lösung habe ich leider keine, aber der virt-viewer ist eigentlich nur unter Linux zu gebrauchen. Windows und noch schlimmer MacOS werden mehr als nur stiefmütterlich behandelt. Ich glaube mich zu erinnern, dass SPICE generell und somit auch der virt-viewer "zuendeentwickelt" ist und somit keine Liebe mehr bekommt. Man sieht nur noch spradisch commits und die downloadbare Version von virt-viewer ist Version 11 ist aus 2021, die gleiche Version die Debian Bookworm als auch Debian sid hat.
 
Ich glaube mich zu erinnern, dass SPICE generell und somit auch der virt-viewer "zuendeentwickelt" ist

Sieht so aus. Leider. Dasselbe gilt dann wohl für x2go - das hatte ich gerade in https://forum.proxmox.com/threads/neuling.184448/post-858382 erwähnt.

Wie baut man heute einen (Linux-) Terminalserver? Das klassische LTSP (https://github.com/ltsp/ltsp/tree/main) scheint ja auch nicht mehr wirklich aktiv zu sein.

In dem verlinkten Reply habe ich auch "Kasm Workspaces" (https://kasm.com/) erwähnt. Ist das "der Stand der Technik"?
 
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Zwei weitere Varianten:
- RDP, das wird vom GNOME Remote Desktop nativ unterstützt. Vieweroptionen gibts einige - die Windows-App (auch für IOS), Remmina oder Guacamole für Web-Access
- Thinlinc

KASM sieht auch sehr gut aus, muss ich mal ausprobieren
 
Ich muss hier auch mal meine 2ct in den Ring werfen.
Wir arbeiten hier (fast) ausschließlich per Guacamole und RDP auf Win-Kisten und können das als solid-as-a-rock bezeichnen.
Mit allem wie MFA und scharfer Soss.
Unixoide Desktop-Clients funktionieren zwar extrem holprig über VNC aber öden mich an. Z.B. von sowas wie automatischer Auflösungsanpassung oder gar Mehrschirmbetrieb keine Spur. Der Treppenwitz ist, das es reibungsloser funktioniert, einen Windows mit nachinstalliertem VNC-Server in Betrieb zu nehmen, als einen Linux-Desktop ootb. RDP auf Linux-Desktops kommt sowieso direkt von einem BOFH.
Ich möchte betonen, dass Gucamole daran gar keine Schuld trägt. Das ist ein wirklich großartiges Stück SW.
Browser->Guacamole->auf RDP-Winclient flutscht nur so!

Nebenbei war das schon katastrophal bevor jemand unter Wayland und Konsorten überhaupt irgendwas verstanden hat.

Wie gesagt ödet mich das echt an.
 
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Vielen Dank für eure Beiträge. Ich schaue mir das kommende Woche mal im Detail an und gebe nochmal ein Feedback.
 
Zwei weitere Varianten:
- RDP, das wird vom GNOME Remote Desktop nativ unterstützt. Vieweroptionen gibts einige - die Windows-App (auch für IOS), Remmina oder Guacamole für Web-Access
- Thinlinc

KASM sieht auch sehr gut aus, muss ich mal ausprobieren
Hör auf, irgendwelche "Lösungen" wie "Thinlinc/KASM" zu propagieren. Das ist CRAP! Oder kommst du gleich mit Teamviewer um die Ecke?
 
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Guacamole ist prima, das verwende ich auch. Das Ding passt nur (als aktiver Proxy mit nennenswertem Installation- und Pflegebedarf) nicht zum Post #1.
(Ja, ich war in #4 bereits selber abgedriftet...)
 
Hör auf, irgendwelche "Lösungen" wie "Thinlinc/KASM" zu propagieren. Das ist CRAP! Oder kommst du gleich mit Teamviewer um die Ecke?
Dann lass mich doch mal teilhaben, warum Thinlinc crap sein soll? Und was soll das mit dem Teamviewer? Hat hier nix zu suchen.
 
Guacamole ist prima, das verwende ich auch. Das Ding passt nur (als aktiver Proxy mit nennenswertem Installation- und Pflegebedarf) nicht zum Post #1.
(Ja, ich war in #4 bereits selber abgedriftet...)
Der Ball liegt in meinen Augen auch komplett in der VNC-Spielhälfte. Das Apache-Guacamole ein ziemlich totes Pferd wie SPICE [edit]nicht[/edit] reinpuzzlet ist logisch. Ich hatte damals (vor gefühlten Äonen) die Faxen mit VNC dicke, nachdem ich gewagt habe zu fragen, warum RDP rattenschnell sei, während VNC vor sich hintröpfelt. Die gleichen Pfosten haben das Ding sogar geschlachtet, statt es langsam totzureiten. VNC ist inzwischen eher ein Zombie. Mit X geht es vielleicht, mit Y auch, aber mit Z nicht für 5 Pfennig.
Nun versuchen es RDP-Apologeten.
Reibungslos klappen tut es aber auch nicht

.Schon gut, ich gehe in Garten und heul leise.
 
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Dann lass mich doch mal teilhaben, warum Thinlinc crap sein soll? Und was soll das mit dem Teamviewer? Hat hier nix zu suchen.
Free for 10 users auf der Webseite reicht ja wohl. Wie prüfen die das? Teamviewer ist auch "free". Reicht das?
Oder kannst du ThinLinc in deiner eigenen Infrastruktur aufsetzen und nutzen?
 
Free for 10 users auf der Webseite reicht ja wohl. Wie prüfen die das? Teamviewer ist auch "free". Reicht das?
Oder kannst du ThinLinc in deiner eigenen Infrastruktur aufsetzen und nutzen?
Thinlinc kann für bis zu 10 gleichzeitige User kostenlos verwendet werden. Installieren kann man das auf jedem eigenen Linuxserver - man kann ganze Desktops oder auch nur einzelne Anwendungen zur Verfügung stellen -
Im Browser oder Client. Bei mir läuft das ganze hinter einem Reverse Proxy in meiner eigenen Infrastruktur.
 
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man kann ganze Desktops oder auch nur einzelne Anwendungen zur Verfügung stellen
Interessant! Ich sollte das wohl mal testen. (Allerdings ist x2go Bestandteil von debian/main, was für mich mit entscheidend ist...)
 
Ich darf mich hier auch zum Thema dazu hängen. Mit Linux Terminal Servern hatte ich schon vor gut 20 Jahren zu tun und war eigentlich immer der volle Fan von LTSP. Ich habe LTSP mit der aktuell komplett neu geschriebenen Version nicht getestet. Wäre hab sicher einen Block wert. Ich finde das Projekt hatte/bzw. hat einige sehr gute Features:
  • Zentraler Desktop aller Terminalserver → nur ein Server Pflegbar
  • Keine SSDs in den Clients notwendig, alles per PXE-Boot
  • Zentrale Verwaltung des Clienttsystems → User bekommt eine Meldung, das es eine Version seines OS gibt und muss lediglich rebooten damit er es bekommt.
  • Anwendungen können gezielt am Client lokal mit voller HW-Beschleunigung ausgeführt werden. → Bei einem Kunden gabs mal ne Präsentation mit dem alten Playstationemulator und ein paar anderen Linuxgames... :p

Ansonsten gibt es ja noch:
  • Rustdesk → ist mehr ein Teamviewerersatz in der OpenSourcewelt und funktioniert wunderbar
  • "Kasm Workspaces" sind offizieller Proxmox Solution Provider
  • Nomachine Workstation (max 4 User) kann ich auch empfehlen. Damit betrieb ich einige Jahre meinen Terminalserver mit KDE/Plasma. Das funktioniert auch mit Wayland alles wie nativ. Dazu kommt auch noch der volle GSSAPI/Kerberos Support. Wobei ich auch ne GPU da mit verbaut hatte. Es geht auch ohne, aber dann liegt die Last halt auf der CPU und das war merklich langsamer.
  • Es gibt auch noch mein eigenes Terminalserver Projekt, wo ich gerade am Bauen der neuen Version bin. Ist mit heutigen Technologien etwas herausfordernd.
 
Um nochmal nachzuheulen:
  • RDP gehört zu Win wie ein Kalb zur Kuh.
  • freerdp als Grundlage in Guacamole funktioniert auch sehr sehr gut um auf Win-Clients zuzugreifen
  • Rdp als Server auf unixoiden Systemen ist unterdisch
  • VNC ist grundsätzlich unterirdisch
  • Es fehlt einfach eine gleichwertige RDP-Technik in unixoiden Desktops
  • VNC etc.pp sind alles Dritttools
  • Notwehr heißt dann z.B. NoMachine
  • Bekommt man aber nicht in einen exzellenten Guacamole-Proxy eingebunden
  • Darauf kommt es aber heute an.
  • Es gibt einfach kein stabiles Fernsteuerungs-Protokoll für Linux-Client-Desktops.
 
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Es gibt einfach kein stabiles Fernsteuerungs-Protokoll für Linux-Client-Desktops.
Zumindest keines was nix kostet (mir ist zumindest keines bekannt). X2go war in X-Zeiten wirklich sehr fein. Kasm muss ich erst testen, gerade herunter geladen.
 
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Zumindest keines was nix kostet (mir ist zumindest keines bekannt). X2go war in X-Zeiten wirklich sehr fein. Kasm muss ich erst testen, gerade herunter geladen.
Es ödet mich auch an, ständig hinterhertesten zu müssen, was gerade funktioniert.
Gucamole als toller HTML5-Zugang ist doch der Dreh- und Angelpunkt.
So frickel ich lieber immer mit VNC rum.
Würde VNC wenigstens nur ähnlich zuverlässig wie RDP funktionieren, wäre ich glücklich.
 
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Ich habe LTSP mit der aktuell komplett neu geschriebenen Version nicht getestet.
Dort gibt es 15 offene Pull-Requests, fast alle aus 2019 - und kein einziges Release. Das sieht für mich nach "ist schlicht tot" aus.

Oh! Das ist cool, das wertet Kasm für mich auf.

Über deren Lizenzbedingungen ("Kasm Workspaces Community edition is free to download and install for testing, non-profits and non-commercial activities. It is limited to 5 concurrent sessions ...") muss ich allerdings erst noch nachdenken - ich bin da offenbar von Proxmox verwöhnt!
 
Was ich nun ausprobiert habe:

  • Mit dem Handling von x2go bin ich nicht warm geworden. Außerdem scheint der Viewer kein Windows-Client zu sein, sondern der Linux-Client in Cygwin.
  • Bei ThinLinc machen der Assistent zur Installation des Servers sowie die Doku schon mal einen soliden Eindruck. Allerdings werden viele Komponenten benötigt, deren Installation und Wartung sich wohl eher für eine größere Umgebung mit vielen VMs und Usern rentiert.
  • Apache Guacamole und KASM sind wohl auch eher auf größere Umgebungen ausgelegt.
Konkret bin ich also etwas enttäuscht. Dabei wollte ich doch nur meine beiden Virtualbox VMs durch solche in Proxmox ersetzen. Da ich als Entwickler häufig zwischen Host und VMs wechseln muss, sind mir Tastenkombinationen für Fullscreen und Unwrap Mouse nun mal wichtig.

Vor ein paar Jahren hatte ich VcXsrv für Windows verwendet. Das hat damals ganz gut funktioniert, wird aber heute wohl auch nicht mehr empfohlen.
 
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