UGREEN DXP2800 + Proxmox: SATA / M.2 Bus-Sharing?

abc150781

New Member
Jan 13, 2026
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Hallo zusammen,

ich plane aktuell ein Setup mit einer UGREEN NASync DXP2800 und würde mich über Erfahrungswerte aus der Community freuen – insbesondere zu Bus-Architektur und RAM-Bestückung.

Geplantes Setup​

  • Installation von Proxmox VE auf dem internen 32 GB eMMC
  • Nutzung der beiden M.2 NVMe Slots (je 1 TB) als Storage für VMs (natürlich unter Proxmox)
  • Eine VM soll TrueNAS werden
  • TrueNAS greift direkt auf die beiden SATA Drive Bays (HDDs) zu (Passthrough)

Offene Fragen / Unsicherheiten​

1) SATA & M.2 Bus-Anbindung​


Mich interessiert vor allem, wie SATA und M.2 intern angebunden sind:
  • Nutzen SATA Bays und M.2 NVMe Slots separate Controller bzw. Busse?
  • Oder gibt es Lane-Sharing / gemeinsame PCIe-Ressourcen?
  • Falls SATA und M.2 denselben Bus nutzen:

    → Besteht die Gefahr von Performance-Engpässen, insbesondere bei gleichzeitiger I/O-Last (TrueNAS + VMs)
Bei der DXP4800 Plus ist laut verschiedenen Quellen klar, dass SATA und NVMe getrennt angebunden sind.
Zur DXP2800 finde ich dazu leider keine verlässlichen technischen Details.

2) RAM-Limit (DDR5, Single Slot)​

Offiziell gibt UGREEN für die DXP2800 max. 16 GB RAM an.

Soweit ich weiß, besitzt das Gerät nur einen DDR5-Slot.

Daher meine Fragen:
  • Hat jemand erfolgreich 32 GB DDR5 (oder mehr) in der DXP2800 betrieben?
  • Gibt es Einschränkungen durch BIOS oder Memory-Controller?
  • Läuft Proxmox mit mehr als 16 GB stabil?

Ziel​

Ich möchte abschätzen, ob die DXP2800:
  • für ein Proxmox + TrueNAS-Setup sinnvoll geeignet ist
  • oder ob das Bus-Design bzw. das RAM-Limit ein echter Show-Stopper ist
Falls jemand:
  • Benchmarks gemacht hat
  • das Gerät geöffnet oder analysiert hat
  • Proxmox oder TrueNAS auf der DXP2800 produktiv nutzt
würde ich mich sehr über eure Erfahrungen freuen.


Vielen Dank vorab!

Viele Grüße

Patrick
 
Eine Frage hat mir der UGREEN Support schon beantwortet und das wirklich in einer Support Zeit. Ich hatte innerhalb von 30 Min die Antwort auf meine Frage.

Hello,

Thank you for your interest in the UGREEN NASync DXP2800 and for your detailed questions.

For the DXP2800, the SATA drive bays and the M.2 NVMe slots are designed to work independently. They do not share storage controllers or operating paths in normal use, and they can be used at the same time without requiring special configuration from the user.

In practical terms, this means you can safely combine HDD storage (SATA) with NVMe SSDs (for storage or caching) without worrying about internal resource conflicts in typical usage scenarios. The system is designed to handle mixed workloads in a stable and predictable way.

Details such as internal bus diagrams or PCIe lane allocation are part of internal hardware design and are not publicly documented. However, there are no user-facing limitations that require adjustment or avoidance when SATA drives and NVMe SSDs are used together.



Sincerely,
Abby
UGREEN Nas Support
 
Die eMMC-Karte und damit die ganze Installation zerlegt es dir innerhalb weniger Monate. Proxmox schreibt mehr oder weniger ständig Logs etc. auf den Massenspeicher, das hält dieser Speicher nicht aus. Das ging noch bei VMware, aber nicht hier.
 
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Die eMMC-Karte und damit die ganze Installation zerlegt es dir innerhalb weniger Monate. Proxmox schreibt mehr oder weniger ständig Logs etc. auf den Massenspeicher, das hält dieser Speicher nicht aus. Das ging noch bei VMware, aber nicht hier.
Danke für Deine schnelle Antwort. Jetzt habe ich gesehen, dass man im BIOS auch auf USB Boot stellen kann. Ich könnte doch Proxmox auf USB Installieren, die DXP2800 hat ja sehr schnelle USBs, in dem Fall wäre der USB Drive ja ein SATA Device und sollte dann auch kein Problem damit haben.

Wie ist Deine/Eure Meinung ?
 
Die Schnittstelle hat mit der Haltbarkeit erstmal gar nix zu tun.
Auch eMMCs gibt es Industriequalität, die sowas locker abkönnten. Nur logischerweise verbaut Ugreen solche nicht, da das niemand zahlen wollen würde.

Worauf es letztlich ankommt ist die Haltbarkeit des verwendeten NAND-Flahes, zusammen mit einer guten Wear-Leveling-Logik im Controller. Und durch die Auswahl des Dateisystems kann man ebenfalls nochmal die Dinge entweder ver- oder entschärfen.

Edit:
Und zu deiner eigentlichen Frage:
Ja, technisch kann man auf dem Ding schon Proxmox laufen lassen.
Aber so wirklich viel Spaß wird es eher nicht machen. Dann lieber direkt Truenas drauf, also bare-metal. Und das klingt in dem Szenario irgendwie sinnvoller.
 
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für die generelle Installation schau Dir mal dieses Video an:

Der ALL-IN-ONE Proxmox VE Homelab Server. NVMe + HDD inklusive Hibernate Modus / Tutorial Anleitung​

https://youtu.be/LRGtiQm2Shc?si=H8aopkWmhXqI0imJ

Für NAS-Lösungen, fällt mir per virtueller Umsetzung folgendes ein:
  • unraid,
  • ZimaOS,
  • Rockstor
  • OpenMediaVault oder auch
  • reines Samba im schlanken Container mit Mountpoints

    TrueNAS würde ich Dir nicht empfehlen, weil vielleicht doch etwas zu fett für die Hardware und für den Anfang bezüglich Benutzer-/Rechteverwaltung, Homelaufwerke, NFS nicht gerade ergonomisch - auch nicht per direkter Installation
Fazit: geh den Proxmox weg - ganz langsam und bleib uns hier treu
 
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Für einen reinen Fileserver (zum Beispiel) brauche ich keine Virtualisierung, bzw. der Overhead der dafür anfällt ist völlig unnütz.
Also entweder es gibt irgendeine Anforderung, die Virtualisierung wirklich erfordert, oder man macht sich nochmal Gedanken.

Aus reinem Interesse kann man selbstverständlich mit Proxmox spielen.
Aber gerade mit leistungstechnisch eher grenzwertigerer Hardware kommen Neulinge schnell an ihre Grenzen. Und es dann einfach nur zwangsweise einzusetzen, "weil halt" statt eine passendere Lösung zu wählen, wäre nicht gerade intelligent.
Und dem Threadersteller unterstelle ich einfach mal (anhand der Art der Fragestellung und der spezifischen Fragen), dass er weder große Ahnung von Soft-, noch von Hardware hat. Beides nicht schlimm, aber man sollte es eben bei der Abwägung mit berücksichtigen.

Man sollte immer versuchen eine passende Lösung zu wählen. Nicht stupide immer das gleiche versuchen, oder eben das was irgendwo empfohlen wird.
Manchmal ist Proxmox halt nicht wirklich passend. Was nicht heißt, dass es nicht ein richtig herausragendes Tool wäre, wenn man es richtig einsetzt.

Den Rest muss der Threadersteller mit sich selbst ausmachen, oder eben durch eigene Tests herausfinden.
Es ist auch keine Schande zuerst einmal mit Proxmox zu spielen, um dann am Ende doch auf etwas anderes zu wechseln. Selbst schon so gemacht, aus den oben erörterten Gründen.