Hintergrund / Use-Case:
Ein Kunde von mir möchte migrieren: von VMware + Veeam auf Proxmox VE + PBS und sucht nach einer sinnvollen Lösung für das Offline-Backup. Täglich soll via Copy-Job auf USB 9TB an Fullbacks transferiert werden, sodass auf dem USB-Datenträger ein vollwertiger Full-Zustand aller 40 VMs vorliegt. Der bisherige Veeam-Workflow war:
Der entscheidende Vorteil unter Veeam war, dass der USB-Sync nur fertige Repository-Dateien kopiert hat – kein erneuter VM-Zugriff, keine Locks, vollständig parallel zum nächsten Backup-Job.
Problem mit PBS Removable Datastore:
Die gemessene Schreibgeschwindigkeit beim PBS Sync Job auf USB-HDD liegt bei ~4 MB/s (1 GB / 4 Minuten). Für 9 TB wären das rechnerisch ~26 Tage – vollkommen unpraktikabel.
Die Ursache ist klar: PBS schreibt ~4 MB Chunk-Dateien auf die USB-HDD. USB-HDDs sind für sequenziellen Schrieb ausgelegt (~120–150 MB/s), nicht für tausende von Einzel-Writes mit open/write/close pro Chunk.
Die verfügbaren Sync-Job-Optionen (--group-filter, --transfer-last 1, run-on-mount) adressieren das Problem nicht, da sie das Chunk-Format nicht verändern.
Warum VZDUMP keine Option ist:
VZDUMP würde zwar große sequenzielle VMA-Dateien schreiben (USB-freundlich), setzt aber pro VM einen Lock. Da der USB-VZDUMP-Job von 07:00 bis 06:00 des nächsten Tages laufen würde, blockiert er den regulären PBS-Backup-Job um 19:00 Uhr für alle VMs, die noch nicht fertig sind. Unter Veeam war dieses Problem nicht vorhanden, weil Veeam beim USB-Sync nie nochmal auf die VMs zugegriffen hat.
Mögliche Ideen - bisherige Evaluation:
Meine Fragen an die Community:
Über Erfahrungsberichte und Einschätzungen würde ich mich sehr freuen – insbesondere ob es einen Ansatz gibt, der den Veeam-Workflow (fertige Daten kopieren, kein VM-Zugriff, 22 Stunden Laufzeit, paralleler Betrieb) annähernd nachbildet. Eventuell bedeutet das für meinen Kunden, dass er letztendlich auf diesen Ansatz mit: ich stecke jeden Tag eine USB-Platte an und hab dort ein Full darauf, verzichten muss.
Edit: Abgelehnte Vorschläge seitens des Kundens:
Ein Kunde von mir möchte migrieren: von VMware + Veeam auf Proxmox VE + PBS und sucht nach einer sinnvollen Lösung für das Offline-Backup. Täglich soll via Copy-Job auf USB 9TB an Fullbacks transferiert werden, sodass auf dem USB-Datenträger ein vollwertiger Full-Zustand aller 40 VMs vorliegt. Der bisherige Veeam-Workflow war:
- 19:00 Uhr: Regulärer Backup-Job (inkrementell, läuft bis ca. 02:00 Uhr)
- 07:00 Uhr: USB-Festplatte einstecken → Veeam kopiert fertige Backup-Dateien auf USB
- Laufzeit: 07:00 bis 06:00 nächster Tag (22 Stunden)
- Gesamtdatenmenge: ~9 TB, 40 VMs
- PBS-Storage: 4x HDD im RAID10 (2x RAID1 vdevs)
Der entscheidende Vorteil unter Veeam war, dass der USB-Sync nur fertige Repository-Dateien kopiert hat – kein erneuter VM-Zugriff, keine Locks, vollständig parallel zum nächsten Backup-Job.
Problem mit PBS Removable Datastore:
Die gemessene Schreibgeschwindigkeit beim PBS Sync Job auf USB-HDD liegt bei ~4 MB/s (1 GB / 4 Minuten). Für 9 TB wären das rechnerisch ~26 Tage – vollkommen unpraktikabel.
Die Ursache ist klar: PBS schreibt ~4 MB Chunk-Dateien auf die USB-HDD. USB-HDDs sind für sequenziellen Schrieb ausgelegt (~120–150 MB/s), nicht für tausende von Einzel-Writes mit open/write/close pro Chunk.
Die verfügbaren Sync-Job-Optionen (--group-filter, --transfer-last 1, run-on-mount) adressieren das Problem nicht, da sie das Chunk-Format nicht verändern.
Warum VZDUMP keine Option ist:
VZDUMP würde zwar große sequenzielle VMA-Dateien schreiben (USB-freundlich), setzt aber pro VM einen Lock. Da der USB-VZDUMP-Job von 07:00 bis 06:00 des nächsten Tages laufen würde, blockiert er den regulären PBS-Backup-Job um 19:00 Uhr für alle VMs, die noch nicht fertig sind. Unter Veeam war dieses Problem nicht vorhanden, weil Veeam beim USB-Sync nie nochmal auf die VMs zugegriffen hat.
Mögliche Ideen - bisherige Evaluation:
- PBS Removable Datastore (Sync Job): Zu langsam durch Chunk-IOPS-Problem
- VZDUMP auf USB: VM-Lock-Konflikt mit PBS-Job um 19:00 Uhr
- Zweiter PBS Offsite: Sauberste Lösung aber kein Medienbruch und kein komplettes Offline-Backup (auch wenn Pull-Jobs natürlich super sind)
Meine Fragen an die Community:
- Wie löst ihr Offline-Backups bei größeren Datenmengen (5–10 TB+) mit PBS?
- Gibt es Tricks oder Konfigurationen beim PBS Sync auf USB, die ich übersehen haben?
- Ist ein zweiter PBS Offsite bei euch die Standardlösung für den "Offline-Copy"-Anwendungsfall, der früher durch Veeam Backup Copy Jobs abgedeckt wurde?
Über Erfahrungsberichte und Einschätzungen würde ich mich sehr freuen – insbesondere ob es einen Ansatz gibt, der den Veeam-Workflow (fertige Daten kopieren, kein VM-Zugriff, 22 Stunden Laufzeit, paralleler Betrieb) annähernd nachbildet. Eventuell bedeutet das für meinen Kunden, dass er letztendlich auf diesen Ansatz mit: ich stecke jeden Tag eine USB-Platte an und hab dort ein Full darauf, verzichten muss.
Edit: Abgelehnte Vorschläge seitens des Kundens:
- Flash als Offline-Medium (zu hohe Kosten)
- Tape (zu hohe Kosten, nicht vorhanden)
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