PVE GUI friert ein bei iDRAC reboot

rainer.lilischkis

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Jul 10, 2020
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Wir betreiben ein 5 Node Cluster mit DELL R740.
Bei reboot der iDRAC eines hosts fällt die PVE GUI aus, bis die iDRAC wieder online ist.

Kann man das fixen?

beste Grüße
Rainer
 
Hi,

ist evtl. das Network Interface zwischen iDRAC & Host geshared, d.h. laufen die über den selben, physischen Port?
In dem Fall ist es gut möglich, dass iDRAC den natürlich dann auch mitnimmt.
Zumindest bei HPE/iLO gibt es eine solche Option.

Bitte am besten mal dem Systemlog (journalctl -b) um diesen Zeitpunkt herum teilen, das sollte etwas mehr Aufschluss geben.
 
Geht in die Richtung von Dietmars Hinweis: dell-ism nutzt den OS to iDRAC Pass-through, und dafür schiebt die iDRAC dem Host USB-Geräte unter. Bei OS to iDRAC Pass-through hast du im Host so ne USB-NIC (meist enx... oder idrac), dazu kommt das virtuelle Media- und Keyboard-Zeug. Beim iDRAC-Reboot ist das Zeug kurz weg und kommt dann aber wieder. Schau mal mit ip link und lsusb, was da so auftaucht, und lass beim nächsten iDRAC-Reboot journalctl -f laufen. Wenn ihr den Pass-through nicht braucht, würd ich ihn in der iDRAC einfach abschalten, dann ist Ruhe.

Was genau fällt bei dir aus? Ist die GUI gar nicht mehr erreichbar, oder werden die Nodes nur grau mit Fragezeichen? Und betrifft das nur den Host mit der iDRAC, die gerade rebootet, oder das ganze Cluster?
 
dell-ism ist nicht installiert, die GUI ist solange die iDRAC offline ist nicht erreichbar (nur auf dem node der die IDRAC gerade bootet). VMs laufen alle weiter und keiner merkt´s :-)) Ist aber trotzdem gruselig...

KI meint:
Die Lösung bleibt also eine Kombination aus:

  1. iDRAC Config: Gehen Sie ins iDRAC Webinterface -> Network und setzen Sie IPv6 auf Disable. (Das beseitigt die Störquelle). (Wir unterstützen kein IPv6, es ist aber auch nicht so richtig aus...)
  2. Switch Config: Auf dem Huawei-Switch muss auf allen Port-Interfaces, an denen Proxmox-HOSTS hängen, folgender Befehl laufen:
system-view
interface range GigabitEthernet 0/0/1 to GigabitEthernet 0/0/48
stp edged-port enable
commit
quit

Dieser Befehl (stp edged-port enable) sagt dem Switch: "Hier hängt ein Server. Wenn die Leitung flackert, starte NICHT die teure STP-Topologieberechnung neu." Das ist der Standard-Fix für Dell-iDRAC-Probleme bei Dell PowerEdge (auch R740) mit Huawei-Switches.

Was meint die kollektive Vernunft?
 
Last edited:
Zum KI-Vorschlag: Ein Server-Port als edge zu konfigurieren ist grundsätzlich nicht verkehrt. Das aber blind per interface range 0/0/1 to 0/0/48 auf alle Ports zu setzen, würd ich lassen, da hängen ja ggf. auch Uplinks oder andere Switches dran. Und einen "Standard-Fix für iDRAC mit Huawei" kenn ich so nicht, das klingt eher ausgedacht. STP kommt eh nur ins Spiel, wenn beim iDRAC-Reboot der Link vom Host-Port wirklich kurz runtergeht. Das passiert eigentlich nur, wenn die iDRAC im Shared-LOM-Modus auf dem gleichen Port wie das PVE-Management läuft. Deshalb ist die Frage von @cheiss noch offen: Steht in der iDRAC unter Network bei NIC Selection "Dedicated" oder LOM1/2?
IPv6 auf der iDRAC hat damit nichts zu tun.

Spannender find ich: Ist der Node in der Zeit per SSH oder Ping noch erreichbar, nur die GUI auf 8006 nicht? Oder ist die Management-IP komplett weg? Wenn SSH geht, dann in der Zeit mal curl -k https://localhost:8006 direkt auf dem Host testen. Kommt da was zurück, dann ist pveproxy in Ordnung und das Problem liegt im Netz. Und kommst du über die GUI eines anderen Nodes noch an den betroffenen Node ran?