Win11 ewige Baustelle

Der Host-Graph ist gar nicht so langweilig. Die Verwendet-Linie liegt die ganze Woche knapp unter Total, nur ein paar Dips nach unten. Genau da fängt PVE an, die Ballons aufzublasen, ab grob 80% Hostbelegung geht das los. Es trifft zuerst die VM mit der größten Spanne zwischen min und max - bei 8/32 ist das deine Datev-Kiste.

Ja, Ballooning entzieht da was. Der Balloon-Treiber reserviert im Gast Speicher wie jedes andere Programm auch und gibt die Seiten dann an den Host zurück. Windows muss Platz schaffen, Working Sets schrumpfen und auslagern, und meldet dann zu wenig Arbeitsspeicher.

Der Rückgang von 32 auf 12 kann vom Ballon stammen, nicht davon, dass Windows den Speicher freiwillig hergibt.

Was sagt denn max server memory jetzt? Wenn da noch der Default drinsteht, ziehen SQL und der Ballon gleichzeitig am selben RAM, und dann wirds wirklich unschön.
 
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Der Host-Graph ist gar nicht so langweilig. Die Verwendet-Linie liegt die ganze Woche knapp unter Total, nur ein paar Dips nach unten. Genau da fängt PVE an, die Ballons aufzublasen, ab grob 80% Hostbelegung geht das los. Es trifft zuerst die VM mit der größten Spanne zwischen min und max - bei 8/32 ist das deine Datev-Kiste.

Ja, Ballooning entzieht da was. Der Balloon-Treiber reserviert im Gast Speicher wie jedes andere Programm auch und gibt die Seiten dann an den Host zurück. Windows muss Platz schaffen, Working Sets schrumpfen und auslagern, und meldet dann zu wenig Arbeitsspeicher.

Der Rückgang von 32 auf 12 kann vom Ballon stammen, nicht davon, dass Windows den Speicher freiwillig hergibt.

Was sagt denn max server memory jetzt? Wenn da noch der Default drinsteht, ziehen SQL und der Ballon gleichzeitig am selben RAM, und dann wirds wirklich unschön.
So ganz will das nicht in meinen Kopf. Ballooning wird doch erst aktiv, wenn dem vHost die Puste ausgeht. Das Diagramm zeigt 48GB von 64GB Belegung. Selbst wenn ich als Zeitbasis ein Jahr wähle, dann sehe ich ich nur 6 Momente, bei denen die Auslastung bei 58GB liegt. Also ist der PVE Quietschfiedel und dürfte keinerlei Ballooning anstoßen.
Also doch beschissenes Arbeiten des virtio-Treibers im Win-Umfeld?
Ich habe nun mal bei einem der Problembären Ballooning deaktiviert, werde beobachten und berichten.
 
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Stimmt, bei 75% bläst PVE nichts auf. Zwei Sachen aber: stell den Graph mal von Durchschnitt auf Maximum um, in der Wochen- oder Jahresansicht ist ein 20-Minuten-Peak sonst komplett weggemittelt und du siehst nur eine glatte Linie. Und der ZFS ARC zählt für pvestatd als belegter Speicher, wird nicht als Cache rausgerechnet. Der ARC schiebt dich über 80%, obwohl er sich selbst zurückziehen würde. Bei 64 GB und einem ARC der sich ein paar GB greift ist das schneller passiert als man denkt.

Ob der Ballon überhaupt je gezogen hat, siehst du mit qm status <vmid> --verbose, unter ballooninfo steht actual gegen max_mem. Steht actual die ganze Zeit auf den vollen 32G, war der Ballon nie im Spiel und ich lag daneben. Am virtio-Treiber selbst liegts eher nicht, der macht nur was ihm der Host sagt. Gut, dass du bei einer Kiste den Ballon rausgenommen hast – wenn die trotzdem wieder meckert, wissen wir wenigstens, woran wir sind.
 
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Nun habe ich auch einen PVE (64GB) mit vier Win10-ArbeitsVMs. Alle haben 12GB-Arbeitsspeicher ohne Ballooning. Bei VM-interner Kontrolle liegen die bei 20% RAM-Auslastung. Der PVE listet natürlich Vollauslastung der VMs. Trotzdem die dusselige Meldung wg. Speichermangel. Die Dinger liefen jahrelang ohne Auffälligkeiten. Sogar mit Ballooning und nur max 8GB. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.
P.S.:
Deutet leider darauf hin, dass die Host-SW (aktueller PVE, mit virtio .271) und Client-SW (Win10) auseinanderdriften.
 
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Hallo,
vielleicht mal Widown 11 so richtig aufräumen, das hat bei mir richtig gut geholfen.
Windows 11 läuft nach der "Christitus.com" aktion richtig gut.

Windows ToolBox >> https://christitus.com/

im PowerShell als Admin : iwr -useb https://christitus.com/win | iex
Dann auf "tweaks"


Dazu gibt es auf Youtube ganz viel, ist aber schon sehr gut. Natürlich, vorher ein Backup erstellen.
 
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Danke für deinen Klaps auf den Hinterkopf. pagefile hat hier tatsächlich irgendein Künstler deaktiviert.
Wenn Windows genug RAM verfügbar hat, dann kann man die pagefile auf 800MB feste Größe setzen. Das braucht Windows, um im Fall der Fälle ein Mini-Dump zu erstellen. Aber nur, wenn man genug RAM hat (z.B. 32GB).
 
Ich betreue nen Taxi-Unternehmer. Da haben wir vor 3 oder 4 Jahren 4 Lenovo Thinkcentre Mx angeschafft.
Reine Office-PCs.
War ein Angebot, Windows 11 pro mit "nur" 8 GB Ram.

Seit knapp 3-4 Monaten können alle 4 Mitarbeiter kaum noch anständig arbeiten (2 Standorte).
Und wir reden von Office (Outlook, Excel). Da wird fast nur getippt den ganzen Tag.

Ram von speicher.de auf 16GB aufgerüstet und die Kisten laufen wieder anständig...

Das kann ich so von meinen Kunden, die immer noch mit "echtem" Windows, also nicht VM, arbeiten (müssen), exakt bestätigen. Lief seit der Umstellung von win10 auf win11 vor ein paar Jahren eigentlich ganz passabel auch mit 8GB RAM, seit x Monaten ist es aber unerträglich. Unter 16GB RAM kann man nicht mehr vernünftig arbeiten. Ein kleineres Programm/Äpp geht noch halbwegs, dann ist aber Feierabend.
 
Ist zwar slightly offtopic, aber Windows 11 Pro mit seinem ganzen vorinstallierten Rotz, den ständigen Feature Updates etc. ist mittlerweile ein Haufen Schrott. Bei Kunden verwende ich nur noch die teurere, aber wesentlich schlankere IoT LTSC. Weniger RAM-Verbrauch durch fehlende Bloatware, kein Fingerkreuzen am Patchday mehr und viel weniger „Da geht irgendwas nicht mehr“-Support. Ist Kunden gegenüber ein einfaches Rechenexempel: höherer Anschaffungspreis vs. weniger Wartung und weniger Tickets.