Newbee- Fragen zu Homeserver

brumml

New Member
Dec 29, 2024
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Hallo Gemeinde,

Meine ersten Zeilen möchte ich dazu nutzen mich kurz vorzustellen.
Gestatten mein Name Roland, ich bin 53 Jahre jung und in Bayern zu Hause.
Falls ich hier falsch sein sollte bitte ich dies zu entschuldigen.

Zu meinen Anliegen:
Ich bin für unser neues Haus auf der Suche nach einer einfachen Homeserver- Lösung, nur finde ich vermutlich den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Zur Ausgangssituation,
In unserem Haushalt sind verschiedenen Devices (win, ios, android) mit lokalen Daten (pdfs, office, fotos, filme) "unterwegs". Zukünftig ist es angedacht diesen Datenwust zentral abzulegen, um dann mit den unterschiedlichen Devices entsprechend zugreifen (read write) zu können.
On top möchte ich unser "smarthome" auf der zentralen Maschine betreiben, wobei mir noch nicht klar ist, ob es openhab oder homeassistant werden wird.
Unabhängig davon sollte die Zentrale für das smarthome entsprechend erweiterbar sein.
Eine weitere Anforderung ist natürlich die Möglichkeit eines Backups der kompletten "Zentrale", nichts ist schlimmer als Datenverlust bzw. Systeme komplette neu aufsetzen zu müssen.
Meine Fragen:
- Wäre dies mit Proxmox für einen Laien zu bewerkstelligen?
- Welche Anforderungen stellt die Hardware für so ein "kleines Projekt"?
- Wie muss ich mir den Aufbau des fileserversystems vorstellen bzw. welche tools wären wie am sinnvollsten zu verwenden?
- Braucht es auf der Clientseite spezielle Apps um auf die Daten auf dem Server zuzugreifen?

Weitere Fragen werden bestimmt noch folgen.

Vielen Dank für euren Input

Gruß Roland
 
Proxmox ist in diesem Szenario nur eine Zwischenschicht, welche die Erstellung und Verwaltung von virtuellen Maschinen erleichtert, aber eben auch weitere Komplexität hinzufügt.

Vom Software-Stack würde ich Nextcloud und Home Assistant empfehlen, nebst den zugehörigen Apps auf dem Telefon. Das ganze als Docker Container bzw. Docker Compose Stacks, mit Portainer als optionalen Verwaltungsoberfläche.

Proxmox braucht es dann eigentlich nicht, lediglich einen Mini PC mit Linux drauf.
 
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Wäre dies mit Proxmox für einen Laien zu bewerkstelligen?
Prinzipiell ja. Prinzipiell auch ja mit nur einer Maschine, aber da wäre schon das erste Problem, wenn sich das Backup auf der gleichen Maschine befindet befand, die gerade ausgefallen oder abgebrannt ist und das Backup mit in den Abgrund zog. ;)
Damit sind wir schon bei zwei Maschinen damit das besser wird (ich habe absichtlich nicht gut geschrieben) und für die meisten wird es da schon knatschig, weil wir Deutschen ja mit Strompreisen verwöhnt werden.
Viele kennen auch einfach nur die Billigst-Lösung Laptop mit einer externen Festplatte dran und unregelmäßig irgendwas draufgeschoben, weil der IT-Heino "das mal vor Jahren so eingerichtet hat". Das taugt nichts, wenn das Backup nicht regelmäßig geprüft wird. Erst recht nicht, wenn das Restoren im Ernstfall versagt. Festplatten altern und nutzen sich ab. Wenn sie nach Jahren von x-Laufzeit dann derbe beansprucht wird und das Backup rückspielen soll, sterben sie meistens genau dann oder fallen auf den harten Steinboden, weil man aufgeregt und hastig ist.
Irgendein Backup ist natürlich besser als gar kein Backup und was für Laptops schon nicht wirklich ausreichend ist, ist dann für Proxmox noch weniger ausreichend. Bei einem Laptoptotalschaden hast du den Verlust von einem Betriebssystem (und Daten), bei Proxmox hast du den Verlust vom konfigurierten Proxmox, mehreren Betriebssystemen und ebenfalls den Daten. Der Laie stöhnt dann oft schon, wenn dort und da noch 200€ nicht einkalkulierte Mehrkosten für mindestens erforderliche Redundanz dazu kommen.
Was heißt Laie bei dir? Wenn du noch nie selbst ein Betriebssystem installiert hast und mit Linux nichts am Hut hattest, wird die Lernkurve schmerzen. :)

Welche Anforderungen stellt die Hardware für so ein "kleines Projekt"?
Das ist pauschal nicht zu beantworten, noch weniger in €. Allermindestens für die Funktion an sich kommst du mit einer Maschine hin. Macht diese irgendwann zicken oder geht mal ein Update schief, steht meistens zunächst alles. Passiert es genau dann, wenn du gerade Zeit hast und kannst das Problem in kurzer Zeit lösen, dann hast du Glück. Ich rate davon ab.
Wenn ich sage mache einen Mindestcluster samt Ceph aus 4 Maschinen für Ausfallsicherheit und eine 5te Maschine als NAS/Datenablage + mehrere Festplatten als Backupziel + Cloudspeicher als Fallbackbackupziel wirst du mir den Vogel zeigen, weil "kleines Projekt" aber die Wissenden unter uns werden stumm nicken und grinsen, weil sie alle irgendwann an dem Punkt sind. Auch ich. :)
Das ist überall so, Virtualisierungslösungen können nicht zaubern bei Ausfällen und klar wird dir in einem anderen Forum jemand was von "seinem dicken UNRAID/$sonstwas Server und läuft seit Jahren robust" erzählen, aber irgendwann gibts ein Problem und wenn du dann keinen Ersatz hast, dich nicht auskennst oder nichtmal weißt, was genau jetzt los ist...gute Nacht.
Es gibt Kompromisse mit 2-3 Servern, die man nicht immer Durchlaufen lassen muss, aber alles hat sein pro und kontra. Zu viel um das schnell aufzuzählen.

Wie muss ich mir den Aufbau des fileserversystems vorstellen bzw. welche tools wären wie am sinnvollsten zu verwenden?
ZFS https://de.wikipedia.org/wiki/ZFS_(Dateisystem) und alleine sich thematisch damit zu befassen könnte einen Laien bereits abschrecken mit "zu kompliziert". Alles ist kompliziert, wenn man es nicht kennt.
Nur soviel: Es bringt alles Benötigte mit und Proxmox hat es mit an Bord.
Und: je mehr Festplatten (sage ich altmodisch, gilt natürlich auch für SSDs aller Art) ZFS zur Verfügung gestellt bekommt, desto schneller und besser läuft es. Ebenfalls schützt es deine Daten besser, je mehr Festplatten es bekommt. Da gibts natürlich auch Dinge zu beachten, aber Details bringen hier an dieser Stelle nichts.

Braucht es auf der Clientseite spezielle Apps um auf die Daten auf dem Server zuzugreifen?
Proxmox selbst lässt sich komplett (nicht ausschließlich und muss nicht) im Browser verwalten. Je nachdem was und wie und von welcher "App" (dieses hippe Marketingbuzz hätte niemals eingeführt werden dürfen /rant) bereitgestellt wird, dann jeweils entsprechend das Pendant. Das sind Detailfragen, aber alles lösbar und das kleinste Problem.
 
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Danke für eure Ausführungen, bevor ich mit weiteren Fragen ggf um die Ecke komme, beschäftige ich mal mit der von maxim.webster genannten Konfig. Beste Grüße Roland
 
Proxmox braucht es dann eigentlich nicht, lediglich einen Mini PC mit Linux drauf.

Dieses, wenn man eh Linux undxSystemadministration lernen will, ist ProxmoxVE super. Wer "nur ein paar" Dienste betreiben will, ist mit UnRAID, Openmediavault plus Dockercontainer besser bedient. Oder alternativ Home Assistant Operating System