Tipps für Homeserver-Aufrüstung

halloween

Member
Nov 8, 2023
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Hallo,
ich habe aktuell einen DELL T20 mit Xeon E3-1225 v3 und 32GB ECC-RAM. Darauf betreibe ich ESXi.

Ich möchte nun meinen etwas in die Jahre gekommenen Server gegen etwas anderes austauschen. Ich hab noch einen Mini-PC Fujistu Esprimo Q7010 mit i5-10500T, 64 GB RAM (kein ECC) und einem M.2-Steckplatz (2 Stück, wenn man die WLAN-Karte ausbaut) und 2 SATA-Ports herumliegen.

Den wollte ich jetzt als neues Homeserver mit Proxmox nutzen.

Kann mir jemand ein paar Tipps bezüglich der Laufwerke geben?

Ich habe ein extra NAS als Storage, der Esprimo soll also erstmal nur für die VMs da sein.

Proxmox auf die M.2 SSD und VMs auf SATA-SSD? Oder besser umgekehrt?



Mein langfristiger Plan sieht eigentlich vor, dass ich einen der SATA-Anschlüsse aus dem Gehäuse führe, eine große 3,5"-HDD extern neben dem PC auf einem 19-Zoll Fachboden verbaue und diese mit einem externem Netzteil betreibe. Dann könnte ich das Storage auch auf den Esprimo legen und mein altes NAS nur noch für Backups hernehmen. Hochverfügbarkeit (RAID) muss nicht zwingend sein. Ich hätte ja regelmäßige Backups auf mehrere Speicherorte.

Was meint ihr dazu? Gut? Schlecht? Meinungen?
 
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Du tauscht ein Serversystem gegen einen DesktopRechner (etwas neuere Technik) und willst dann Hobbythekmäßig externe Platten anfrickeln?
Warum dann nicht gleich wieder einen "neueren" Server wo man sich nicht mit baulichen Begrenzungen auseinander setzen muss- Bsp. Dell T150 oder den alten T40 oder von Wortmann / Thomas-Krenn einen MiniServer (auch gebraucht Bsp. den Terra Mini Server G4) ?

Den Esprimo wäre m.M. für Proxmox mit Containern und kleinen VMs (max 1-3) für kleine Vorhaben ok.
Kommt halt auch darauf an, was für VMs da laufen sollen.
 
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Proxmox auf die M.2 SSD und VMs auf SATA-SSD? Oder besser umgekehrt?
VMs immer auf NVMes (Hier nicht sparen, direkt enterprise class wählen. Das zahlt sich aus mit Haltbarkeit und Geschwindigkeit!), da passiert am meisten IO. Proxmox zum Booten und für das Loggeschreibsel reicht SATA (und zur allergrößten Not auch reguläre Festplatten oder Billigst-SSDs, wenn man für genug Redundanz und Backups sorgt).

Wenn du mit dem physischen Gebastel zurechtkommst, spricht auch nichts dagegen den SATA-Port nach extern rauszuführen. Das ist auf jeden Fall besser, als Festplatten dauerhaft mit USB oä. dranzupappen. Davon rate ich grundsätzlich ab, an irgendner Stelle kommt das immer zu Problemen und wenn es nur den Flaschenhals darstellt.
Mal eine externe Festplatte temporär dranhängen um schnell was umzukopieren/booten/backuppen geht weiterhin klar.

einem M.2-Steckplatz (2 Stück, wenn man die WLAN-Karte ausbaut)
Bau sie aus, WLAN hat in einem für Serverbetrieb gedachten Gerät (ja, ich weiß es ist kein echtes Servergerät) weniger was zu suchen und du hast mehr davon, wenn du dort eine NVMe verbaust. Eine Fehlerquelle weniger und Server bindet man sowieso nicht per WLAN an bzw. sollte man wirklich, WIRKLICH nicht.
 
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Was ist denn eigentlich der größte Nachteil, wenn ich sowohl Proxmox als auch die VMs auf die interne M2-NVME-SSD installiere? Also nur ein einziges Laufwerk für Boot und VMs?
 
Wenn dir das einzige Laufwerk stirbt wo alles drauf ist, sind 100% Daten weg.
Wenn dir bei zwei Laufwerken eins stirbt, sind nur 50% Daten weg. (Klar, das proxmox boot-lw bekommt man wieder frisch installiert, es sind "nur" die configs)

Etwas esoterischer, aber ich will drauf hinweisen: wenn du nur ein Laufwerk hast, bekommt das alle Schreibvorgänge verbraten. Es stirbt daher theoretisch auch schneller.
Hast du zwei verteilen sich die Vorgänge auf beide. "Starke Schultern" halten theoretisch länger und du bekommst die IOPS von beiden, nicht nur von einem.

Eine weitere Anmerkung:
Noch schlimmer ist es bei raid0/zfs stripe. Da reicht es, wenn nur eins von zwei (oder mehr) kaputt ist, dass dann alles hinüber ist. Damit verglichen ist eine Singleplatte trotzdem immer besser als ein raid0.
 
Ja, das mit Raid0 ist klar.

Aber wenn ich täglich Backups meiner VMs auf ein externes NAS mache und das zusätzlich noch extern sichere, was soll dann groß passieren?

Wenn die SSD oder eine von 2en stirbt, dann neu kaufen, Proxmox installieren. Backups zurücksichern und läuft... Wenn mal ein Tag downtime ist, dann ist es halt so. Wenn ich nach ein paar Jahren neue Hardware anschaffe, dann steht doch auch das selbe Prozedere an.

Oder hab ich da einen Denkfehler? Also Privatbereich... Keine Firma...

Mein kritischtes System wäre mein Openhab, das für die Smarthomesteuerung zuständig ist. Aber ich hab die Grundfunktionen alle in KNX (läuft ohne Server), nur Rollo auf/zu nach Astroprogramm und andere Spielchen sind dann für einen Tag nicht verfügbar.
 
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Wenn mal ein Tag downtime ist, dann ist es halt so.

Oder hab ich da einen Denkfehler?
Ne, das siehst du korrekt. Wenn du dich damit arrangieren kannst, dann passt das natürlich.

Ärgerlich bis problematisch wäre es, wenn du auch deinen Router darauf virtualisiert laufen hättest und gar nicht online kämst, um überhaupt eine neue disk zu kaufen. Unabhängig davon trotzdem mein Rat, immer mindestens 1x Ersatz im Schrank parat liegen haben, weil du nicht weißt was bis dahin ist. Vielleicht gibts sowas nicht mehr zu kaufen oder nur noch für den dreifachen Preis etc. usw. lieber haben und nicht brauchen. Von mir aus auch ein Billigteil, wenn du knauserig bist.
 
Mein Router ist auf einem anderen Proxmox-PC. Darauf ist dann Opnsense, pihole und Asterisk. Hab den dafür genutzen Rechner doppelt dastehen (Altgeräte aus der Firma) und wenn was ist, läuft das in kürzester Zeit wieder.

Mein bisheriger Dell T20 braucht um die 60 Watt. Die Mini-PCs laufen im Idle mit um die 5 Watt. Selbst mit 2 Stück und HDDs dran bin ich dann immer noch weit unter dem Verbrauch meines alten Servers. Wenn ich dafür Raspis nehmen würde, käme ich auch nicht viel mehr runter und hätte nur einen Bruchteil der Leistung.
 
Perfekt. Wenn du komplette Kisten als Redundanz/Kaltbackup aus Halde hast, kann nichts passieren.

Allgemein habe ich mit den Fujitsu-Kisten auch sehr gute Erfahrungen gemacht, die sippen echt wenig Saft aus der Dose. Leider proprietäre Netzteile und oft vendor lock beim RAM und daher picky.