Offtopic: Jellyfin erzeugt beim Abspielen hohe Load auf ProxmoxVE

maze-m

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Nov 26, 2024
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Hallo zusammen!

Ich hoffe, dass es okay ist, wenn ich hier mal ein Offtopic-Frage stelle...
Ansonsten einfach Bescheid geben, wenn dies nicht gewünscht ist...

Ich habe von einem lieben Arbeitskollegen den einen 'Fujitsu Primergy Server RX300 S8' für lau bekommen und bastel darauf momentan noch ein wenig herum.
Das System ist das Folgende:


Bash:
root@pve:~# fastfetch
         .://:` `://:. root@pve
       `hMMMMMMd/ /dMMMMMMh` --------
        `sMMMMMMMd: :mMMMMMMMs` OS: Proxmox VE 9.1.5 x86_64
`-/+oo+/:`.yMMMMMMMh- -hMMMMMMMy.`:/+oo+/-` Host: PRIMERGY RX300 S8 (GS01)
`:oooooooo/`-hMMMMMMMyyMMMMMMMh-`/oooooooo:` Kernel: Linux 6.17.4-2-pve
  `/oooooooo:`:mMMMMMMMMMMMMm:`:oooooooo/` Uptime: 9 mins
    ./ooooooo+- +NMMMMMMMMN+ -+ooooooo/. Packages: 741 (dpkg)
      .+ooooooo+-`oNMMMMNo`-+ooooooo+. Shell: bash 5.2.37
        -+ooooooo/.`sMMs`./ooooooo+- Display (SyncMaster): 1280x1024 @ 60 Hz in 22"
          :oooooooo/`..`/oooooooo: Terminal: /dev/pts/0
          :oooooooo/`..`/oooooooo: CPU: 2 x Intel(R) Xeon(R) E5-2643 v2 (24) @ 3.80 GHz
        -+ooooooo/.`sMMs`./ooooooo+- GPU: Matrox Electronics Systems Ltd. MGA G200e [Pilot] ServerEngines (SEP1)
      .+ooooooo+-`oNMMMMNo`-+ooooooo+. Memory: 6.95 GiB / 251.84 GiB (3%)
    ./ooooooo+- +NMMMMMMMMN+ -+ooooooo/. Swap: Disabled
  `/oooooooo:`:mMMMMMMMMMMMMm:`:oooooooo/` Disk (/): 2.99 GiB / 169.30 GiB (2%) - zfs
`:oooooooo/`-hMMMMMMMyyMMMMMMMh-`/oooooooo:` Disk (/Datengrab): 256.00 KiB / 865.16 GiB (0%) - zfs
`-/+oo+/:`.yMMMMMMMh- -hMMMMMMMy.`:/+oo+/-` Disk (/rpool): 256.00 KiB / 166.31 GiB (0%) - zfs
        `sMMMMMMMm: :dMMMMMMMs` Local IP (vmbr0): 192.168.10.3/24
       `hMMMMMMd/ /dMMMMMMh` Locale: en_US.UTF-8
         `://:` `://:`

Ich habe auf dem Server einen NFS-Server (VM) unter Debian laufen und dort meine Musik, Filme etc. liegen, wovon ich die Filme u.a.
auf meinem Jellyfin-LXC-Container einbinde.

Alle Sachen (Filme, Musik, Root-HDDs der VMs und LXCs etc.) liegen momentan noch auf einem RAID-Z1 Pool mit "Blech" (sprich 10k SAS SSDs).
Langfristig würde ich es gerne in etwas so aufbauen, wie schon in dem Thread ' Platten 'landen' nicht im ZFS-Pool, was kann ich machen?' kurz beschrieben...

Wenn ich nun im Jellyfin einen Film starte, geht die Load vom Gesamtsystem "ziemlich hoch" (teilweise auf 20).
Die Filme sind viel in 1080p, aber ich hab auch ein bisschen was in 4k, wo die Load natürlich noch höher geht...

Was habe ich für Möglichkeiten, um die Performance zu verbessern?

Ich weiß, dass die Frage vielleicht ein wenig "gucken in die Glaskugel ist", aber bin ich trotzdem für Ideen und Lösungsansätze sehr dankbar :)!
 
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Transkodierst Du die Filme beim Abspielen? Wenn dem so ist, schalte mal alle Transkodierungsoptionen aus.
 
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Transkodierst Du die Filme beim Abspielen? Wenn dem so ist, schalte mal alle Transkodierungsoptionen aus.
Blöde Frage, aber wodrunter schalte ich das denn an oder aus in der Webui?
Und muss ich nicht eigentlich bei 1080p (und aufwärts) Material transcodieren?

Hatte halt auch schon überlegt, mir über kurz oder lang eine extra Grafikkarte dafür zuzulegen.
Aber die Preise sind ja (glaube ich) gerade jenseits von Gut und Böse.
Zumal ich auch nicht wüsste, was ich für eine Grafikkarte dafür am besten hernehme...
 
Transkodierst Du die Filme beim Abspielen? Wenn dem so ist, schalte mal alle Transkodierungsoptionen aus.
Ah, ich hab jetzt mal das Trancoding deaktiviert und für meinen User unter 'Administration' --> 'Übersicht' --> 'Benutzer' --> <MEIN_BENUTZER> --> 'Benutzer bearbeiten' --> 'Medienwiedergabe' und da die beiden Punkte 'Audio-Wiedergabe, die Transcodierung benötigt, zulassen' und 'Video-Wiedergabe, die Transcodierung benötigt, zulassen' abgehakt :

1771712525858.png

Danach geht die Loadaverage vom PVE wirklich nicht mehr hoch :)...

Blöde Frage vielleicht, aber "will" ich nicht Trancodierung haben? Aber dann vermutlich eher mit einer dedizierten Grafikkarte, die ich an den Jellyfin-LXC-Container weiterreiche, oder?
 
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Blöde Frage vielleicht, aber "will" ich nicht Trancodierung haben? Aber dann vermutlich eher mit einer dedizierten Grafikkarte, die ich an den Jellyfin-LXC-Container weiterreiche, oder?
Fast scheinst du das Thema ja schon verstanden zu haben, aber dazu noch ein Paar kleine Hinweise:

Die Hardware, die dir dein Kollege da überlassen hat ist heute defakto Elektroschrott. Das sind Ivybridge Xeons, die 2013 rauskamen.
Aus heutiger Sicht haben diese Systeme immense Idle-Verbrauchswerte, und verhältnismäßig wenig Rechenleistung. Bei dieser Art von Systemen sind 150W im idle (und mehr!) keine Seltenheit.
Natürlich ist es als Einstieg nutzbar und wenn einen der Stromverbrauch und die Lautstärke nicht stört, kann das auch noch länger so bleiben, so lange die HW selbst nicht langsam den Abgang macht.


Und noch etwas, bevor du jetzt auf die Idee kommst eine GPU für das Teil zu kaufen:
Für den Preis einer brauchbaren GPU kriegst du auch gleich einen kompletten OEM-PC mit integrierter GPU, die für Jellyfin wunderbar funktioniert. Für eine solche Aufgabe braucht es auch nicht zwingend Proxmox und 256GB RAM. Da kann es z.B. auch ein Mini-PC mit 8G RAM tun. Wir reden dann von ca. 1/15 deines bisherigen Idle-Verbrauchs.

Abschließend noch für's Verständnis:
Jedes Transkodieren kostet Energie! Das ist exakt das, was du bei deinen alten Xeons, die das in SW berechnen durften, sehr schön aufgezeigt bekommen hast. Das waren einfach deine ca. 20% Systemlast.
Und das Transkodieren an sich ist dazu gedacht, Geräte zu bedienen, die das originale Video- und/oder Audio-Format nicht wiedergeben können.
Hast du also solche Szenarien, dann mag das sinnvoll sein.

Wenn man aber Wiedergabegeräte hat, die damit eigentlich klarkommen, dann ist grundsätzliches Transkodieren einfach nur verschwendete Energie.
Damit noch viel Spaß mit Proxmox und all seinen Möglichkeiten!
 
Ergänzend noch die info, das der Server auch mit Grafikkarten umgehen können muss, wir reden da jetzt noch nicht vom durchreichen in die VM oder Container!
Wenn die Kiste läuft ok, aber investieren würde ich da auch nichts. Sparen und dann wenn genug Gekd vorhanden und die Preise sich wieder normalisieren, in neue oder gebrauchte HW investieren.
Sind das überhaupt SSDs oder eher 10k SAS HDDs, die fressen auch ordentlich Strom.
 
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Selbst SAS SSDs (bei der Nennung von "10K" werden es hier HDDs sein) brauchen ordentlich Leistung. Aber das ist nur ein weiteres Teilproblem. Aus heutiger Sicht ist das genannte System halt einfach verschwenderisch, was die Energieeffizienz angeht. Und da lässt sich auch kaum etwas dran machen.
 
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Die Hardware, die dir dein Kollege da überlassen hat ist heute defakto Elektroschrott. Das sind Ivybridge Xeons, die 2013 rauskamen.
Aus heutiger Sicht haben diese Systeme immense Idle-Verbrauchswerte, und verhältnismäßig wenig Rechenleistung. Bei dieser Art von Systemen sind 150W im idle (und mehr!) keine Seltenheit.
Natürlich ist es als Einstieg nutzbar und wenn einen der Stromverbrauch und die Lautstärke nicht stört, kann das auch noch länger so bleiben, so lange die HW selbst nicht langsam den Abgang macht.
Moinsen!

Ja, dass die Hardware durchaus alt ist, weiß ich und so hatte es mir mein Arbeitskollege ja auch überlassen (O-Ton: "Wenn du den Server nicht mehr brauchst, entsorg' ihn bitte auf dem Restehof!")....

Momenten ist's nur - finde ich zumindest - wirklich schwierig, Hard für einen akzeptablen Preis zu bekommen. Mein Problem ist, dass ich gerne einen Server hätte, wo ich zumindest Server-Hardware verbaut habe und mir dadurch schonmal eine entsprechende Ausfallsicherheit erhoffe...

Daher hatte ich z.B. auch schon die folgenden Hardware in Betracht gezogen:

- https://www.serverschmiede.com/konf...-xeon-lga3647-scalable-sas-raid-2x-psu-vmware

- https://serverando.de/hpe-proliant-...863?dvsnscId=019c872e795b7097b9e7787764fa03bc

Ich möchte halt zunächst einmal einen Main-Server haben, auf dem ich ein gemirrortes ProxmoxVE + nen gemirrorten SSD-Pool für die Root-HDDs der VMs / LXCs habe und dann einen "Sack voll SAS-Platten" im Raid-Z1, wo ich dann mein Datengrab drauf einrichte (wie hier beschrieben), sprich so:

- 2 x 200 GB Enterprise SSD gemirrored (RAID-1) mit der ProxmoxVE-Installation (läuft jetzt schon so)
- 2 x 800 GB Enterprise SSD (eventl. auch gemirrored um eine zusätzliche 'Datensicherheit' zu haben? / oder gestriped sodass ich 1,6TB nutzen kann) für Root-HDDs der VMs / LXC-Container
- 8 x 2 TB bzw. gibt glaub ich auch 2,4 TB SAS-HDDs in 2,5 Zoll um da das Datengrab darauf einzurichten....

Später würde ich dann noch einen zusätzlichen JBod an nem externen SAS-Controller betreiben wollen, um dann "bei Bedarf" (wie z.B. Filme gucken, Musik hören, Fotos syncen) die Platten über den JBod "anzuschalten".
Vielleicht könnt ihr mir ja noch zusätzliche Tipps für aktuellere Hardware (wie die von oben z.B.) geben, was man so verbauen will :)...

Ich danke euch dafür :)
 
Noch eine Kleinigkeit, wenn du schon mit alter Server-HW unterwegs bist:
Höchste Vorsicht vor älteren Server-/Enterprise-Grade SAS und/oder SATA SSDs. Die Teile enthalten oft größere (Elektrolyt-basierte) Pufferkondensatoren. Gegen Datenkorruption bei Power-Loss.
Da Elektrolyt aber deutlich altert sind irgendwann die Kondensatoren durch und damit meist die ganze SSD. ist mir kürzlich bei einer alten 200GB SSDs passiert. Spzialkondensatoren aufgebläht und die SSD dann Toast.
Ersatz für die Elkos ist immens schwer zu kriegen (da entweder zu spezielle Sonderbauteile, oder ebenfalls bereits steinalt) und somit sind die SSDs dann Schrott.

Bei HDDs ist diese eingebaute Sollbruchstelle nicht in der Art vorhanden, soweit ich weiß. Aber hier hat man es eben mit mechanisch beweglichen Bauteilen zu tun.

Wie erwähnt, wenn dich der hohe Verbrauch nicht stört, dann kann man mit dieser Hardware durchaus noch glücklich werden.
Wir erwähnen das nur so deutlich, weil vielen Leuten der hohe Verbrauch nicht bewusst ist und Ihnen das dann letztlich doch wichtig ist.

Bzgl. des RAM Irsinns könnte Xeon E5-2600 v3/v4 mit DDR3 (bevor die Frage kommt: Ja das geht wirklich) wieder interessant werden. Die DDR3-Boards gibt's zwar fast nur aus Asien, aber da ist - entgegen der landläufigen Meinung - nicht durchgehend Schrott drin. Die wissen schon auch wie man Boards baut, wenn man genug dafür zahlen will. Zu deinem jetzigen System könntest du damit den Idle-Verbrauch ca. halbieren. Nicht super, aber deultich besser, würde ich sagen.
 
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Statt eines Rackservers, der in der Basis ohne RAM und CPU schon knapp 1k € kostet, wäre eine gebrauchte Workstation wahrscheinlich günstiger (wenn es denn Markenhardware sein muss). Da bekommst Du ebenfalls solide Komponenten für den 24/7 Betrieb. Gebrauchte SSDs aus dem Bereich sind - wie oben schon erwähnt - ggf. ein Glücksspiel. Vielleicht wenig Laufzeit und geringes Alter, vielleicht aber auch nicht. Normalisieren werden sich die Preise imho auf absehbare Zeit nicht. Das wird noch länger so bleiben.
 
Statt eines Rackservers, der in der Basis ohne RAM und CPU schon knapp 1k € kostet, wäre eine gebrauchte Workstation wahrscheinlich günstiger (wenn es denn Markenhardware sein muss). Da bekommst Du ebenfalls solide Komponenten für den 24/7 Betrieb. Gebrauchte SSDs aus dem Bereich sind - wie oben schon erwähnt - ggf. ein Glücksspiel. Vielleicht wenig Laufzeit und geringes Alter, vielleicht aber auch nicht. Normalisieren werden sich die Preise imho auf absehbare Zeit nicht. Das wird noch länger so bleiben.
Blöde Frage hierzu vielleicht...

Eine Workstation kann ich mir nicht ohne Weiteres in einem 24HE Rack schrauben, oder?
 
Eine Workstation kann ich mir nicht ohne Weiteres in einem 24HE Rack schrauben, oder?
Das hängt von der Definition von "ohne Weiteres" ab. Für Dell Workstations gibt es oft ohne weiteres passende Rack/Rail-Montagesätze - die natürlich als Zubehör explizit mitbestellt und bezahlt werden müssen.

Für den Bastler ist möglicherweise eher ein einfacher Einlegeboden das Mittel der Wahl.
 
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Jo Fachboden und dann quer reinlegen. Habe ich im Testlab mit 3x Lenovo P720 auch so gemacht. 4 kleine Eckwinkel mit Flansch drangeschraubt, dann rutscht auch nix.
 
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Die habe ich im Homelab, wobei das vom Setup her den klassischen Begriff „Home“ etwas übersteigt. Die P720 wären auch schon Oberkante für einfache Virtualisierungen.
 
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