Hardware aus Zeiten von DDR3

DeuSimon

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Sep 19, 2025
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Hallo,
da ich mich von meiner Synology trennen möchte, mache ich mir seit Tagen Gedanken über den Backupserver für meinen Homeserver.
soll 2 - 3 mal pro Woche einige Stunden laufen und sichern.

Bin mir noch nicht 100% sicher, ob es PVE mit einer VM PBS wird
oder
Truenas mit einer VM PBS.
Mit PBS möchte ich auch Dateisicherungen machen. Ich denke, bei einer Rücksicherung auf den Homeserver wäre das einfacher (für mich).
zzgl. Vorsichtshalber Rsync, bis meine 4 TB voll sind. Bin es so gewohnt direkt Dateien zu sehen. Muss mich da etwas umgewöhnen.

Zu meinem Luxusproblem:
4 TB Raid1 für Backups. Eventuell noch ne 1TB HDD wo auch VZ Dumps drauf kommen.

Ich habe bereits einen ausgedienten PC.
Mainboard: MSI H310M Pro-D 7B33-003R
CPU: Intel Core i5-8400, 6C/6T, 2.80-4.00GHz, tray CM8068403358811
RAM 2 * 8 GB GB DDR4 - ohne ecc
Habe darauf schon etwas herumprobiert und die Hardware läuft mit Truenas und PBS in einer VM.
Eine PCI zu SATA 6 fach mit ASM1166 kommt kommende Woche.

Nun habe ich mal durch RAM Preise geschaut, denn RAM ist ja iwie schon was sehr tolles.
Nunja, ich kam dann auf DDR3.

Gebrauchtes Supermicro X10SLL-F kostet ca. 40 - 45 EUR.
Intel Xeon E3-1231 v3 so um die 25 - 30 EUR
RAM DDR3 4 * 6 GB ECC 1600er gibt es auch. ca. 60 EUR
Ich komme da so ungefähr auf 175 EUR, ohne Gehäuse, ohne Netzteil.
Wie ist Eure Meinung...?
Die Hardware hat sicherlich schon sehr viel hinter sich.
 
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Nun denke daran ein Proxmox BS auf bare Hardware ist dein Freund,
ZFS mit HDDs als Raid 10, dann bitte auch mit einer weiteren ZFS VDEV als Special Device mit SSDs als ZFS n*Mirror mit n >=2.
Ohne ZFS Nutzung kann ich mich nicht auf die Erkennung von Datenfehlern verlassen.
 
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Wie soll der PBS auch eine Datensicherung machen, wenn er für die LXC und VM Sicherung gedacht ist.
Wie wird das gemanaged?
 
Bitte denke daran einen Adapter SATA 6 fach mit ASM1166 nur mit PCIe 3.0 x2 läuft und braucht, und somit nur 6x HDDs mit SATA III betreiben kann!
Der maximale Durchsatz ist aber geringer als SATA III.
# https://www.asmedia.com.tw/product/45aYq54sP8Qh7WH8/58dYQ8bxZ4UR9wG5.html
# https://www.elektronik-kompendium.de/sites/com/0904051.htm
Du erhälst also Durchsatz pro HDD = 0,97 GByte/s *2 /6 = 0,323333333 GByte/s ~ 330 MByte/s

Dann gibt es Firmwareprobleme bei nicht Silverstone Produkten.

Bitte denke bei den HDDs, nur Markenware zu verwenden.

So etwas wie eine Festplatte: Seagate IronWolf Pro NAS 4 TB CMR
WD nutze ich nicht mehr, da sie eine höhere Bitfehlerrate ausgewiesen haben und nach 3 Jahren Nutzungsdauer einen Fehler melden und getauscht werden "wollen".
Bei SSDs ist es ähnlich, keine Consumer SSDs, nur welche mit TLC (* oder Besser), DRAM Cache, PLP und hoher TWB.

Z.B. Kingston DC600M, SATA
# https://geizhals.de/kingston-dc600m-v130517.html
 
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Noch eine Anmerkung zu obigen Hardware Setup mit 4x HDD + 2-N x SSD als ZFS Pool.
Der Durchsatz bei mir liegt bei der maximalen Auslasung eines 2.5 GBit/s NIC mit Kompression noch darüber.

Somit sollte deine Netzwerkanbindung für dein Backupnetz auch 2,5 GBit/s oder mehr unterstützen.

D.h. für das Management-Netzwerksegment reichen Dir dann 1 Gbit/s und das Backupnetz auch 2,5 GBit/s ist davon getrennt.

Man kann für solch ein einfach Backupnetz auch einen preiswerten:
# UGREEN 2.5G LAN Switch mit 5X 2.5G Ports+1X10G SFP+, Unmanaged Netzwerk
verwenden.

Wenn ich darüber WinOS11 VM sichere, dann werden die lokalen SSDs mit maximal 300 MByte/s gelesen (Das ist so von mir konfiguriert), der gesamte Proxmox VE Host blockiert nicht und das System bleibt nutzbar!
Es sind max. Daten von 400 GByte der WinOS11 VM zu sichern.
 
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Vielleicht wäre für deinen Ansatz auch einige meiner Proxmox Homeserver Vorschläge im Forum interessant.
Ausgangspunkt könnte eine AMD B450 oder AMD B550 Chipsatz sein.
Ich schlage hier gerne das ASRock B550M Pro4 vor.
Das ist neu immer noch verfügbar und kostet wenig Geld.

In der Aufstellung ist nun das AeroCool Cipher S-BK-v1 aufgeführt, da es im Preis gefallen ist und mit den 5x ARCTIC P12 Pro PST eine leistungstarke Kühlung ermöglicht!

Eine Zusammenstellung der Hardware: # https://geizhals.de/wishlists/4623362
 
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Falls Du noch nicht mit dem ASRock B550M Pro4 beschäftigt hast.
* PCIe 4.0 mit Ryzen 5000 ohne IGPU
* PCIe 3.0 mit Ryzen 5000 mit IGPU

Eine AMD Ryzen 5 PRO 5655G CPU sehe ich als guten und richtigen Wahl für ein NAS, da man über das Mainboard auch ECC Ram nutzen kann und sich eine kleine externe GPU erspart.

Nutzt man als kleinste Alternative ohne PRO einen Ryzen 5 5600(X) PCIe 4.0, so braucht man eine externe Grafikkarte: GeForce GT 710 GPU und wird den PCIe 3.0 x4 Slot nutzen (müssen).

So fällt der Platz für die 6x SATA III Erweiterungskarte, SilverStone ECS06, PCIe 3.0 x4 (SST-ECS06), weg.
Ausser man steckt diese in den PCIe 3.0/4.0 x16 Slot.

In den PCI Express 3.0 x1 Slot kommt dann die 2.5 GBit/s Netzwerkkarte, SilverStone SST-ECL01.

Und als Highlight dieses Setups kann man es noch, zu der einen PCIe 3.0/4.0 x4 NVMe, 4 weitere PCIe 3.0/4.0 x4 NVMe nutzen.

Dies wird über die DELOCK 90210 - PCIe x16 > 4x M.2 NVMe realisiert.
Denn man hat den PCIe 3.0/4.0 x16 Slot noch frei und der kann als PCIe 3.0/4.0 x4, x4, x4, x4 genutzt werden.

In meinen Augen die Beste Preis/ Leistungszusammenstellung für ein Proxmox VE oder Proxmox BS System.
 
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Danke für Deine seeeehr vielen Informationen und deinen praktischen Erfahrungen.

Ich werde zunächst mal weiter nutzen was ich habe und mich mit diesen .. optimalen Sicherungsmöglichkeiten beschäftigen, bevor ich einen Weg einschlage.

Du hast mir wirklich sehr interessante Konstellationen genannt, die wohl auch maximal nützlich sein können, über die ich intensiv nachdenken werde.
 
Bitte versuche Deine Vorstellungen auf die Ausrichtung der Nutzung von Proxmox BS zu richten, im Bereich eines Homelabs.
* Was benötigt man für einen sichere Nutzung?
* Und wie kann die Sicherung schnell über das Netzwerk erfolgen?
* Wie siehen die Erweiterungsmöglichkeiten für die nächten 3 Jahre aus?

* Die AMD AM4 Plattform mit PCIe 3.0/ 4.0 ist modern, verfügbar und ausgereift. Und wird längere Zeit, im vergl. zu Intel LGA 1150, nutzbar sein.
* Der Verkauf von Komponenten sollte weniger Verlust mitsich bringen.
* Dann wird der reine Stromverbrauch technologisch geringer, die Rechenleistung höher sein und ein AMD AM4 System hat keine Begrenzung/ Einschränkung in der Nutzung der CPU.
* Man kann z.B. HT oder CPU Kerne abschalten und die PBO (Leistungsaufnahme) begrenzen, um den Gesamtstrombedarf zu optimieren.
* Langfristig wird sich der DDR4 Speicher und die Kosten für HDDs und SSDs wieder verbessern und eine Erweiterung in alle Richtungen ist denkbar -> 5x NVMe.
* Eine andere AMD Ryzen CPU mit 8 oder mehr Kernen, für evtl. Proxmox VE mit Proxmox BS virtualisiert und Anderes.
* Max 12x 3,5" HDDs und SSDs sind denkbar..

Das Gehäuse AeroCool Cipher S-BK-v1 ist ein Geheimtip, gerade für den Preis und mit den passenden Gehäuselüftern 5x ARCTIC P12 Pro PST ist das Gesamtpaket klasse!
Da Du noch kein Gehäuse hast, könnte man sich das schon mal anschaffen.