Consumer SSDs wearout

Vengance

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May 21, 2016
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Hallo,

Ich möchte einen kleinen Homeserver auf Basis von Proxmox mit ZFS aufbauen.
Primär soll FreeNAS in einer KVM VM, sowie ein/zwei weitere kleinere Debian KVMs betrieben werden.

Da die Anforderungen und das geplante Budget eher gering sind, wird es wohl auf Consumer SSDs rauslaufen.

Prinzipiell würden zwei 120GB SSDs im ZFS RAID 1 ausreichen, nur die Frage wegen dem Wearout.
Das billigste wären wohl zwei Crucial BX500 120GB SSDs.

Als Datastore werden zwei Seagate IronWolf 4TB Platten genutzt.

Ich habe in einem Thread einige Anpassungen gefunden, welche wohl etwas helfen sollen.
Hat hier jemand Erfahrungen, wie sich Consumer SSDs letztendlich im Alltag schlagen, insbesondere was die Haltbarkeit angeht?


Grüße
Ian
 

H4R0

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Apr 5, 2020
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Die Einstellung auf die du hinaus willst ist wahrscheinlich "zfs_txg_timeout". Du solltest die Einstellung auf keinen Fall ohne USV setzen, ansonsten droht Datenverlust bei Strom Ausfall !

ZFS fragmentiert bei Proxmox sehr stark, nach 3 Monaten war mein proxmox test lab bereits bei 65%. Das hatte ich mit anderen Systemen so noch nicht. Hat aber mit SSD/HDD jetzt nichts zu tun. Liegt wahrscheinlich am exzessiven proxmox logging.

Bei SSD's mit gleichen Modell ist die gleichzeitige Ausfall Wahrscheinlichkeit zudem sehr hoch, am besten nimmst du 2 verschiedene Hersteller um auf Nummer sicher zu gehen. Oder besser misch alte und neue Festplatten. Du musst nur darauf achten das die Specs einigermaßen gleich sind.

Ansonsten spricht nichts dagegen, ich habe bisher noch keine Consumer SSD gehabt die ausgefallen ist, und habe mittlerweile über 20 Stück ( Nicht alle im Server Einsatz und wenn dann nur im Raid ). Die älteste ist von 2012. Ich tausche jedoch generell nach 3-4 Jahren Laufzeit Festplatten im Server aus. Geschwindigkeit und IOPS stimmen auch nach längerer Verwendung noch.

Du solltest wissen, dass Proxmox sehr viel schreibt 50gb am tag sind nicht wenig, hinzu kommen dann noch die VM's. Zudem wird alle 2 Wochen ein Scrub durchgeführt, welcher die Festplatten auch sehr belasten kann. Ein Monitoring der Smart Werte und eine gute Backup Strategie ( Wichtig: Restores regelmäßig testen ) sind unabdingbar.

Ansonsten bist du auch bei Consumer SSD's mit der TBW bei >5 Jahren Laufzeit.

Bitte beachte, dass das ganze für nicht kritische Heimanwendungen ist, im Professionellen bereich sieht das ganze dann anders aus.

Das ganze beruht auf meiner Erfahrung, andere Personen haben wahrscheinlich andere Meinungen. Zu gebrauchten festplatten würde ich persönlich niemals greifen, dann lieber günstige Consumer SSD's oder einmal in Enterprise Hardware investiert und ruhe haben.

Crucial wäre auch nicht meine Wahl, ich habe nur Samsung Evo/Pro und Sandisk Ultra im Einsatz. Aber darüber kann man sich streiten..
 
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LnxBil

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Feb 21, 2015
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Erstmal "das was H4R0" sagt, mit einer Ausnahme:

Das ganze beruht auf meiner Erfahrung, andere Personen haben wahrscheinlich andere Meinungen. Zu gebrauchten festplatten würde ich persönlich niemals greifen, dann lieber günstige Consumer SSD's oder einmal in Enterprise Hardware investiert und ruhe haben.
Ich habe schon öfters gebrauchte Enterprise SSDs (in nicht mehr haushaltsüblichen Mengen) gekauft und war bisher immer gut damit unterwegs. Gerade letztens 240 GB Samsung PM863 gebraucht für 40 Euro das Stück. Beide über 95% Wearout übrig, bzw. nur wenige TBW.
 

lenny30

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May 26, 2020
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In meinem Heimserver läuft auch eine "billige" SSD.
Aber auch da unterscheiden sich häufig die TBW Werte und auch der verwendete Speichertyp.
Bisschen die Datasheets lesen und das bessere raussuchen.
Ansonsten halten SSDs eben nicht ewig, kann man aber mit leben denk ich. Gerade im Homeuse.
Zudem ist es mit einem Backup im Notfall doch schnell wieder neuinstalliert.

Aber zum Logging, das wusste ich auch noch nicht. Kann man das etwas eindämmen?
 

LnxBil

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Feb 21, 2015
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Aber zum Logging, das wusste ich auch noch nicht. Kann man das etwas eindämmen?
Es ist weniger das Logging, mehr die interne Datenbank von PVE, die über Fuse nach /etc/pve gemountet wird und die Performancedaten in RRD, die zu jedem Host und jeder VM/CT angelegt werden. Das alles erzeugt einiges an Schreiblast und wenn man dann Write Amplification auf der SSD hat wird eben enorm viel geschrieben. Das ist schon doof, aber so ist dann halt.

Eindämmen kann man es in dem man auf die Graphen verzichtet, aber wer will das schon.
 

pakuzaz

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Apr 27, 2020
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Hi ich kann dir 400GB SSD für 50€ Anbeiten wenn du möchtest.

Löse gerade mein Cluster inkl. Hardware auf.
 

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