Offsite Backup Wo?

gerhau

New Member
Jul 29, 2024
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Hallo,
ich habe für ein Offsite Backup momentan einen 1blu StorageServer S2 mit 2TB Speicher gebucht. Da wurde eine Preiserhöhung auf 19,99 €/Monat angekündigt. Das ist mir zu teuer. Gibt es da günstige Alternativen?
Momentan ist der Backup Storage bei 1blu nur mit 1.16 TB belegt. Also etwas weniger als 2 TB würden auch gehen, sonst gerne auch 2 TB. Es sollen inkrementelle Backups mit PBS möglich sein.
Welche Anbieter mit einem Sitz in der EU sind empfehlenswert und günstig?

Danke!
 
Da wird dir zu Recht keiner helfen können.
Ich empfehle eine amtliche Google-Suche nach günstigeren Anbietern. 2TB für mtl. 20€ klingt auch nicht extrem sportlich.
 
Schau dir mal die Hetzner Storage Boxen an. https://www.hetzner.com/de/storage/storage-box/, Standort DE/FI. Kannst du per SSH als PBS Datastore anbinden, inkrementelle Backups gehen damit problemlos. Ist quasi der Klassiker für PBS Offsite.
 
Schau dir mal die Hetzner Storage Boxen an. https://www.hetzner.com/de/storage/storage-box/, Standort DE/FI. Kannst du per SSH als PBS Datastore anbinden, inkrementelle Backups gehen damit problemlos. Ist quasi der Klassiker für PBS Offsite.
Hallo,
worüber sollte die Storage Box in PBS eingebunden werden? CIFS oder SSHFS? Hast du irgendwo eine Anleitung? und hier wird gesagt, dass inkrementelle nicht funktionieren: https://www.youtube.com/watch?v=27mRYO3_GLI&t=4m33s

Wie sieht das mit verschlüsselten Backups aus? Wie können die umgesetzt werden?
 
Schau dir mal die Hetzner Storage Boxen an. https://www.hetzner.com/de/storage/storage-box/, Standort DE/FI. Kannst du per SSH als PBS Datastore anbinden, inkrementelle Backups gehen damit problemlos. Ist quasi der Klassiker für PBS Offsite.
Dieser Empfehlung würde ich klar widersprechen: Netzwerkstorage ist schon im lokalen Netzwerk nicht optimal (siehe https://forum.proxmox.com/threads/datastore-performance-tester-for-pbs.148694/ ) über eine vergleichsweise lahme WAN-Verbindung wird das nicht besser. Dazu kommt, dass die storageboxen durch HDDs mit ZFS-Raidz implementiert werden, die PBS-Dokumentation empfiehlt ja aus guten Grund als Speichermedium lokale SSDs zu nutzen und für die offsite-Replikation dann einen offsite-PBS oder den neuen S3-Support.

Der OP hat folgende Optionen:
  • vserver oder dedicated Server mit PBS nehmen, geht halt bei größeren Datenmengen sehr ins Geld
  • Einen managed PBS Dienst wie von tuxis.nl, inett oder cloud-pbs. Ist auch nicht günstiger (gängig sind 0,02 € pro GB bzw. 20€ pro TB), aber man muss sich dann nicht mehr selbst um die Administration kümmern
  • Bei einen Freund oder Familienmitglied einen eigenen PBS aufstellen und per tailscale/wireguard o.ä. mit dem lokalen Netz verbinden. Das ist sehr kosteneffizient (nur einmalige Anschaffungskosten) man hat dann aber halt die üblichen (lahmen) Uploadgeschwindigkeiten des digitalen Entwicklungslands Deutschland (außer beide Seiten haben schon Glasfaser)
Da ich vor dem gleichen Problem stand (ich wollte ein offsite-Backup ohne das Gefrickel über abenteuerlich eingebundene Storageboxen, aber kein Budget um die nötigen Storage-Mengen auf einen vserver zu mieten), habe ich mich für eine Trennung entschieden:
- Ich habe eine NAS, auf der alle größeren Datenmengen gespeichert werden und den jeweiligen Anwendungen diese Daten als Netzwerkfreigaben zur Verfügung stellt. Deren Backup erfolgt durch ein klassisches Backupprogramm (in meinen Fall restic, borg, rsnapshot oder jedes andere was mit ssh oder rclone klar kommt tut es auch) auf meinen Backupserver und die Storagebox. Auf gleiche Weise sichere ich den Datenbestand auf meinen Notebook (darunter meine Notizen wie ich Sachen eingerichtet habe (wichtig!))
- Diese Netzwerkfreigaben werden in den lxc-Containern bzw. VMs eingebunden und dort somit nicht gesichert
- In den VMs und Containern habe ich üblicherweise eine virtuelle Platte für das Betriebssystem, Anwendungen und Konfiguration, je nach Usecase auch in mehrere geteilt. Falls eine VM temporäre Daten produziert, landen diese auf eigenen virtuellen Platten, die vom Backup exkludiert wurden (die Daten werden ständig neu erzeugt, die brauche ich nicht sichern). Die wichtigen Daten (Betriebssystem-, Anwendungen und Konfigs) werden dagegen in meinen lokalen PBS gesichert und umfassen vergleichsweise wenig Daten (im Vergleich zum Kram auf meinen NAS und Notebook).
- Für das offsite-Backup habe ich mir bei netcup einen günstigen vserver samt extra storage gemietet, der sich regelmäßig die Backups von meinen lokalen PBS per pull-sync zieht.
- Das Host-Backup meiner ProxmoxVE-Knoten erfolgt ebenfalls mit restic zum lokalen Backupserver und zur storagebox, da ich gerne meine Knotenkonfiguration auch ohne laufenden PBS wieder herstellen können möchte.
- Zusätzlich werden einmal im Monat alle vms und lxcs über die normale Backupfunktion als vma-Archive gespeichert und diese anschließend auf die storagebox kopiert. Einen Monat verlieren wäre ärgerlich aber nicht so ärgerlich wie gar kein restore ;)

Das Setup ist (da ich mehrere Backuplösungen je nach Datenmengen und usecase verwende) relativ kompliziert, aber eben auch relativ kosteneffizient, da die Storagebox für größere Datenmengen unschlagbar günstig ist, ich aber trotz die VM- und lxc-Setups noch in einen lokalen und remote PBS habe und daraus schnell wieder herstellen kann.

Ich bin aber am überlegen, ob ich nicht noch zusätzlich mir S3-Speicher bei backblaze als weiteren Speicherort dazuzunehmen. Kostet natürlich zusätzlich Geld (darum habe ich das auch noch nicht gemacht ;), aber damit hätte ich eine weitere Absicherung, falls mir mein remote PBS oder die storagebox flöten gehen.

Und danke für den Tipp zu den 1blue Storageservern, die sehen für mich nach einen sehr guten Deal aus, falls mir das Gehampel mit den verschiedenen Anbietern zu blöd wird ;)
Ich finde die Preise auf https://www.1blu.de/server/storageserver/ dafür, dass im Hintergrund Leute diese Infrastruktur ja irgendwie am Leben halten müssen, erstaunlich günstig.
 
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