Ich möchte ein NAS haben (befindet sich im Bau). Auf diesem Nas sollen "ein paar" HDDs als mirrored pool laufen und Daten bereitstellen für user (samba) und an VMs und LXCs (ich denke hier ist NFS am besten?).
Auf dem NAS soll auch eine VM laufen da sie am meisten auf den Speicher zugreifen wird.
NAS-root und die VM sollen auf einer SSD sein.
Warum dann überhaupt ProxmoxVE, wenn der Hauptsinn eine NAS + 1-3 VM ist? Die gängigen NAS-Betriebssysteme (UnRaid,TrueNAS, OpenMediaVault) können auch alle VMs hosten. Wenn der Hauptsinn des entsprechenden Systems ist, eine NAS bereitzustellen, wozu dann noch ProxmoxVE und dessen steilere Lernkurve und Komplexität? Was für eine VM und NAS_Software willst du denn einsetzen?
Zu den Daten: Kann man so machen.
Alles andere soll auf einem von zwei MiniPCs laufen. Wenn einer dieser MiniPCs ausfällt sollen die wichtigen Services "automatisch" auf dem jeweils anderen MiniPC weiter laufen. Root disks der VMs und LXCs sind auf den MiniPCs und sollen nächtlich synchronisiert werden. Ich habe gelesen das wäre möglich, finde aber jetzt natürlich nichts dazu.
Ja, das funktioniert so. Relevante Lektüre:
https://pve.proxmox.com/wiki/Storage_Replication
https://pve.proxmox.com/wiki/High_Availability
Für HA braucht man aber zwingend einen dritten Knoten, da man sonst ein Splitbrain-Szenario riskiert (sehr grob erklärt: Knoten im Cluster müssen regelmäßig ein Quorum bestimmen, dafür braucht es Mehrheiten, die ein Zwei-Knoten-Cluster nicht haben kann).
Glücklicherweise braucht es dafür aber nicht zwingend einen dritten ProxmoxVE-Knoten, man kann auch ein Device außerhalb des Clusters dafür nehmen, z.B. einen PI oder eine VM auf einen Server, der NICHT Teil des Cluster ist:
https://pve.proxmox.com/wiki/Cluster_Manager#_corosync_external_vote_support
Selbst als docker-container geht:
https://forum.proxmox.com/threads/how-to-run-a-qdevice-in-docker.141679/
Man könnte also das auch in einen schlanken Container oder kleine VM (meine qdevice-VM hat aktuell 512 MB RAM und vermutlich auch weniger gehen) auf dem NAS-Knoten laufen lassen. So ein qdevice braucht auch nicht die gleiche Latenz wie die normalen corosync-Knoten, braucht also auch kein extra Netzwerk, solange die corosync-Knoten nur überhaupt darauf zugreifen können.
Grösserer Platzbedarf (alles was unter Datengrab fällt) soll von den MiniPCs auf dem NAS abgelegt werden und im Failover Szenario soll der ersetzende MiniPC da weiter machen wo der andere aufgehört hat.
Wenn ich dafür keinen Cluster brauche ist das auch absolut ok für mich, ich dachte nur das wäre unabdingbar?
Die USB-Ethernet-Adapter Idee finde ich fantastisch, vielen Dank!
Code:
Braucht dann halt noch einen dezidierten Switch, aber das muss ja alles keine teure Hardware sein, im Clusternetz hängen ja eh nur die Clusterknoten (braucht also keinen Support für VLANs o.ä.).
Wieso bräuchte ich einen dedizierten Switch? Hat das was mit der Latenz zu tun oder mit den Bandbreiten-Spikes?
Naja, wie verbindest du drei Knoten, sodass sich alle erreichen können, wenn du keinen Switch hast? Für ein mesh-Netzwerk bräuchtest du ja pro Knoten zwei Netzwerkkarten (siehe:
https://pve.proxmox.com/wiki/Full_Mesh_Network_for_Ceph_Server das beschreibt so ein Setup für Ceph, gilt so aber auch für corosync). Wenn du dagegen nur zwei Knoten im corosync-netzwerk hast, dann braucht es auch keinen Switch
Was mir noch unklar ist, wie du deine NAS und VMs/LXCs sicherst. Ich selbst fahre da zweigleisig (näheres ist hier beschrieben:
https://forum.proxmox.com/threads/o...upt-ihr-eure-vms-und-files.174054/post-809135 ), indem ich die Daten auf der NAS unabhängig von den VMs und lxcs sichere. Genauer gesagt backupe ich die VMs und lxcs in einen lokalen ProxmoxBackupServer, dessen Backups wiederum auf einen PBS auf einen vserver gesichert werden. Für die Daten auf der NAS und Notebook nutze ich restic.
In deinen Fall wäre es eine Überlegung, deinen NAS-Knoten auch für den ProxmoxBackupServer zu nutzen. Entweder indem du ihn als VM einrichtest oder (falls du trotzdem ProxmoxVE als Basis nutzen möchtest) parallel zum PVE. Letzteres hätte den Vorteil, dass man (bei knappen Ressourcen) das qdevice auch in einen Debian-Container laufen lassen könnte. Die Idee habe ich vom Proxmox-Entwickler Aaron, der beschreibt sein Setup hier:
https://forum.proxmox.com/threads/planning-advice.169434/#post-791732
So oder so würde ich den NAS-Knoten dann nicht in den Cluster aufnehmen.
Ich würde dann den NAS-Knoten aber trotzdem nicht in den Cluster aufnehmen. Mit den DatacenterManager (der läuft im Cluster) kann man ja im Bedarfsfall auch zwischen dem Cluster und NAS-PVE VMs/Container hin- und herschieben.