Ablösung Synology NAS & Mini-HomeLab durch Proxmox – Suche nach sinnvoller Hardware-Strategie

abc150781

New Member
Jan 13, 2026
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Hallo zusammen,

meine aktuelle Synology DS216+II mit 8 GB RAM ist inzwischen deutlich in die Jahre gekommen. Ich stehe daher vor der Entscheidung, wie ich mein bestehendes NAS sinnvoll ablösen kann.

Ganz offen gesagt hat mich die strategische Entscheidung von Synology, den vollen Funktionsumfang zeitweise nur noch mit eigenen HDDs zu erlauben, ziemlich geärgert. Auch wenn man diese Entscheidung nach massivem Community-Feedback wieder relativiert hat, bleibt bei mir ein gewisser fader Beigeschmack.

Aus diesem Grund habe ich mich intensiver mit alternativen Lösungen beschäftigt.

Relativ schnell stößt man dabei auf Systeme wie das Ugreen DXP4800 Plus, das von der Hardware her ausreichend Leistung bietet und sich problemlos mit Proxmox betreiben lässt, um darauf z. B. TrueNAS oder Unraid zu installieren. Die Vor- und Nachteile der einzelnen NAS-Betriebssysteme möchte ich an dieser Stelle bewusst nicht diskutieren, dazu gibt es bereits genug Beiträge.

Als ich mir das DXP4800 Plus einmal konkret konfiguriert habe (2 × 1 TB M.2 NVMe, 32 GB RAM und 4 × 4 TB WD Red), bin ich allerdings fast vom Stuhl gefallen: Am Ende standen rund 1.800 € auf dem Zettel.

Ja, DDR5-RAM ist aktuell teuer, aber selbst wenn ich die RAM-Kosten herausrechne, lande ich immer noch bei ca. 1.500 €. Das empfinde ich für das Gebotene als sehr viel Geld.

Daraufhin kam der Gedanke auf: Warum nicht selbst bauen?
Und genau hier beginnt das klassische Thema: Welches Mainboard, welche CPU, welches Gehäuse?

An dieser Stelle brauche ich einmal die Proxmox-Schwarmintelligenz:
Wie würdet ihr an meiner Stelle vorgehen?
Welche Hardware-Setups nutzt ihr selbst?

Vielleicht noch ein paar Worte zu meinem eigentlichen Ziel:

Zum einen soll die neue Lösung meine Synology DS216+II vollständig ablösen. Diese dient bei mir aktuell hauptsächlich als „Datenkrake“. Eine Kamera ist zwar über die Surveillance Station angebunden, das ist aber eher dem Umstand geschuldet, dass DSM ohnehin eine Lizenz mitbringt – ein echtes Muss ist das für mich nicht.

Zum anderen soll die neue Proxmox-NAS-Lösung auch meinen bisherigen HomeLab-Server ersetzen, der aktuell auf einem Mini-PC läuft. Darauf betreibe ich derzeit drei VMs:
  • Home Assistant
  • Debian 13 mit Portainer (UniFi Controller, Vaultwarden, Paperless, Nginx)
  • ein weiteres Debian für CheckMK und privates DNS
Perspektivisch soll auf dem Proxmox-Host aber noch mehr passieren. Geplant sind u. a.:
  • Nextcloud (als Alternative zum teuren 2-TB-iCloud-Abo)
  • ggf. Frigate als Ersatz bzw. Ergänzung zur Surveillance-Lösung
Zur Einordnung:

Mein aktueller HomeLab-Server läuft mit einem AMD Ryzen 5 PRO 3400GE, 32 GB RAM, einer 128-GB-SSD für Proxmox und einer 1-TB-M.2 für die VMs. ZFS oder RAID für die VM-Disks nutze ich bislang nicht.

Genau deshalb stehe ich nun vor der Frage, wie es sinnvoll weitergeht und welche Hardware-Plattform sich dafür anbietet

Ein persönlicher Wunsch wäre ein 19″-Gehäuse mit 1 HE oder 2 HE, mindestens:
  • 4 Hot-Swap-fähige SATA-HDDs
  • zusätzlich 2 SSDs
  • sowie 2 × M.2 NVMe direkt auf dem Mainboard

Hier scheitert es aktuell schon am Gehäuse: Entweder finde ich nichts Passendes oder ich lande preislich direkt wieder in Regionen, in denen ich mir auch gleich ein fertiges System wie das DXP4800 Plus inkl. Platten hinstellen könnte. Vielleicht suche ich aber auch einfach falsch.


So, jetzt habe ich genug geschrieben – und ChatGPT durfte einmal drüber schauen

Ich bin gespannt auf eure Meinungen, Erfahrungen und Setups.

Viele Grüße
Patrick
 
Irgendwie verstehe ich Dein Vorhaben nicht so ganz. Du hast jetzt die DS216+II die Du eh nur als Datengrab nutzt. Außerdem hast Du eine Proxmox Kiste mit der Du alles was Du bisher machst und noch machen willst, recht locker abdecken kannst. Frigate mit aktivierten KI-Features mal außen vor. Wieso willst Du jetzt viel Geld in den Hand nehmen, um Dir jetzt eine neue Proxmox Kiste zusammenzustellen, nur damit diese dann auch noch zusätzlich als NAS genutzt werden kann? Warum nutzt Du Deine DS216+II nicht weiterhin als reines NAS und somit Datengrab und wenn Du willst kannst Du Dir unter Proxmox ja auch noch eine NAS VM per z.B. OMV oder DSM installieren und diese auch noch für ein paar andere NAS-Aufgaben nutzen.

Ja die Ryzen 5 PRO 3400GE ist jetzt nicht gerade aktuell, aber in meiner hier seit jetzt ca. 3 Jahren genutzen Proxmox Kiste (Refurbished Fujitsu Esprimo D957 SFF PC) läuft nur eine Intel i3-7100 CPU mit 40GB RAM und HA VM + NAS VM + Linux VM, ohne das ich irgendwie das Gefühl hätte das ich etwas Leistungsstärkeres brauche, oder gebrauchen konnte. Meine beiden DS (DS720+ und DS215j) laufen jetzt nicht mehr 24/7, sondern nur noch wenn sie gebraucht werden. :) Ich hätte hier zwar auch noch eine etwas stärkere refurbished Fujitsu Esprimo D958 SFF Kiste mit I3-8100 CPU zur Verfügung (gekauft im Dezember 2025), aber wie gesagt gibt es für mich gar keine Notwendigkeit meine bisherige Proxmox Kiste zu ersetzen.

BTW: Die beiden geannten refurbished Fujitsu Esprimo SFF Kisten haben mich mit jeweils 16GB RAM und 250GB SSD darin, jeweils rund € 150 gekostet. Gut bei den aktuellen RAM-Preisen müsste man jetzt etwas mehr Geld auf den Tisch legen, aber ich gebe doch nicht € 1.000 oder mehr für eine neue Proxmox Kiste aus, mit der ich dann nur das mache was ich aktuell damit mache und was ja ähnlich zu dem ist was Du damit machen willst.

Ich will Dir Dein Vorhaben auch nicht ausreden und wenn Geld keine Rolle spielen sollte dann los, :D aber vielleicht bringt Dich mein Posting ja auch dazu über Dein Vorhaben noch einmal grundsätzlich nachzudenken. :)

VG Jim
 
Irgendwie verstehe ich Dein Vorhaben nicht so ganz. Du hast jetzt die DS216+II die Du eh nur als Datengrab nutzt. Außerdem hast Du eine Proxmox Kiste mit der Du alles was Du bisher machst und noch machen willst, recht locker abdecken kannst. Frigate mit aktivierten KI-Features mal außen vor. Wieso willst Du jetzt viel Geld in den Hand nehmen, um Dir jetzt eine neue Proxmox Kiste zusammenzustellen, nur damit diese dann auch noch zusätzlich als NAS genutzt werden kann? Warum nutzt Du Deine DS216+II nicht weiterhin als reines NAS und somit Datengrab und wenn Du willst kannst Du Dir unter Proxmox ja auch noch eine NAS VM per z.B. OMV oder DSM installieren und diese auch noch für ein paar andere NAS-Aufgaben nutzen.

Ja die Ryzen 5 PRO 3400GE ist jetzt nicht gerade aktuell, aber in meiner hier seit jetzt ca. 3 Jahren genutzen Proxmox Kiste (Refurbished Fujitsu Esprimo D957 SFF PC) läuft nur eine Intel i3-7100 CPU mit 40GB RAM und HA VM + NAS VM + Linux VM, ohne das ich irgendwie das Gefühl hätte das ich etwas Leistungsstärkeres brauche, oder gebrauchen konnte. Meine beiden DS (DS720+ und DS215j) laufen jetzt nicht mehr 24/7, sondern nur noch wenn sie gebraucht werden. :) Ich hätte hier zwar auch noch eine etwas stärkere refurbished Fujitsu Esprimo D958 SFF Kiste mit I3-8100 CPU zur Verfügung (gekauft im Dezember 2025), aber wie gesagt gibt es für mich gar keine Notwendigkeit meine bisherige Proxmox Kiste zu ersetzen.

BTW: Die beiden geannten refurbished Fujitsu Esprimo SFF Kisten haben mich mit jeweils 16GB RAM und 250GB SSD darin, jeweils rund € 150 gekostet. Gut bei den aktuellen RAM-Preisen müsste man jetzt etwas mehr Geld auf den Tisch legen, aber ich gebe doch nicht € 1.000 oder mehr für eine neue Proxmox Kiste aus, mit der ich dann nur das mache was ich aktuell damit mache und was ja ähnlich zu dem ist was Du damit machen willst.

Ich will Dir Dein Vorhaben auch nicht ausreden und wenn Geld keine Rolle spielen sollte dann los, :D aber vielleicht bringt Dich mein Posting ja auch dazu über Dein Vorhaben noch einmal grundsätzlich nachzudenken. :)

VG Jim
Hi Jim,

danke für Deinen Betrag, so wie Du das beschreibst klingt das schon echt Dekadent von mir. Warum möchte ich überhaupt die Hardware Wechsel. In erster Line geht es mir darum die Anzahl der Systeme in meinem Rack zu reduzieren, wenn man dann noch ein paar Watt sparen kann um so besser, ist aber nicht mein Primäres Ziel. Die Festplatten in der Synology sind schon älter, hier ist eh bald mit einem Austausch zu rechnen. Des Weitern gehe ich davon aus das die DS216+II beim nächsten Major Update leer ausgehen wird. Ausserdem hat mich Synology echt verärgert. Aber ja vielleicht sind das alles nur Vorwände für ein neues Projekt damit ich es mir selber besser "verkaufen" kann.

Und wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich mir vermutlich einfach die DXP4800 Plus holen, aufrüsten bist unter das Dach und fertig, Wobei ich was die CPU Specs angeht auch noch nicht ganz überzeugt bin. Für meine aktuellen System reicht das sicherlich, aber ich plane ja nicht für die nächsten X Monate, sondern möchte wie ich es beschrieben habe auch weitere VMs hier installieren. Ich dachte eventuell mit einer DIY NAS kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, zum einen bekomme ich mehr Leistung für mein Geld oder zumindest die selbe Leistung für weniger Geld.

Deine Anregung ist aber echt berechtigt und ich denk nochmal drüber nach was mich eigentlich wirklich treibt.
 
ich denk nochmal drüber nach was mich eigentlich wirklich treibt
Gut "Ziel" erreicht. :D

Sicherheitsupdates wird es für Deine DS216+II wohl noch weiterhin geben, aber da müsste ich auch erst genauer nachschauen und ja ich habe mich jetzt auch schon vor rund 2 Jahren endgültig von Synology verabschiedet und würde mir auch kein NAS mehr von denen kaufen. Eben wegen deren Unternehmen- und Produktstrategie der letzten Jahre. Trotzdem nutze ich meine DS hier natürlich auch noch weiter und als reines Datengrab werden die wohl auch noch einige Jahre überleben. Einen Teil der NAS-Aufgabe habe ich eben auf die NAS VM in meiner Proxmox Kiste ausgelagert, sprich darin steckt jetzt noch eine weitere 2TB NVMe als NAS Laufwerk, auf dem Daten gesichert und auch wieder im LAN zu Verfügung gestellt werden. Warum nutze ich in meiner Proxmox Kiste keine NAS HDD, obwohl ich hier noch ein paar WD Red Plus in den Schubladen liegen habe? Weil die HDD eben mehr Strom verbrauchen als eine NVMe SSD. :) Denn für mich spielt auch und schon immer, das Thema Stromverbrauch eine Rolle, wenn eine Kiste 24/7 läuft. Ja manchen User mag das ziemlich egal sein, Hauptsache er hat zu Hause eine möglichst performante und toll ausgestattete Proxmox Kiste am laufen, aber mir ist es eben nicht egal. :D

Aktuell ist es eben bei den aktuellen RAM und SSD-Preisen ein ziemlich schlechter Zeitpunkt sich jetzt etwas Neues "gönnen" zu wollen. Ja natürlich weiß man auch nicht wohin sich die Preise in den nächsten Monaten bewegen und ja es kann auch durchaus noch teurer werden, aber ohne wirkliche Notwendigkeit würde ich jetzt so eine Aktion wie Du sie vor hast nicht machen.

Wenn Du Dir jetzt ein perfomantes Proxmox System zulegen willst, dann könntest Du bei so einer "Nice to have Kiste" landen wie sie der User news hier zusammengestellt hat https://forum.proxmox.com/threads/p...5000-und-3000-cpu-ssd-hdd-nvme-4-0-x4.170196/
Dann wärst Du bereits bei > € 1.000 und dabei sind dann ledig 2 St. 4TB HDD eingerechnet. Was dann bei einer "Nice to have Kiste" bei Dir herauskommen würde kannst Du über Preissuchmaschinen ja leicht selber ermitteln.

VG Jim
 
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@abc150781 ich habe die Geizhalsaufstellung nochmals überarbeitet.

# https://geizhals.de/wishlists/4623362

Du kannst Sie mal in deinen Geizhalaccount übernehmen und Deine Auswahl präsentieren.

Mit dem kaufbaren Gehäuse:
* AeroCool Cipher-S-BK-v1
wäre auch viel Platz für ein ATX Mainboard:
* ASRock B550 PG Riptide
und die Möglichkeit weiter 4-6 SATA III Geräte über eine Erweiterungskarte
* SilverStone ECS06, PCIe 3.0 x4
zu nutzen.
Bei den vielen 11x 3.5" Slots für Festplatten/ SSDs und den viele 2.5" Slots für SSDs, sollten aktuelle und zukünftige Ausbaustufen möglich sein.

Mit so einem µATX oder ATX Rechner ist man flexibler als ein "fertiges" NAS sein.

Man beachte auch die PCIe 4.0 x16 Schnittstelle, die mit der passenden AM4 Ryzen 3000 (X/XT) oder 5000 (X/XT) CPU und dem passenden AMD AM4 Mainboard, hat man PCIe 4.0 4 x4 (bifurcation) zur Verfügung. So kann man einfach auch 5x M.2 NVMe PCIe 4.0 x4 nutzen.
Ja wenn der Geldeinsatz nicht wäre.
 
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