[SOLVED] PBS auf nur 1 SSD ?

chillout_andi

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Jul 31, 2023
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Servus Zusammen,

bin noch recht Neu in dem Thema und komme bei einer Sache nicht weiter und bräuchte Eure Hilfe.
PBS ist auf einer Futro Kiste mit einer 1Tb SSD installiert. Soweit so gut. Root ist auf 35gb eingestellt. (Sehe ich im Dashboard)

Jetzt beginnt mein Problem.
Wie kann ich den Rest nun als Datastorage für die Backups verwenden/einrichten?
Die sda3 Partition mit 999Gb (LVM) ist anscheinend auch nicht eingebunden (mounted).
Wenn ich einen ZFS Pool erstellen möchte, wird immer angezeigt, dass ja alle Disks in Benutzung sind.

Habe schon einige Zeit im Internet gesucht aber Nichts gefunden das mir weiterhilft.
Ist das tatsächlich so ungewöhnlich auf der root Disk auch die Backups abzulegen?

Hätte, der Futro Kiste geschuldet, ansonsten nur extern die Möglichkeit zusätzliche Laufwerke anzuschließen…

Danke schon mal für Eure Hilfe, ist bestimmt leicht zu lösen für die Profis unter Euch
 
Musst du manuell über die CLI mounten. Dann kannst du über das webUI einen neuen Datastore anlegen und auf dessen Mountpoint verweisen. Weil wenn ich das richtig in Erinnerung wollen PVE und PBS immer ganze Disks, wenn du einen Storage über die webUI erzeugen willst.
Da müsstest du dann wohl schon selbst mit lvcreate ein LV anlegen, das LV mit mkfs partitionieren und dann deine fstab editieren, dass das Dateisystem beim Boot eingehängt wird, damit du dass das als Directory im PBS für den Datastore nutzen kannst.

Im Prinzip kannst du da machen was du willst. PBS will einfach nur einen normalen Ordner für den Datastore. Im zweifelsfall kann auch auch einfach Pfad zu irgendeinem Ordner manuell in die datastore.cfg eintragen.
 
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Musst du manuell über die CLI mounten. Dann kannst du über das webUI einen neuen Datastore anlegen und auf dessen Mountpoint verweisen. Weil wenn ich das richtig in Erinnerung wollen PVE und PBS immer ganze Disks, wenn du einen Storage über die webUI erzeugen willst.
Da müsstest du dann wohl schon selbst mit lvcreate ein LV anlegen, das LV mit mkfs partitionieren und dann deine fstab editieren, dass das Dateisystem beim Boot eingehängt wird, damit du dass das als Directory im PBS für den Datastore nutzen kannst.

Im Prinzip kannst du da machen was du willst. PBS will einfach nur einen normalen Ordner für den Datastore. Im zweifelsfall kann auch auch einfach Pfad zu irgendeinem Ordner manuell in die datastore.cfg eintragen.
Ok, mounten. Ich habe es versucht, aber das Terminal spuckt nur aus: already mounted or mount point busy.
Wird vermutlich daran liegen, dass SWAP und ROOT unterhalb sind. Würde dann vermutlich nur mit einem Live USB boot Stick gehen, wenn die Disk noch nicht verwendet wird.

Habe ich vielleicht beim Installieren der PBS einen Fehler gemacht ? Hätte ich hier etwas einstellen können ? Dort gab es nur in den Optionen die HDsize, Swapsize und minfree.
Noch ist nicht viel eingerichtet und ich könnte ohne Probleme nochmal neu installieren, wenn es das vereinfacht.
Ich bin jetzt auch nicht der Linux Spezi aber irgendwie hätte ich mir das nachträgliche Partitionieren etwas einfach vorgestellt :-D
 

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Habe ich vielleicht beim Installieren der PBS einen Fehler gemacht ?
Nein, das passt schon alles so.

Ok, mounten. Ich habe es versucht, aber das Terminal spuckt nur aus: already mounted or mount point busy.
Es sieht so aus, als hättest du direkt versucht, /dev/sda3 zu mounten. Diese Partition beinhaltet aber das LVM physical volume das zur volume group pbs gehört. LVM ist quasi eine weitere Abstraktion über normalen Partitionen.

Was du machen musst ist ein weiteres Logical Volume (LV) in der LVM Volume Group erstellen:
Code:
lvcreate -n data -l100%FREE pbs

Dieser Befehl erstellt dir in der volume group pbs ein logical volume mit dem namen data, das 100% vom übrig gebliebenen Platz einnimmt.

Wenn dies erledigt ist, kannst du das neue LV mit einem Dateisystem deiner Wahl formatieren, z.B. ext4:

Code:
mkfs.ext4 /dev/pbs/data

Danach solltest du das LV mounten können

Code:
mkdir /data
mount /dev/pbs/data /data

Damit das LV auch nach einem Reboot gemounted bleibt, kannst du es in die Datei /etc/fstab eintragen. Dafür einfach diese Zeile hinzufügen:

Code:
/dev/pbs/data /data ext4 errors=remount-ro 0 2


Disclaimer: Ich habe die Befehle jetzt nicht selbst durchprobiert, aber im großen und ganzen sollte das so stimmen.
 
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Nein, das passt schon alles so.


Es sieht so aus, als hättest du direkt versucht, /dev/sda3 zu mounten. Diese Partition beinhaltet aber das LVM physical volume das zur volume group pbs gehört. LVM ist quasi eine weitere Abstraktion über normalen Partitionen.

Was du machen musst ist ein weiteres Logical Volume (LV) in der LVM Volume Group erstellen:
Code:
lvcreate -n data -l100%FREE pbs

Dieser Befehl erstellt dir in der volume group pbs ein logical volume mit dem namen data, das 100% vom übrig gebliebenen Platz einnimmt.

Wenn dies erledigt ist, kannst du das neue LV mit einem Dateisystem deiner Wahl formatieren, z.B. ext4:

Code:
mkfs.ext4 /dev/pbs/data

Danach solltest du das LV mounten können

Code:
mkdir /data
mount /dev/pbs/data /data

Damit das LV auch nach einem Reboot gemounted bleibt, kannst du es in die Datei /etc/fstab eintragen. Dafür einfach diese Zeile hinzufügen:

Code:
/dev/pbs/root / ext4 errors=remount-ro 0 1


Disclaimer: Ich habe die Befehle jetzt nicht selbst durchprobiert, aber im großen und ganzen sollte das so stimmen.
Das hilft mir sehr! Danke schon mal für diese ausführliche Hilfe.
Jetzt sieht es so aus wie im Anhang.

Leider sehe ich unter Speicher / Disks die Partition nicht bzw. kann über die Weboberfläche kein Verzeichnis erstellen. Es heißt immer noch, dass alles Disks in Benutzung sind.

Nur zum Verständnis:
das /data ist ja nur der relative Pfad. /dev/pbs/data ist der absolute Pfad ?


Was ich dann probiert habe ist, im Datastore Bereich einen "Datastore" hinzuzufügen mit dem absoluten Pfad /dev/data/ od. mit /dev/pbs (/dev/pbs/data ging nicht!! unable to create chunks store .... ENOTDIR: Not a Directory) Die ersten beiden Versuche funktionierten, aber in der Übersicht zeigt es mir jeweils an 0 von 4Gb.
Ist das normal ? Woher kommen die 4gb ? Ist ja eigentlich nicht der große Bereich DATA, den ich eben erstellt habe. Reserviert das Backupsystem erstmal einen Dummybereich und erweitert ihn dan bei Bedarf ?

Der fstab Eintrag will auch noch nicht, der manuelle Mount Befehl funktionierte aber (siehe im Screenshot)
 

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Nur zum Verständnis:
das /data ist ja nur der relative Pfad. /dev/pbs/data ist der absolute Pfad ?
Sind beides absolute Pfade. "/data" ist der Mountpoint, wo dann das Dateisystem vom LV gemountet wird. "/dev/pbs/data" ist der Pfad zum LV, also das Blockdevice, auf dem sich das DAteisystem befindet.

Was ich dann probiert habe ist, im Datastore Bereich einen "Datastore" hinzuzufügen mit dem absoluten Pfad /dev/data/ od. mit /dev/pbs (/dev/pbs/data ging nicht!!
PBS will ja auch einen Ordner auf einem Dateisystem als Ziel. Weder "/dev/data/" noch "/dev/pbs" noch "/dev/pbs/data" sind normale Ordner. Das sind deine Blockdevices. Wenn das LV nach "/data" gemountet wäre, müsstest du für den Datastore schon einen Ordner unterhalb von dem Mountpoint wählen. Also z.B. "/data" als Pfad.

Der fstab Eintrag will auch noch nicht, der manuelle Mount Befehl funktionierte aber (siehe im Screenshot)
Der ist glaube ich auch nicht korrekt. Das...
Damit das LV auch nach einem Reboot gemounted bleibt, kannst du es in die Datei /etc/fstab eintragen. Dafür einfach diese Zeile hinzufügen:

Code:
/dev/pbs/root / ext4 errors=remount-ro 0 1
...sollte vermutlich etwas heißen wie...
Code:
/dev/pbs/data /data ext4 errors=remount-ro 0 2
...was dann unterhalb der Zeile /dev/pbs/root / ext4 errors=remount-ro 0 1 kommt
 
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Der ist glaube ich auch nicht korrekt. Das...
...sollte vermutlich etwas heißen wie...
Code:
/dev/pbs/data /data ext4 errors=remount-ro 0 2
...was dann unterhalb der Zeile /dev/pbs/root / ext4 errors=remount-ro 0 1 kommt


Hoppla. Ja natürlich - mein Fehler, hab das zu schnell aus meiner eigenen, lokalen fstab kopiert ;) Habs mal in meiner ursprünglichen Antwort editiert, damit das in Zukunft bei niemandem zu Verwirrung führt.
 
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Sind beides absolute Pfade. "/data" ist der Mountpoint, wo dann das Dateisystem vom LV gemountet wird. "/dev/pbs/data" ist der Pfad zum LV, also das Blockdevice, auf dem sich das DAteisystem befindet.


PBS will ja auch einen Ordner auf einem Dateisystem als Ziel. Weder "/dev/data/" noch "/dev/pbs" noch "/dev/pbs/data" sind normale Ordner. Das sind deine Blockdevices. Wenn das LV nach "/data" gemountet wäre, müsstest du für den Datastore schon einen Ordner unterhalb von dem Mountpoint wählen. Also z.B. "/data" als Pfad.


Der ist glaube ich auch nicht korrekt. Das...

...sollte vermutlich etwas heißen wie...
Code:
/dev/pbs/data /data ext4 errors=remount-ro 0 2
...was dann unterhalb der Zeile /dev/pbs/root / ext4 errors=remount-ro 0 1 kommt
Schön langsam wird ein Schuh draus :)
Die Korrektur in fstab passt jetzt. Auch nach dem Reboot bleibt /data gemountet. Top!

Habe jetzt nochmal einen Datastore mit /data als absoluten Pfad eingerichtet. Hat funktioniert und es werden mir auch die vollen rund 890GB angezeigt. Super!

Ich denke, mehr brauche ich im Moment nicht.

Vielen Danke Euch Beiden!!
 
Ich denke, mehr brauche ich im Moment nicht.
Super, freut mich, dass wir dir helfen konnten.

Kannst du vielleicht noch den Thread auf "Solved" setzen? Dafür einfach beim Editieren des Threads 'Solved' vor dem Subject wählen.

Danke!
 
Hallo,

ich hab mich über diese Lösung gefreut, leider habe ich nach

lvcreate -n data -l100%FREE pbs

"nur" 16GB von ~1TB kreiert bekommen was den /data Ordner sehr schnell volllaufen lässt.
Nun meine Frage, wie kann ich die /data resizen, damit tatsächlich 100%FREE benutzt werden kann? Danke v!

Bash:
root@pbs:~# lsblk
NAME         MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINTS
nvme0n1      259:0    0 953.9G  0 disk
├─nvme0n1p1  259:1    0  1007K  0 part
├─nvme0n1p2  259:2    0     1G  0 part /boot/efi
└─nvme0n1p3  259:3    0 952.9G  0 part
  ├─pbs-swap 253:0    0     8G  0 lvm  [SWAP]
  ├─pbs-root 253:1    0 928.9G  0 lvm  /
  └─pbs-data 253:2    0    16G  0 lvm  /data
 
Müsstest du erst einmal das root LV kleiner bekommen. Wenn das root LV 928GB benutzt hast du natürlich nichts mehr für das data LV über.
 
puh ja hast recht, ist nicht ganz einfach, hab nicht wirklich rausbekommen wie ich "on-line" /dev/pbs/root shrinken kann

vermutlich dann nur über Live-CD?
 
Ja und shrinken hat immer das Risiko von Datenverlust. Müsstest du per Live CD erst einmal das ext4 verkleinern, dann das LV.
Ich weiß nicht wie das bei PBS ist, aber bei PVE könntest du beim Installer unter "Advanced" einstellen, wie groß dein root LV erstellt werden und wieviel Platz frei bleiben sollen.
 
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Das lief heute einwandfrei --->1. LiveCD gestartet 2. an dieser Quelle orientiert 3. root shrinking erfolgreich.

root@pbs:~# lsblk NAME MAJ:MIN RM SIZE RO TYPE MOUNTPOINTS nvme0n1 259:0 0 953.9G 0 disk ├─nvme0n1p1 259:1 0 1007K 0 part ├─nvme0n1p2 259:2 0 1G 0 part /boot/efi └─nvme0n1p3 259:3 0 952.9G 0 part ├─pbs-swap 253:0 0 8G 0 lvm [SWAP] ├─pbs-root 253:1 0 25G 0 lvm / └─pbs-data 253:2 0 919.9G 0 lvm /data

Danke!
 

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