Neues Proxmox-Setup auf Mini-PC: Fragen zur optimalen Plattenaufteilung und Dateisystem (ZFS?)

Swuff

Member
Jan 26, 2023
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Hallo zusammen,

ich richte gerade meinen neuen Proxmox-Server ein und würde mich über eine kurze Einschätzung von euch Profis freuen.

1. Meine Hardware-Basis:

  • CPU: 13th Gen Intel(R) Core(TM) i5-1340P (12 Cores / 16 Threads)
  • RAM: Aktuell 16GB DDR4 (Upgrade auf 64GB ist auf dem Weg)
  • Speicher: 1TB NVMe SSD + 1TB SATA-Disk (SSD oder HDD)
  • Netzwerk: Eine physische 2.5Gbit/s LAN-Schnittstelle
2. Geplante Dienste auf dem Proxmox-Host:

Der Server soll als All-in-One-Lösung für mein Homelab dienen. Geplant ist:

  • 2x Windows 11 VMs (laufen bereits)
  • Eine OPNsense-VM als zentraler Router/Firewall.
  • Home Assistant
  • AdGuard Home
  • Grafana und Prometheus für Netzwerk-Monitoring
  • Ein WireGuard-Server
Für die Netzwerk-Trennung plane ich, das Management (Proxmox-Host) im 192.168.69.x-Netz zu belassen, während die VMs/Dienste im 10.x.x.x-Netz laufen sollen, was durch die OPNsense-VM geroutet wird.

3. Aktueller Stand der Speichernutzung:

Aktuell habe ich Proxmox auf der 1TB NVMe-SSD installiert. Die zweite 1TB-Platte ist als reines Backup-Laufwerk für die Proxmox-Backups vorgesehen. Ist diese Aufteilung – eine Platte für das System und die "Live-Daten" der VMs, die andere nur für Backups – sinnvoll?

4. Meine Hauptfrage zum Dateisystem:

Bei der Installation habe ich das Standard-Dateisystem (ext4 mit LVM-Thin) genutzt. Ich frage mich, ob das die beste Wahl ist oder ob ich bei einer Neuinstallation lieber ZFS verwenden sollte.

  • Lohnt sich der Einsatz von ZFS auf einem System mit nur einer einzigen NVMe-SSD?
  • Welche spürbaren Vorteile (z.B. bei Datenintegrität, Snapshots) hätte ich dadurch, und welche Nachteile (z.B. höherer RAM-Verbrauch) handle ich mir ein?
Ich bin dankbar für jeden Tipp und eure Erfahrungen!
 
Moinsen,
ich hatte hier vor Kurzem die gleiche Frage (allerdings im Intern. Teil des Forums) gestellt: https://forum.proxmox.com/threads/new-to-proxmox-which-filesystem-s.166648/#post-774342
Am Ende habe ich mich für ZFS entschieden sowohl für die System (host /pve) ssd als auch für den zfs mirror der beiden anderen ssds (auf denen die VMs und LXCs laufen). Ich habe damit auf der System ssd neben den üblichen systemeigenen Partitionen noch local (wo .isos und Templates landen) und viel Platz für local-zfs (wo theoretisch auch VMs und LXCs laufen könnten). Das schöne ist: beiden steht der restliche Speicherplatz zur Verfügung, es erfolgt eine dynamischere Aufteilung als bei festen Partitionen, die bei Einrichtung ihren festen Plattenplatz zugeteilt bekommen.
Insgesamt aber: ich habe hier im Vergleich zu dir "nur" eine 480 GB ssd für pve, und die ist (Dank Auslagerung der VMs selber in den Mirror) recht leer. Um nicht zu sagen nahezu absolut leer. Du hast nun aber 1 TB...vielleicht eine Überlegung wert, den anders zu nutzen und eine von der Größe passendere Lösung fürs pve Hostsystem zu finden.
jm2c (und eigentlich viel zu wenig Ahnung... ;) )
 
@Swuff

Ich habe auch für die PVE Installation ZFS als Dateisystem gewählt, auch auf einer einzelnen SSD, jedoch habe ich mich für eine Enterprise SSD entschieden, die zieht zwar mehr Strom, aber ich muss mir wegen den Lebensdauer keine Sorgen machen;)

Wie hast du geplant OPNsense zu nutzen, da du nur eine physische LAN-Schnittstelle hast...

AdGuard Home und Wireguard würde ich direkt via OPNsense laufen lassen...

Zur zweiten SSD, ich würde für Backups einen separaten PBS empfehlen und dort die SSD direkt einbauen/einbinden...

Wenn du schon einen Netzwerkspeicher (via NAS) hast, kannst du dem PBS auch einen NFS Share hinzufügen - habe ich gerade selbst alles mal durchevaluiert für die spätere Produktivumgebung
 
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