Proxmox Richtig absichern

Gui_

Member
Jun 12, 2024
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Hi,


ich plane aktuell folgende Struktur:


  • Je ein LXC-Container mit Ubuntu
  • Einen Tarpit , der über eine Portweiterleitung im Router, aus dem Internet ,erreichbar ist
  • Einen VPN-Server, der über eine Portweiterleitung im Router, aus dem Internet ,erreichbar ist

Reicht diese Kombination grundsätzlich als solide Basis aus, oder würdet ihr noch weitere Maßnahmen empfehlen?


Für den administrativen Zugriff habe ich einen separaten Benutzer eingerichtet. Der direkte Root-Login über SSH ist deaktiviert. Für die Authentifizierung nutze ich SSH-Keys: einen regulären Key und einen zweiten als Notfallzugang (RPI).


Für weitere Vorschläge zur Absicherung bin ich offen.


Die Konfiguration des Tarpit-Benutzers sieht aktuell so aus:


Code:
[LIST=1]
[*]Benutzer anlegen
[/LIST]

useradd --system
--create-home
--home-dir /opt/sandbox
--shell /usr/sbin/nologin
--user-group
svc-tarpit


[LIST=1]
[*]Keine zusätzlichen Gruppen
[/LIST]

usermod -G "" svc-tarpit


Kontrolle:


id svc-tarpit


Der Benutzer sollte anschließend nur Mitglied seiner eigenen Gruppe sein.


[LIST=1]
[*]Keine sudo-Rechte
[/LIST]

sudo -l -U svc-tarpit


Falls der Benutzer wider Erwarten Mitglied der sudo-Gruppe ist:


gpasswd -d svc-tarpit sudo
 
Last edited:
Klingt erstmal solide, aber der wichtigste Punkt steckt schon in deinem Setup drin: solange nur der VPN-Port im Router weitergeleitet ist und weder 8006 noch SSH von außen erreichbar sind, hast du 90% erledigt. Der Tarpit bringt dir dann ehrlich gesagt kaum was, weil von außen ja sowieso niemand an SSH rankommt. Nett zum Rumspielen, aber kein echter Sicherheitsgewinn. Falls du bei der VPN-Software noch flexibel bist: WireGuard, das antwortet auf unauthentifizierte Pakete gar nicht erst und ist von außen praktisch unsichtbar.

Was ich zusätzlich machen würde: PVE-Firewall auf Datacenter-Ebene an, Default-Policy DROP rein, Management-Zugriff nur aus dem VPN-Netz. Container unprivilegiert fahren (ist bei neuen CTs Default, aber prüf das mal für bestehende). Und 2FA für den PVE-Weblogin, TOTP kannst du direkt in der UI pro User setzen. Das kostet fünf Minuten und fängt genau den Fall ab, wo mal ein Passwort abhanden kommt.

Aber der wichtigste Punkt, der häufig fehlt: Backups auf ein zweites Gerät. Das bringt dir im Ernstfall mehr als jede zusätzliche Firewall-Regel.

Was läuft denn in dem Ubuntu-CT? Je nachdem ob da was aus dem Netz erreichbar sein soll, ändert sich die Empfehlung nochmal deutlich.