Fragen als Newcomer

LucasKer

New Member
Dec 28, 2025
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Hi bin neu bei Proxmox, hab bisher nur SolusVM im Einsatz gehabt hab ein paar Fragen zum Aufbau meiner Hosts.

Ich hab ein Host der soll als Backupserver dienen ist ein (AMD Epyc 7443 mit 128GB DDr4 und 2x480GB SSD und 4x22TB HDD), dann insgesamt 2 Hosts (AMD Epyc 7702 mit 1024GB DDr4 und 2x7,68TB NVMe) die zwei dienen als vserver hosting und für webhostig hab ich dann einen AMD Epyc 7443 mit 256GB DDr4 und 2x3,84TB NVMe

1. Wie muss der Datacenter Manager installiert werden? Wird dazu komplett ein eigener Host benötigt worauf dieser dann läuft oder kann der auf irgendeinem Host als VM eingerichtet werden?
2. Bringt der Datacenter Manager was bei einer so kleinen menge von hosts was?
3. Auf dem Backupserver soll ich da Proxmox normal drauf installieren und als VM dann Proxmox Backupserver oder sollte man direkt auf dem Host Proxmox Backupserver installieren?
4. Setzen viele Proxmox Mail Gateway ein und ist das sehr zu empfehlen?
5. Kann ich von jedem Host VMs Live umziehen/migrieren ohne Ausfall egal welches Host also wenn der eine Host SSD und ein Epyc 7443 hat und ich will zu Epyc 7702 mit NVMe gehen würde das problemlos gehen oder nicht? Wie sieht es dann mit der IP-Adresse aus kann man die bei der Migration beibehalten?
6. Eignet sich Proxmox Backupserver rein nur für Backupen von VMs oder würde sich da gut eine Backuplösung für externe Kunden anbieten lassen als S3 Objetstorage als Beispiel?
 
1. Wie muss der Datacenter Manager installiert werden? Wird dazu komplett ein eigener Host benötigt worauf dieser dann läuft oder kann der auf irgendeinem Host als VM eingerichtet werden?
PDM kann als VM aufgesetzt und betrieben werden

2. Bringt der Datacenter Manager was bei einer so kleinen menge von hosts was?
Musst Du entscheiden. Ist aber noch in einem frühen Stadium. Feedback wird gerne gesehen.

3. Auf dem Backupserver soll ich da Proxmox normal drauf installieren und als VM dann Proxmox Backupserver oder sollte man direkt auf dem Host Proxmox Backupserver installieren?
Ich rate davon ab, PBS und PVE auf einem Host zu mischen. Entweder PVE+PBS als VM oder PBS oder PVE auf Bare-Metal

4. Setzen viele Proxmox Mail Gateway ein und ist das sehr zu empfehlen?
Nutzerzahlen kenne ich nicht, kommt auf deinen Usecase an. Ich nutze es vor Mailcow.

5. Kann ich von jedem Host VMs Live umziehen/migrieren ohne Ausfall egal welches Host also wenn der eine Host SSD und ein Epyc 7443 hat und ich will zu Epyc 7702 mit NVMe gehen würde das problemlos gehen oder nicht? Wie sieht es dann mit der IP-Adresse aus kann man die bei der Migration beibehalten?
Die VMs dürfen dann nur ein Subset der CPU-Instruktionen erhalten (also nicht auf "host" stehen). Z.b. dann "x86-64-v2-AES"
Natürlich behälst Du die IP, lediglich das Hostsystem der VM ändert sich. Die Routingtabellen passen sich ja daraufhin an.

6. Eignet sich Proxmox Backupserver rein nur für Backupen von VMs oder würde sich da gut eine Backuplösung für externe Kunden anbieten lassen als S3 Objetstorage als Beispiel?
Ausschließlich für VMs/LXC
 
Ich rate davon ab, PBS und PVE auf einem Host zu mischen. Entweder PVE+PBS als VM oder PBS oder PVE auf Bare-Metal
Kann man tun, ja. Aber ich sehe das wiederum ganz anders. PBS wurde dafür konzipiert direkt auf der Hardware zu laufen und nicht als VM. Außerdem wird die Installation von PBS direkt neben dem PVE offiziell von Proxmox supportet. Sollte der gleiche physische Server auch produktive VMs enthalten, solltest du natürlich sicherstellen, dass du auch im Worstcasefall deine Backup zur Verfügung hast. z.B. eigenes separates physisches Array oder einen zweiten Backupserver für einen Sync. Ich würde jetzt keine Vorteile sehen, warum ich PBS als VM installieren sollte. Desto weniger Layer/mögliche Anfälligkeiten dazwischen, desto besser.

Um die Config eines PBS zu sichern, kannst du wie folgt vorgehen. Z.B. eine lokale Sicherung des gesamten "/etc":
Code:
tar -czf etc-proxmox.tar.gz /etc

Oder gleich automatisiert mit SSH, sofern es öfter mal Änderungen gibt:
Code:
#!/bin/sh
tar czf - /etc | ssh remotehost.foo.bar "cat > /backuppfad/node-config-backup/nodname_`date -d "$DATE" +%d%m%Y`.tar.gz"

Für PBS selbst ist nur das Verzeichnis "/etc/proxmox-backup" interessant.

@fstrankowski und ja, damit hast du schon recht, am besten ist es natürlich PVE und PBS Bare-Metal und voneinander getrennt zu installieren.
 
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Ein Nachteil der Installation direkt neben dem PVE ist, dass man bei Major-Upgrades warten muss bis beide ihr neues Release veröffentlicht haben. Nach Veröffentlichung von PVE9 also bis zum Release von PBS4.
Das muss je nach persönlichen Usecase/Präferenzen kein Problem sein, sollte man aber im Hinterkopf behalten.
 
Ausschließlich für VMs/LXC
Was für Setup würdet ihr empfehlen wenn man Backups für seine Vms haben will und auch für Kunden als Backup Lösung für externe dienste. Also ziel ist es das die Kunden die eine vm bei mir haben backups sichern können und gleichzeitig möchte ich backups für externe dienste anbieten also als backup storage lösung wie es hetzner mit der storage box macht wo dann kunden die plesk oder so einsetzen dann dort auch backupen kann wenn die speicher gebucht haben

und auf dem host PVE und als VM PBS empfehlt keiner ?
 
Last edited:
Ist jetzt nicht böse gemeint, aber......
Hälst du es für eine gute Idee eine Dienstleistung anzubieten wo du nicht so viel Ahnung von hast? Ich als Kunde hätte da kein gutes Gefühl. Im schlimmsten Fall habe ich auf einmal keine Backups auf die ich mich verlassen haben.
 
Ich kenne mich aus sonst würde ich es nicht anbieten. Ich hab mit proxmox noch nie gearbeitet und jede anwendung ist da anderst. ich arbeite mich derzeit ein und versuche proxmox kennen zu lernen bevor ich da irgendwie meine systeme migriere...
 
Was für Setup würdet ihr empfehlen wenn man Backups für seine Vms haben will und auch für Kunden als Backup Lösung für externe dienste. Also ziel ist es das die Kunden die eine vm bei mir haben backups sichern können und gleichzeitig möchte ich backups für externe dienste anbieten also als backup storage lösung wie es hetzner mit der storage box macht wo dann kunden die plesk oder so einsetzen dann dort auch backupen kann wenn die speicher gebucht haben

und auf dem host PVE und als VM PBS empfehlt keiner ?
PBS für vms/lxcs, ein beliebiges anderes Backuptool für die Daten. Ich nehme dafür restic mit restic-server, würde aber nie auf die Idee kommen, das gegen Geld anderen Leuten als Dienstleistung zu verkaufen und generell kann es ja nach Usecase auch gute Gründe für andere Tools geben. Es soll ja sogar Leute geben, die Veeam professionell einsetzen, obwohl das mit Postgres/MariaDB/MySQL-Clustern nicht klar kommt (imho ein no-go im professionellen Einsatz).

Grundsätzlich kann man auch PBS für normale Daten, etwa den Host eines ProxmoxVE-Servers einsetzen. Dafür braucht man dann aber den proxmox-backup-client, der Stand jetzt nur für Debian bereitgestellt wird. Auch wenn den schon Leute erfolgreich unter Windows oder anderen Linuxen zum Laufen bekommen haben: Unterstützt wird das nicht. Er braucht außerdem immer einen lauffenden PBS, während die meisten anderen mir bekannten Backuptools direkt über ssh/sftp/s3/whatever auf ihren Backupstorage zugreifen können.

Die Vorteile des PBS greifen vor allen durch die direkte Integration in PVE, also bei VMS/LXCs. Darum mache ich das in meiner privaten Infrastruktur so:

- VMs und LXCs werden im ersten Schritt auf eine PBS-VM gesichert, die ist nur eine Zwischenstation und wird daher NICHT als echte Kopie in Sinne der 3-2-1-Strategie betrachtet (https://pbs.proxmox.com/docs/storage.html#the-3-2-1-rule-with-proxmox-backup-server ). Ihr Sinn ist in erster Linie stets für das Anlegen und Wiederherstellen von Backups dar zu sein, sodass ich nicht den BackupServer dafür anmachen muss oder die lahme Verbindung zum vserver-PBS nutzen
- Auf einen gebrauchten Mini-PC läuft ein ProxmoxBackupServer paarallel zu ProxmoxVE, er wird einmal am Tag zeitgesteuert angeschaltet und zieht sich dann die neuen Backups von der PBS-VM und führt anschließend einen verify-job sowie eine garbage-collection darauf durch. Danach wird der Server abgeschaltet, um Strom zu sparen. Alles automatisiert, dann kann ich es nicht vergessen, sondern muss nur von Zeit zu Zeit gucken, dass alles klappt (das in mein Monitoring aufzunehmen, steht auf der ToDo-Liste).
- Auf einen bei netcup gemieteten vserver (könnte natürlich auch ein PBS as a service Dienst wie Inett oder Tuxis.nl sein) läuft ein PBS, der zieht sich jede Nacht von der PBS VM die neuesten Backups.

Damit habe ich also die VM und LXCs abgedeckt, für großen Datenmengen ( Kram auf meinen Notebook, die Mediendaten auf meiner NAS...) ist das für mich aber nicht praktikabel. Außerdem möchte ich den Datenbestand meines Notebooks auch wiederherstellen können, falls meine ProxmoxBackupServer nicht mehr erreichbar sind. Das habe ich nun so gelöst:
- Mein Notebook sichert seine Daten via restic einmal auf meine NAS und einmal auf meine hetzner-storagebox.
- Ist absehbar, dass eine VM sehr große Datenmengen produzieren wird, prüfe ich ob diese Daten gesichert werden müssen oder nicht:
-- Beispiel für Daten "nicht sichern": In einer VM lasse ich ständig Debian-pakete für Tests neu bauen. Da kommen große Datenmengen zusammen, aber aufbewahren muss ich davon nichts, außer der Konfiguration für den Build-Dienst. Also habe ich die Buildverzeichnisse auf eigene virtuelle Laufwerke gepackt (schnellere Performance als per Zugriff aufs NAS), diese aber vom Backup ausgenommen. Das Betriebssystem samt Konfiguration der Builddienste wird natürlich weiterhin mit PBS gesichert. Falls man selbst solche Dienste im Einsatz hat, wo man an die Daten zur Not auch ohne Backup wieder dran kommt (z.B. weil man Audio-CDs neu rippen kann), kann das also eine Option sein.
-- Will ich die Daten dagegen sichern, sie aber unabhängig vom PBS sichern, dann richte ich dafür eine Netzwerkfreigabe auf meiner NAS ein und nutze die dann als Datenspeicher. So mache ich das für paperless und jellyfin.
- Zur Sicherung dieser Daten wird von der NAS täglich eine Sicherung mit restic auf meine Storagebox erzeugt.

Problematisch ist nun natürlich, dass ich so gerade mal zwei Kopien habe (NAS+Storagebox), und bei der NAS diese Kopie auch gleichzeitig die Produktivdaten darstellt. Praktischerweise ist aber auf meinen (tagsüber abgeschalteteten) ProxmoxBackupServer genug Platz, dass ich während des täglichen Sicherungslaufs (anschalten, PBS synct, überprüft und bereinigt Backups, ausschalten) ein weiteres Skript eingebaut habe, dass die Daten der NAS mit zfs send/receive auf den BackupServer sichert.

- Funktioniert das: Ja.
- Habe ich damit eine 3-3-1-Strategie (mindestens drei Kopien, davon zwei verschiedene Datenträger, davon einer außerhalb des gleichen Standorts) umgesetzt: Ja, auch wenn ich gerne von den NAS-Daten noch eine weitere Kopie hätte. Ich sollte wirklich öfter mal die Daten auch auf eine externe Festplatte sichern (die kann man im Notfall ja einfach mitnehmen)
- Ist das etwas, was ich so verkaufen könnte? Nicht wirklich, dafür ist es zu schlecht dokumentiert und zu sehr auf meinen Usecase zugeschnitten.

Im übrigen teile ich *aix* Einschätzung, dass ich bei dir nicht Kunde für Proxmox- oder Backup-Hosting sein wollen würde, wer sich auskennt, stellt andere Fragen :)