Oder halt noch besser, die moderne 3-2-1-1-0 Regel. Zusätzlich ist ein target immutable (gut machbar mit PBS) und 0 Fehler Testen der Wiederherstellung (auch gut machbar mit PBS).
Unter „immutable“ verstehe ich, dass dieses Target nicht direkt erreichbar ist, also quasi das „offline 1“ in der 3-2-1-1-0-Regel. Das geht mit einem einzelnen Proxmox Backup Server nicht, weil Proxmox VE die Backups ja an den PBS senden muss bzw. der PBS keine VM-Backups von Proxmox VE pullen kann.
Ein zweiter Proxmox Backup Server könnte dann aber diese Rolle übernehmen. Den könnte man dann weitgehend airgappen bzw. so abschotten, dass er nur den ersten PBS erreichen kann, und selbst nur sehr eingeschränkt aus einem dedizierten Management-Netz erreichbar ist. Ich denke, das qualifiziert durchaus als "Offline"-Kopie und ist definitiv besser als eine externe Festplatte, die man manuell an- und abstöpseln muss. Manuelle Prozesse sind nie ideal, weil die gehen vergessen usw. (EDIT: Und ja, technisch gesehen wäre es dann 4-2-1-1-0, wenn beide Proxmox Backup Server onsite sind und zusätzlich noch ein Offsite-Target existiert oder 4-1-1-1-0, wenn man das nicht als unterschiedliche Medien zählt.)
Ob zwei Proxmox-Backup-Server als zwei verschiedene Medien zählen, kann man natürlich diskutieren bzw. ob diese Regel überhaupt noch sinnvoll ist. Zwei tatsächlich unterschiedliche Medientypen verwenden heutzutage wohl die wenigsten, ausser man sagt, HDDs und SSDs seien unterschiedliche Medien. Bandlaufwerke sind ja, wie du selbst sagst, von „früher“ und werden immer seltener genutzt, und CDs/DVDs brennt heute wohl auch kaum noch jemand. Es ist also wahrscheinlich, dass am Ende alle Backup-Ziele in der Kette entweder HDDs oder SSDs verwenden.
Und ob man an die Regel noch ein „0“ anhängen muss – naja, eigentlich sollte selbstverständlich sein, dass Backups nur dann nützlich sind, wenn man sie auch fehlerfrei wiederherstellen kann. Aber wenn es die Leute daran erinnert, ihre Backups tatsächlich zu testen, ist das sicher keine schlechte Sache.