Und zu Pangolin hat @UdoB mal hier was geschrieben, vielleicht kann er was dazu sagen?
Ich verwende Pangolin seit etwa einem Jahr. Allerdings hat das Gürteltier immer noch nicht meinen lokalen npm
vollständig ersetzt - weil ich schlicht zu faul dazu bin ;-)
Der Knackpunkt bei Pangolin ist, dass er
komplett ohne Löcher in der Firewall bzw. Port forwarding von außen nach innen auskommt. Eine Fritz!Box darf also das LAN (eingehend)
vollständig isolieren - da bleibt
auf dieser Ebene kein einziger Angriffspunkt übrig.
Pangolin selber läuft dazu auf einem sehr preiswerten VPS, extern, bei einem beliebigen Hoster (bei mir momentan netcup für zwei Taler pro Monat, weil die "1€-Version" ausverkauft war). Auf den Maschinen, die Dienste (meist Webserver, aber auch SSH etc.) anbieten sollen, läuft zur Kontaktaufnahme
von innen nach außen jeweils ein kleiner Daemon. Man kann aber auch nur
einen Endpunkt einrichten und von dort aus
mehrere Webserver, mit verschiedenen DNS-Namen, anbinden. Beide Konstrukte haben mal wieder Vor- und Nachteile.
Tatsächlich wird dazu Wireguard verwendet; dessen Management wird aber vollständig versteckt. (Ich habe auch ein BSD angebunden,
dort hantiert man dann mit einer normalen "wg0.conf".)
Ein neuer Endpunkt wird im WebGui vorbereitet und am Ende des Dialogs wird
ein einziger Befehl präsentiert, der auf dem Client auszuführen ist.
Man kann Pangolin mit einem "Cloudflare Tunnel" vergleichen, wenn auch mit Abstrichen. (Bandbreitenintensive Angriffe kann der eigene VPS natürlich nicht abwehren, aber es gibt Dinge wie Crowdsec.) Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Secret Keys der (automatisch erzeugten und verwalteten) Letsencrypt-Zertifikate
mir gehören. Nicht einer möglicherweise fragwürdigen Firma in einem problematischen Drittstaat. Allerdings ist das erst ab Paranoialevel drei relevant... und somit eher eine Grundsatzfrage.
Pangolin ist noch "dynamisch wachsend", einige der Upgrades im vergangenen Jahr waren... nicht wirklich trivial. Man sollte
natürlich die Release Notes und die Upgrade-Anweisungen lesen - und Backups machen ;-)
Fazit für mich: empfehlenswert! Ich wünsche viel Erfolg damit
