RAID5 und XFS im Cluster mixen?

oelk

Member
Feb 15, 2023
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Hallo Gemeinde,
unsere bisherigen Nodes waren Intel-Maschinen mit 500GB RAID1 zum booten und 20TB RAID5 (4xHDD) für die VMs.
Jetzt liefert der Anbieter eine Maschine mit einem Broadcom MegaRAID 9550-8i, der kann nur RAID 0,1,10 und
teilt uns auf Anfrage mit, das RAID5 outdated wäre und wir ZFS machen sollten.
Abgesehen davon, das wir keine Erfahrung mit ZFS haben, kann man das im Cluster mischen, was passiert da beim verschieben von VMs?

MfG
 
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Hallo,

naja grundsätzlich sollte man ZFS und HW-Raid nicht mischen. Ich unterstelle jetzt mal dass das 500GB RAID1 zwei SSDs auf einen eigenen Controller für die boot-Disc ist? Das kann dann dann so bleiben. Beim HW-Controller muss man jetzt abwägen: HW-Raid (insbesondere wenn man das in RAID10 schaltet) ist performanter als zfs, weil es dann (sofern vorhanden) den Battery-Cache mitnutzen kann. ZFS dagegen ist deutlich flexibler und hat andere nette Features (siehe: https://forum.proxmox.com/threads/f...y-a-few-disks-should-i-use-zfs-at-all.160037/ ) , die ein HW-Raid normalerweise NICHT hat, aber dafür leider keine Beschleunigung durch den Battery-Cache (außer man achtet auf bestimmte Feinheiten, @Falk R. weiß (anders als ich) näheres aus der Praxis zu berichten). Dafür kann man bei zfs ssds als special- und logdevice dazuschalten und damit den Zugriff beschleunigen.
Was aber so oder so eher schlecht performt: HDDs als VM-Storage nutzen, das ist einfach generell eine recht lahme Angelegenheit und RAIDZ macht das noch mal deutlich langsamer: https://forum.proxmox.com/threads/fabu-can-i-use-zfs-raidz-for-my-vms.159923/ Wofür HDDs dagegen natürlich voll klar gehen, um große Datenmengen vorzuhalten, wo es nicht so sehr auf IOPS und Performance ankommt.
Pick your poison :)
Schöne Grüße, Johannes.
 
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Mischen kannst du das problemlos, Storage ist im Cluster ja pro Node definiert. Was du halt nicht kriegst ist gemeinsamer Storage: egal ob XFS-Directory oder ZFS, lokal bleibt lokal, und beim Verschieben wird jedes Mal die komplette Disk über die Leitung kopiert. Wenn dabei noch von qcow2 auf ein zvol umgewandelt wird, ist das extra langsam. Live geht mit qm migrate <vmid> <node> --online --with-local-disks, aber wirklich schnell wird es so nicht.

Was beim Mischen komplett flachfällt ist die ZFS-Replikation (pvesr), die geht nur ZFS auf ZFS. Wenn ihr irgendwann HA haben wollt, würd ich eher alle Nodes nach und nach auf ZFS ziehen statt dauerhaft zu mischen.

Der 9550 muss in den JBOD/HBA-Modus, ZFS will die Platten direkt sehen und kein RAID-Volume drunter. Bei 4 HDDs würd ich zwei gespiegelte vdevs nehmen statt RAIDZ1 – das hat deutlich bessere IOPS. Und ARC-Limit setzen, sonst frisst der Cache den RAM, den du für die Gäste brauchst.

Was ist bei euch der XFS-Storage genau, Directory mit qcow2 oder LVM drunter?
 
mit 500GB RAID1 zum booten und 20TB RAID5 (4xHDD)
Damit würde ich:
  • bei der PVE-Installation nur auf das Blech installieren, und zwar auf zwei Spiegel, fka "Raid10". Am Ende ist jede dieser vier Platten bootfähig.
  • später, wenn alles läuft, die beiden kleineren Platten (SSD?) als "Special Device" hinzufügen. Dies beschleunigt den Metadatenzugriff für den gesamten Pool drastisch.
Dieses Konzept wurde schon mehrfach erläutert; es gibt weitere Aspekte wie "special_small_blocks"...

Disclaimer: es gibt durchaus mehrere unterschiedliche Methoden - ich rede hier (natürlich!) nur für mich :-)
 
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Hallo Gemeinde,
unsere bisherigen Nodes waren Intel-Maschinen mit 500GB RAID1 zum booten und 20TB RAID5 (4xHDD) für die VMs.
Jetzt liefert der Anbieter eine Maschine mit einem Broadcom MegaRAID 9550-8i, der kann nur RAID 0,1,10 und
teilt uns auf Anfrage mit, das RAID5 outdated wäre und wir ZFS machen sollten.
Abgesehen davon, das wir keine Erfahrung mit ZFS haben, kann man das im Cluster mischen, was passiert da beim verschieben von VMs?

MfG
Den 9550-8i habe ich nirgends gefunden, nur den 9540-8i - ab dem 9560-8i geht Raid 5/6/10/50/60, wird aktuell auch noch angeboten.
Wenn ich das aber richtig sehe, sind die neusten Generationen doch die 96xx Reihe.

Also das RAID5 outdated ist, wäre mir jetzt neu.
Würde man auf dem "neuen" Server ESXi installieren wollen, hätte man die Option "ZFS" nicht einmal und wäre gekniffen.
Die bisherigen Nodes passen da "klassisch" auch in des ESXI Design mit den Datastores.
https://www.thomas-krenn.com/de/wiki/ZFS_dRAID_Grundlagen_und_Einrichtung

Wenn man beim gleichen Aufbau bleiben möchte, bleibt nur der Einsatz es "besseren" RAID Controllers.
Wie schaut es den mit der angedachten neuen Plattenbestückung aus - NVME / SSD / HDD?
 
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@ThoSo hat recht, den 9550-8i gibt es so nicht. @oelk, lass auf der Kiste mal storcli64 /c0 show laufen, dann steht der echte Typ drin. Das ist wichtig: 9500 ist ein reiner HBA (ideal für ZFS), 9540 kann 0/1/10, und erst ab 9560 gibt es RAID5/6 mit Cache. Genauso wichtig ist, ob das Ding echten JBOD/Passthrough kann oder nur RAID0 simuliert. Für ZFS ist das ein großer Unterschied, weil SMART und Fehler sonst nicht korrekt durchkommen.

Bei "RAID5 ist outdated": so pauschal nicht, aber bei Platten in der Größenordnung dauert ein Rebuild Tage, bis dahin ist das Risiko zu hoch. Das ist das eigentliche Problem.

Der Special-Device-Vorschlag von @UdoB ist gut, nur müssen die SSDs dafür gespiegelt sein und PLP haben. Wenn das Special Device weg ist, ist auch der Pool weg, da liegen die Metadaten drin. Consumer-SSDs würde ich da nicht riskieren.
 
nur müssen die SSDs dafür gespiegelt sein und PLP haben.
Ja, Spiegel sind essentiell! Und PLP ist wertvoll. PLP verhindert nicht nur Datenverlust, sondern erhöht auch die Performance drastisch. (Nachtrag: ... und die Lebensdauer...) Ja, ich weiß, dass du das weißt. ;-)

Ich würde allerdings das "müssen" in "sollten dringend" herabstufen. Die Blechplatten, auf denen die Metadaten sonst landen würden, haben ja auch kein PLP!

Oder anders formuliert: ohne PLP droht Datenverlust - und zwar genau soviel, wie ohne Special Device. Ich würde daher SSDs ohne PLP dem weglassen derselben vorziehen.

Disclaimer: ich bin kein ZFS Spezialist - ich lasse mich gerne eines besseren belehren...
 
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Bei "RAID5 ist outdated": so pauschal nicht, aber bei Platten in der Größenordnung dauert ein Rebuild Tage, bis dahin ist das Risiko zu hoch. Das ist das eigentliche Problem.
unsere bisherigen Nodes waren Intel-Maschinen mit 500GB RAID1 zum booten und 20TB RAID5 (4xHDD) für die VMs.
@Bu66as - 20TB RAID5 (4xHDD) - da ist jetzt die Frage, ob die einzelnen Platten je 20TB haben (dann wäre ich bei Dir), oder ob das das gesamte Raid-System ist (Bsp: mit 6x 4TB).
Ich habe bei einem Kunden noch ein sehr altes NAS laufen mit 8x4TB Platten im RAID6 - ein Rebuild des Volumens dauert etwa 1-1/2 Tage - ist aber auch nur für Backup's - also sonst kein Workload.
Der es sich dabei nur um die "bisherigen" Maschinen geht , wissen wir auch nichts zum Neuen System da der TE hierzu noch nicht gepostet hat.
 
Fair, "müssen" war zu hart, "sollte man dringend" trifft es besser. Auf einem Special Device landen die Metadaten und je nach special_small_blocks auch noch die kleinen Blöcke, also viele kleine synchrone Writes. Ohne PLP muss die SSD jedes sync-Write bis in die Zellen durchschreiben, das kostet Latenz und kostet Haltbarkeit. Ich hatte mal einen Kunden, da waren die billigen Dinger nach gut einem Jahr kaputt. Mit Spiegel und Wearout im Monitoring ist das trotzdem besser als gar kein Special Device, da stimme ich dir zu.

Ein Punkt noch: Solange der Pool nur Mirrors hat und kein RAIDZ, kann man das Special Device notfalls per zpool remove wieder rausnehmen. Das ist also kein endgültiger Schritt, macht die Entscheidung leichter.

@ThoSo guter Punkt, bei 20TB netto aus 4 Platten sind das ja etwa 6-7TB pro Stück, dann ist der Rebuild eher Stunden als Tage. @oelk, was sind denn konkret die Platten, und was sagt storcli64 /c0 show zum Controller?
 
Hallo Gemeinde,
unsere bisherigen Nodes waren Intel-Maschinen mit 500GB RAID1 zum booten und 20TB RAID5 (4xHDD) für die VMs.
Jetzt liefert der Anbieter eine Maschine mit einem Broadcom MegaRAID 9550-8i, der kann nur RAID 0,1,10 und
teilt uns auf Anfrage mit, das RAID5 outdated wäre und wir ZFS machen sollten.
Abgesehen davon, das wir keine Erfahrung mit ZFS haben, kann man das im Cluster mischen, was passiert da beim verschieben von VMs?

MfG
Ich würde mal den Lieferanten hinterfragen. Der Controller kann natürlich RAID5, aber dazu müsste man BBWC Cache verbauen. Wenn man den ohne Cache benutzt, geht nur RAID 1/0/10.
Bei langsamen HDDs bin ich immer ein Freund von HW RAID mit BBWC.
 
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Entschuldigt die verspätete Antwort.

Das Gerät wird laut Webseite so verkauft:

Terra Server 5230A G5 BTO Konfiguration
Supermicro H13SSL-NT-B
AMD Epyc Turin 9555P 64Cores/128Threads
Broadcom MegaRAID 9560-8i

Bekommen haben wir das mit:
4x 64GB DDR5 PC5600 Samsung
2x SSD 480Gb Samsung PM893
4x SSD 7,68TB Samsung PM893
Broadcom MegaRAID 9550

Auf dem 9550 sind nur die beiden 'kleinen' SSD angeschlossen als RAID1, die vier 'großen' hängen am Mainboard.
Ich werde morgen die zweite Kiste aufmachen und das Gehäuse öffnen.

Der Kollege hat mal versucht Proxmox zu installieren, ja, ok, aber die 4 großen als einen Speicherplatz Software-RAID (RAID-Z1) haben wir noch nicht hinbekommen.
Und ja, die Maschine soll in einen Cluster aufgenommen werden, in dem Intel-Server mit 9560-8i als RAID 5 laufen.
Die VMs sind jeweils auf den lokalen RAID5 und werden auch schon mal auf andere Knoten im Cluster verschoben.

Der Verkäufer (Wo***ann) hat wohl gemeint, sie hätten das ausprobiert und in ihren Rechnzentren laufen.
Kann ich nicht nachschauen, ich war nicht drin.

Und dann finde ich da so Artikel 'Die schlimmsten Fehler im Umgang mit Proxmox VE und ZFS' mit dem Satz
'Insbesondere die Einstellungen von volblocksize, ZFS-Pool, RAID-Z-Geometrie und VM-Workload sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden.'
Da haben wir null Ahnung.
Wie man bei der Installation ein RAID-Z1 einrichtet und im Fehlerfalle / Festplattenwechsel handhabt ist uns auch nicht klar.

@Falk R. Der Controller kann RAID5? der 9550 nicht, wir können es im BIOS nicht auswählen. OK, es sind ja zZt auch nur die ersten beiden Platten angeschlossen.
@ThoSo: Im BIOS steht wirklich 9550. Ich werde morgen noch mal auf der Konsole ein lsdev loslassen, was er so erkannt hat.

Einen 9550 gab mal von 3ware: '3ware 9550SXU-8LP', ist aber schon was her.

MfG
 
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Das ist ja was ganz anderes als am Anfang gedacht, ihr habt gar keine HDDs sondern 4x PM893, also Enterprise-SATA mit PLP. Damit ist die Special-Device-Diskussion erledigt, auf einem reinen SSD-Pool brauchst du das nicht. Und was den Controller angeht: verkauft wurde laut eurer Konfiguration ein 9560-8i, verbaut ist ein 9550. Das würde ich unabhängig von der ganzen ZFS-Frage reklamieren, ihr habt was anderes bezahlt.

Deine Sorge mit volblocksize und RAID-Z-Geometrie erledigt sich, wenn du statt RAID-Z1 zwei gespiegelte vdevs nimmst. Bei RAID-Z1 mit 4 Platten und ashift=12 musst du dich mit Padding rumschlagen und verschenkst je nach Blockgröße ordentlich Platz, das ist genau die Falle aus dem Artikel. Bei Mirrors ist das schlicht kein Thema, Default passt, dazu bessere IOPS und ein Resilver der in Minuten durch ist statt Stunden. Kostet ~15TB statt ~23TB netto, bei 4 SSDs würd ich das jederzeit nehmen.

Dass ihr im Installer kein RAID-Z1 hinbekommen habt liegt vermutlich daran, dass der nur den Boot-Pool anlegt, keine zusätzlichen Datenpools. Also PVE ganz normal auf die beiden 480er, den Datenpool danach von Hand:
Code:
zpool create -o ashift=12 vmdata mirror /dev/disk/by-id/ata-SAMSUNG_MZ7L37T6_XXX /dev/disk/by-id/ata-SAMSUNG_MZ7L37T6_YYY mirror /dev/disk/by-id/... /dev/disk/by-id/...
Unbedingt by-id, nie sdX, die Reihenfolge wandert beim Reboot. Danach unter Datacenter > Storage als ZFS eintragen. Plattentausch später ist dann zpool replace vmdata <alte-id> <neue-id>, resilvern lassen, fertig.

Nicht vergessen: ARC-Limit setzen, sonst nimmt sich der Cache von den 256GB mehr als dir lieb ist. Hängen die vier großen wirklich direkt am Onboard-SATA? Für ZFS wär das genau richtig.
 
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Bei den SATA SSDs kann man tatsächlich noch etwas mit dem 9560er raus holen.
Ein 9550 gibts nicht: https://docs.broadcom.com/doc/MegaRAID-9500-Tri-Mode-Storage-Adapters
Wenn nur 2 Disks angeschlossen sind kann man immer nur Raid1 auswählen und für RAID5 unbedingt BBWC nachrüsten. Ist garantiert nicht angeboten worden.
Ich kaufe auch lieber wo anders, wo ich vernünftigere Konfigurationen bekomme.
Ist aber kein Problem. Die SSDs auf jeden Fall auf den Controller anschließen und die 100€ für den BBWC investieren. Ihr habt garantiert mit dem Volumen bei RAID5 kalkuliert.
 
Nicht vergessen: ARC-Limit setzen, sonst nimmt sich der Cache von den 256GB mehr als dir lieb ist. Hängen die vier großen wirklich direkt am Onboard-SATA? Für ZFS wär das genau richtig.
Wenn man beim Installieren ZFS für das Betriebssystem auswählt nicht mehr, dann wird seit ProxmoxVE 8.1 durch den Installer der Wet auf 10% des verbauten Speichers, aber maximal 16 GB gesetzt: https://pve.proxmox.com/wiki/ZFS_on_Linux#sysadmin_zfs_limit_memory_usage

Da der Cache auch den Zugriff auf die SSDs beschleunigt, würde ich den nicht kleiner setzen, 16GB von 256 GB finde ich da sehr verschmerzbar. Wo hast du die 256 überhaupt her? In den Posts vom OP sehe ich nichts.

Eine andere Frage bei soviel RAM ist allerdings, ob es unter Umständen nicht sogar sinnvoll sein kann, den ZFS-Cache mehr RAM zu gönnen:

Und zu guter Letzt (das ist aber letzten Endes Ansichtssache): Standardmäßig richtet ProxmoxVE keine SWAP-Partition ein, wenn man zfs nimmt.
Man könnte aber bei der Installation einen kleinen Bereich der boot-Disks freilassen, um da swap drauf zu packen. Mehr als 8 GB (das nimmt der Installer bei Nicht-ZFS-Systemen) würde ich aber nicht nehmen.
Ob man das bei der Menge an Arbeitsspeicher überhaupt braucht ist eine andere Frage, hier zwei Artikel (einer pro swap von einen Kernel-Entwickler , einer contra von einen Admin):
https://chrisdown.name/2018/01/02/in-defence-of-swap.html
https://blog.koehntopp.info/2018/01...elopers-think-to-how-operations-people-think/

Und falls man mal irgendwo aufschnappt, dass man mit zram/zswap mehr aus swap/RAM rausholen kann, ist folgeder Post des gleichen Kernel-Entwicklers auch lesenswert:

https://chrisdown.name/2026/03/24/zswap-vs-zram-when-to-use-what.html


Wenn das alles für einen Linux-Neuling zu abgefahren und mit das vorhandene Wissen zu schwer abzuschätzen wirkt: Nur 8 GB von den boot-Disks frei lassen (falls man später mal ohne Neuinstallation swap hinzufügen will, 8 GB nicht zu nutzen ist ja verschmerzbar auf der boot-discs, wo sonst das Betriebssystem drauf ist) und sonst bei den Defaults bleiben, wenn die 256 GB RAM stimmen, wird das Fehlen von SWAP erstmal nicht negativ auffallen.

Zu euren SATA-SSDs ergänzend zu Falk und Bu66as: zfs-mirror auf die boot-Discs. Die vier 7.G GB SSDs würde ich dann entweder
* Als HW-Raid 5/6 und xfs mit Battery-Controller wie von Falk vorgeschlagen einrichten (xfs performt bei großen Workloads laut Benchmarks besser als ext4)
* Als ZFS striped mirror wie von Bu66as vorgeschlagen, wenn ihr die damit einhergehende geringere Kapazität verkraften könnt und euch die Nutzung der Replikations- und Pseudo-HA-Features (die nur mit zfs gehen) offen halten wollt.
 
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Reactions: UdoB
Das ist ja was ganz anderes als am Anfang gedacht, ihr habt gar keine HDDs sondern 4x PM893, also Enterprise-SATA mit PLP. Damit ist die Special-Device-Diskussion erledigt, auf einem reinen SSD-Pool brauchst du das nicht. Und was den Controller angeht: verkauft wurde laut eurer Konfiguration ein 9560-8i, verbaut ist ein 9550. Das würde ich unabhängig von der ganzen ZFS-Frage reklamieren, ihr habt was anderes bezahlt.

Deine Sorge mit volblocksize und RAID-Z-Geometrie erledigt sich, wenn du statt RAID-Z1 zwei gespiegelte vdevs nimmst. Bei RAID-Z1 mit 4 Platten und ashift=12 musst du dich mit Padding rumschlagen und verschenkst je nach Blockgröße ordentlich Platz, das ist genau die Falle aus dem Artikel. Bei Mirrors ist das schlicht kein Thema, Default passt, dazu bessere IOPS und ein Resilver der in Minuten durch ist statt Stunden. Kostet ~15TB statt ~23TB netto, bei 4 SSDs würd ich das jederzeit nehmen.

Dass ihr im Installer kein RAID-Z1 hinbekommen habt liegt vermutlich daran, dass der nur den Boot-Pool anlegt, keine zusätzlichen Datenpools. Also PVE ganz normal auf die beiden 480er, den Datenpool danach von Hand:
Code:
zpool create -o ashift=12 vmdata mirror /dev/disk/by-id/ata-SAMSUNG_MZ7L37T6_XXX /dev/disk/by-id/ata-SAMSUNG_MZ7L37T6_YYY mirror /dev/disk/by-id/... /dev/disk/by-id/...
Unbedingt by-id, nie sdX, die Reihenfolge wandert beim Reboot. Danach unter Datacenter > Storage als ZFS eintragen. Plattentausch später ist dann zpool replace vmdata <alte-id> <neue-id>, resilvern lassen, fertig.

Nicht vergessen: ARC-Limit setzen, sonst nimmt sich der Cache von den 256GB mehr als dir lieb ist. Hängen die vier großen wirklich direkt am Onboard-SATA? Für ZFS wär das genau richtig.
Den zweiten Absatz hab ich jetzt mal nicht verstanden.
Wo müssten wir da was eintragen?
'resilvern lassen': was meinst Du damit?

MfG
 
Bleibt nur noch die Frage, wie wir im Fehlerfall über einen Datenträgerausfall informiert werden.
Da die 4 TB-SSDs nicht an einem RAID-Controller hängen, piepst aus der Richtung schon mal nichts.
Hoffen wir mal, das das Supermicro-Board über IPMI was rauschicken kann als Mail.

MfG
 
@Johannes S die 256 stehen in #12, 4x64GB DDR5.

@oelk "eintragen" heißt: der Pool existiert nach dem zpool create erstmal nur auf OS-Ebene, PVE kennt ihn noch nicht. Im Webinterface unter Datacenter > Storage > Add > ZFS den Pool auswählen, als Inhalt Disk image oder Container setzen, dann kannst du VMs draufschieben. Resilvern ist einfach der ZFS-Begriff für Rebuild: nach zpool replace zieht ZFS die Daten auf die neue Platte, Fortschritt siehst du in zpool status. Läuft im Hintergrund weiter, der Pool bleibt die ganze Zeit nutzbar. Bei nem Mirror aus SSDs ist das schnell durch.

Auf IPMI würd ich für Plattenausfälle nicht setzen, das meldet dir Netzteil, Temperaturen, RAM, aber vom Zustand einer SATA-SSD am Onboard-Port weiß das BMC nichts. Das macht ZFS selber: zfs-zed ist bei PVE schon installiert, du musst nur in /etc/zfs/zed.d/zed.rc das ZED_EMAIL_ADDR="root" einkommentieren. Dann kommt bei degraded/faulted/resilver eine Mail. Wichtig ist nur, dass Mail vom Host überhaupt rausgeht, also unter Datacenter > Notifications einen SMTP-Endpoint anlegen und einmal testen, sonst bleibt das in der Queue stecken. Dazu smartd für die Wearout-Werte der PM893 und den monatlichen Scrub laufen lassen, den legt PVE per Default schon an.

Wenn ihr am Ende doch Falks Weg mit BBWC und HW-RAID5 geht, gilt das mit dem Mailversand übrigens genauso, dann halt über den storcli-Weg statt ZED.
 
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Der controller kann RAID5, setzt dazu auch die erforderlichen Platten voraus. Die jungs bei Wortmann kenne ich nur als verlässlich und kompetend.
Beim einsatz des raid controllers mit Raid leveln, würde ich auf ZFS verzichten.

bei der BTO konfiguration ist manchmal tricki, hattet ihr kein Angebot erstellen lassen?
 
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Guten abend,
@ThoSp: man hat sich ganz auf Wortmann verlassen, die werde da schon was zusammen bastel, glaubte aber,
da käme ein RAID 5 raus. Exkate Details bleiben im Dunkeln. Wahrscheinlich gings um Geld sparen wie immer.

Ich habs heute im BIOS gesehen: BROADCOM MegaRAID955-8i
Ein 'lspci' sieht da einen '12GSAS/PCIe Secure SAS39xx'
Alle Datenträger sind da angeschlossen, der Kollege hat jetzt 2x 500GB als RAID1 und die 4x SSD 7,68TB als RAID10 (RAID-Z2) mit JOBD versucht.
RAID5 bietet der Controller definitiv nicht an.
Also kein echtes Hardware-RAID für DATA.

Das ganze lief noch über einen Zwischenhändler, der war beim Thema Proxmox und zfs auch eher unbedarft.
Vorgespräche und Angebote hab ich nicht gesehen und ich war auch nicht unvolviert.
Ich hätte da auch klar zu Hardware-RAID und RAID5 plädiert.
Na dann, wenn sie meinen. Man wills halt drauf ankommen lassen.
Die Praxis wird dann zeigen, ob das was taugt.

Ich hier auf das Forum verwiesen, das vermeidet man aber eher.

Wir werden sehen wie das ausgeht.

MfG
 
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