[SOLVED] Netzwerkverbindung von Gastsystem (Debian 11) unterbricht nach Abmeldung in Konsole

Dec 25, 2025
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Hallo Zusammen,

ich habe mit einer Debian 11 VM nach einer Migration von ESXi 7.0 das Problem, dass die Netzwerkverbindung nach außen nur möglich ist, solange ich über die Konsole mit einem User angemeldet bin. Sobald ich mich abmelde ist die VM per Netzwerk nicht mehr erreichbar. Ich habe schon verschiedene Netzwerkschnittstellen versucht. Qemu-Guest-Tools habe ich auch schon installiert - die Daten kommen auch an.

Hat jemand eine Idee woran das liegen könnte? Ich vermute es liegt am Gast ...
 
Was ist ein "Gast" ?
und wie sieht genau die Netzwerkeinstellung aus?
Interface, host switch, ip bereich und ip routing.
Über die Konsole ist man nicht per SSH verbunden i guess.
 
Hi News, ja es geht erst mal primär um den Umzug von ESXi zu Proxmox. Sobald das erledigt ist, kann ich mich um die VMs selbst kümmern.
Gast = VM.
Netzwerkadapter sind aktuell auf VirtIO eingestellt und gehen wie alle anderen funktionierenden VMs auf die BR0. Bei anderen VMs tritt das Problem nicht auf.
Mir ist bewusst, dass über die Konsole keine Netzwerkverbindung zur VM erstellt wird - jedoch die Netzwerkverbindung nur aktiv ist, wenn ich mich über diese mit einem beliebigen User anmelde...
Wenn ich diese VM über einen anderen PC im Netzwerk pinge, bekomme ich auch nur für die angemeldete Zeit eine Rückmeldung - sobald ich den User in der Konsole per exit abmelde ist die VM von außen nicht mehr erreichbar.
 
Was ist mit "BR0" gemeint?
Ok so etwas sehe ich auch bei einer Linux-installation mit Desktop, dort wird der SSH Dienst nur mit der Anmedung gestartet.

Ich würde mir mal die systemctl status --failed ansehen.
So wie im Speziellen:
systemctl status ssh.service
und
systemctl status ssh.socket
 
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Also : Die VM hat auf Hostseite (Proxmox) 2 Netzwerkkarten die beiden auf die vmbr0 gehen. Die Eine geht in ein anderes VLAN als die zweite. Beide Netzwerkschnittstellen sind als virtio Adapter in Proxmox konfiguriert - ich hatte hier auch testweise andere ausprobiert.
Es geht mir momentan nicht um einzelne Dienste, sondern um die Netzwerkverbindung an sich. Alle auf der VM laufenden Dienste sind von außen nur erreichbar, so lange ich mich lokal - also hier über die Konsole - mit einem beliebigen Benutzer angemeldet habe. Sobald ich diesen auslogge ist die Verbindung nach draußen wieder weg.
Die IP Adressen - in der VM werden per DHCP korrekt bezogen. lspci gibt die Geräte als Virtio network device aus.
Für mich sieht das nach einem Dienst aus, der abhängig von dem login die Netzwerkverbindung abtrennt. Ich weiß nur nicht, wo ich dazu am besten suchen kann, nachdem ja nach dem login alles geht.
Das komische daran - unter ESXi läuft alles normal
 
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Das war genau der korrekte Hinweis. Tatsächlich lag es am X-Windows System - das nicht im Vordergrund lief. Nach dem Uprgrade auf Debian 12 wurde dies über die Konsole auch angezeigt.
Auch hier ist das gleiche Verhalten - so lange kein User angemeldet ist -> kein Netzwerkzugang von extern.
Frage dazu: Wie kann ich dieses Verhalten unterbinden?
 
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Das ist wahrscheinlich NetworkManager, der das Interface nur aktiviert, wenn jemand eingeloggt ist. Typisches Ding bei VMs, die von ESXi rübermigriert werden.

Check mal ob NM läuft mit systemctl status NetworkManager. Wenn ja, am einfachsten auf klassisches ifupdown umstellen: trag das Interface in /etc/network/interfaces ein, schalte NM mit systemctl disable --now NetworkManager aus und starte das Netzwerk mit systemctl restart networking neu. Dann bleibt die Verbindung auch ohne Login stehen.
 
Stimmt, hatte ich jetzt auch gesehen - danke für euren Input, konnte nachdem ich den NetworkManager deaktiviert hatte und die Config manuell aufgesetzt hab das Problem lösen! Vielen Dank hier an die Runde!
 
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Die VM hat auf Hostseite (Proxmox) 2 Netzwerkkarten die beiden auf die vmbr0 gehen. Die Eine geht in ein anderes VLAN als die zweite.
Damit machst du einen Kurzschluss zwischen den beiden Netzen. Das führt oft zu "interessanten" Effekten... und eliminiert die vermutlich gewünschte Trennung.
 
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Das ist wahrscheinlich NetworkManager, der das Interface nur aktiviert, wenn jemand eingeloggt ist. Typisches Ding bei VMs, die von ESXi rübermigriert werden.

Check mal ob NM läuft mit systemctl status NetworkManager. Wenn ja, am einfachsten auf klassisches ifupdown umstellen: trag das Interface in /etc/network/interfaces ein, schalte NM mit systemctl disable --now NetworkManager aus und starte das Netzwerk mit systemctl restart networking neu. Dann bleibt die Verbindung auch ohne Login stehen.
Den effekt hatte ich schon mal auf einer bare metall installation von ubuntu nach einem release upgrade, ohne das x-system überhaupt jemals auf dem Server manuell installiert zu haben. Da auf dem Server kein X benötigt wurde, habe ich damals einfach den start der GUI deaktivert, das ging effektiv am schnellsten.
 
Damit machst du einen Kurzschluss zwischen den beiden Netzen. Das führt oft zu "interessanten" Effekten... und eliminiert die vermutlich gewünschte Trennung.
Naja, aber das eine Netz wird doch nicht zum anderen durchgeroutet? Also Wenn Netz A - Clients haben mit VLAN1 und über die 2. Netzwerkkarte über VLAN2 ein internes Netz angesprochen werden soll.. und zwar von genau dieser VM. Wie wäre denn deiner Meinung nach die korrekte Auftrennung möglich?