Windows Server 2025 Standard OEM / ROK auf Proxmox – Aktivierung mehrerer VMs, welche Lizenz ist korrekt?

Knallex

New Member
Jan 22, 2026
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Hallo zusammen,

ich würde gern eure Erfahrungen zur Windows-Server-Lizenzierung auf Proxmox einholen,
da ich aktuell widersprüchliche Rückmeldungen bekomme (Hersteller / Proxmox) und selbst
keine saubere Lösung finde.

Setup:
- Proxmox VE (Bare Metal)
- Ziel: 2x Windows Server Standard VMs parallel
- Windows Server 2025 Standard
- Hypervisor: Proxmox

Bisher getestet:
- ROK/ROCC-Lizenz von Terra (Wortmann):
- Erste VM ließ sich aktivieren
- Zweite VM ließ sich nicht aktivieren
- BIOS-/Hersteller-Infos vom Host an die VM durchgereicht
- Auch damit keine Aktivierung der zweiten VM möglich

Verwendeter Proxmox-Befehl (SMBIOS/Hersteller durchreichen):
qm set <VMID> --args "-smbios type=1,manufacturer=WORTMANN,product=TERRA SERVER,version=ROK,serial=OEM"

Früher hatte ich von BlueChip eine "nur" OEM Standard Lizenz bekommen.
- die konnte ich auf 2 VM's aktivieren.

=> Zu dem Thema ROK hat mir Wortmann dann geschrieben, dass die das Problem noch nie hatten und ihre ROK wohl angeblich gar keine ROK ist...sondern eine OEM
Ab dem Zeitpunkt bin ich jetzt total verwirrt

Meine Kernfragen:
- Welche Lizenzform ist für Proxmox + 2 Windows Server Standard VMs wirklich korrekt?
- Ist ROK/OEM auf Proxmox überhaupt sinnvoll oder praxisfremd?
- Ist der einzig saubere Weg hier Volumenlizenz / CSP?
- Wer hat reale Erfahrungen mit:
- Windows Server Standard (2 VMs)
- OEM vs. ROK auf Proxmox

Mir geht es ausdrücklich um lizenzkonformes Vorgehen, nicht um Tricks.
Aktuell wirkt ROK/OEM auf Proxmox eher unzuverlässig.

Danke für eure Einschätzungen & Erfahrungswerte!
Viele Grüße
Alex
 
Bis gerade eben wusste ich gar nicht, dass Wortmann auch ROK vertreibt. Ich hatte sowas mal mit Fujitsu und ESXi. Das war damals mein erster und letzter Kauf einer ROK Lizenz. Es hat zwar alles funktioniert, aber die Bindung an die Hardware war mir dann doch zuviel des Guten.

Fakt ist aber, dass das eine ganz normale OEM-Lizenz ist, eben mit Hardware-Bindung. Der Server Standard darf ja einmal physisch oder 2x virtuell installiert werden. Vorstellen kann ich mir, dass das Durchreichen der Hardware-Optionen dazu geführt hat, dass der erste Server als physische Instanz installiert wurde und nun eine zweite Aktivierung verweigert.

Ich würde mich mal an Microsoft wenden. Du hast ja schließlich etwas in der Hand und kannst das auch erklären.

PS: und beim nächsten Mal lieber ein paar Euro mehr ausgeben und eine MS-Lizenz kaufen.
 
Hey Boisblue,

genau das ist ja das Merkwürdige an der ganzen Sache.

Wortmann behauptet inzwischen, dass es gar keine ROK-/ROCC-Lizenz sei, obwohl sie mir diese explizit als ROK verkauft haben. Diese Aussage ist für mich ehrlich gesagt sehr widersprüchlich – insbesondere, weil Wortmann selbst Microsoft-Partner ist.
Wenn selbst dort intern offenbar keine saubere Einordnung möglich ist, macht das die Sache nicht gerade vertrauenswürdiger.

Zum Vergleich:
Mit einer OEM Standard Lizenz von Bluechip hatte ich keinerlei Probleme – zwei VMs, Aktivierung sauber, ohne Tricks, ohne Diskussionen.

Fakt ist für mich:
• OEM von Bluechip → funktioniert
• „ROK/OEM“ von Wortmann → widersprüchliche Aussagen + Aktivierungsprobleme
• Hersteller, Proxmox und Lizenzgeber schieben sich gegenseitig den Ball zu

Mir geht es ausdrücklich nicht um Workarounds, sondern um ein lizenzkonformes, reproduzierbares Setup.
Und genau das bekomme ich aktuell von Wortmann nicht sauber beantwortet.

Ein offizielles Microsoft-Ticket möchte ich ehrlich gesagt vermeiden – ich hatte da schon einige Fälle, das ist extrem zäh und am Ende bekommt man selten eine klare, schriftlich belastbare Aussage.

Unterm Strich werde ich künftige Server vermutlich nicht mehr über Wortmann beziehen, sondern eher zu Thomas-Krenn wechseln. Die sind seit längerem Proxmox-Partner und haben in der Praxis deutlich mehr Erfahrung mit genau solchen Szenarien.

Wenn jemand hier eine belastbare, offizielle Aussage oder reale Praxiserfahrung (nicht Theorie) zu Windows Server Standard (2 VMs) auf Proxmox hat – gern her damit.
 
Die telefonische Aktivierung gibt es ja seit kurzem nicht mehr. Aber man kann ja online die Aktivierung anstoßen. Wenn es dort nicht klappt, wird man ja vielleicht direkt mit einem Mitarbeiter verbunden, der evtl. helfen kann.

Ich meine jetzt die Onlineaktivierung, zu der man am Smartphone geschickt wurde, wenn man den telefonische Aktivierung mit dem Eintippen der Installations-ID überspringen wollte.

Ein Versuch ist es wert.
 
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Danke dir für den Hinweis
Das ist aber tatsächlich nicht ganz das Thema meines Postings.

Mir geht es nicht um den Aktivierungsweg (telefonisch / online / Support), und auch nicht darum, wie man eine Aktivierung vielleicht doch noch irgendwie durchbekommt. Das funktioniert vielleicht – zur Not mit einem Microsoft-Mitarbeiter.

Mir geht es explizit um die lizenztechnische Einordnung im Vorfeld:
  • Welche Lizenzform ist für Proxmox + 2× Windows Server Standard VMs
    korrekt, reproduzierbar und ohne Interpretationsspielraum?
  • OEM vs. ROK vs. CSP/Volumenlizenz
  • Und warum OEM (z. B. Bluechip) in der Praxis problemlos funktioniert, während „ROK/OEM“ bei Wortmann widersprüchlich behandelt wird
Kurz: nicht „Wie aktiviere ich es irgendwie?“,
sondern „Was ist hier lizenzrechtlich wirklich das richtige Setup?“ – unabhängig von Workarounds.

Wenn du dazu reale Praxiserfahrungen hast, gern her damit
Ansonsten danke trotzdem für den Input.

Viele Grüße
Alex
 
Microsoft sagt, dass der Server Std 2x virtuell oder 1x physisch installiert werden darf. Und das geht mit OEM genauso wie mit SB oder ROK.

Ich selbst habe auch schon virtuelle ROK-Server von ESXi nach PVE migriert und die haben sich anstandslos selbst neu aktiviert.

PS: ROK ist ja OEM/SB, nur eben mit Hardwarebindung
 
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Du hast Formal Recht, ABER:

✔️ Lizenzrechtlich korrekt
❌ Aktivierungstechnisch unvollständig
(und genau ist mein Problem)
 
Mir geht es explizit um die lizenztechnische Einordnung im Vorfeld:

Woher sollen wir wissen, wie Microsofts Rechtsabteilung oder ein Auditor das einordnen? Solche Fragen ( ähnlich wie ob irgendwelcher Business-Enterprise-Dreck überhaupt in nicht-Vmware-Hypervisern unterstützt wird ) kann nur der jeweilige Hersteller beantworten .
 
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Hallo zusammen,

ich würde gern eure Erfahrungen zur Windows-Server-Lizenzierung auf Proxmox einholen,
da ich aktuell widersprüchliche Rückmeldungen bekomme (Hersteller / Proxmox) und selbst
keine saubere Lösung finde.

Setup:
- Proxmox VE (Bare Metal)
- Ziel: 2x Windows Server Standard VMs parallel
- Windows Server 2025 Standard
- Hypervisor: Proxmox

Bisher getestet:
- ROK/ROCC-Lizenz von Terra (Wortmann):
- Erste VM ließ sich aktivieren
- Zweite VM ließ sich nicht aktivieren
- BIOS-/Hersteller-Infos vom Host an die VM durchgereicht
- Auch damit keine Aktivierung der zweiten VM möglich

Verwendeter Proxmox-Befehl (SMBIOS/Hersteller durchreichen):
qm set <VMID> --args "-smbios type=1,manufacturer=WORTMANN,product=TERRA SERVER,version=ROK,serial=OEM"

Früher hatte ich von BlueChip eine "nur" OEM Standard Lizenz bekommen.
- die konnte ich auf 2 VM's aktivieren.

=> Zu dem Thema ROK hat mir Wortmann dann geschrieben, dass die das Problem noch nie hatten und ihre ROK wohl angeblich gar keine ROK ist...sondern eine OEM
Ab dem Zeitpunkt bin ich jetzt total verwirrt

Meine Kernfragen:
- Welche Lizenzform ist für Proxmox + 2 Windows Server Standard VMs wirklich korrekt?
- Ist ROK/OEM auf Proxmox überhaupt sinnvoll oder praxisfremd?
- Ist der einzig saubere Weg hier Volumenlizenz / CSP?
- Wer hat reale Erfahrungen mit:
- Windows Server Standard (2 VMs)
- OEM vs. ROK auf Proxmox

Mir geht es ausdrücklich um lizenzkonformes Vorgehen, nicht um Tricks.
Aktuell wirkt ROK/OEM auf Proxmox eher unzuverlässig.

Danke für eure Einschätzungen & Erfahrungswerte!
Viele Grüße
Alex
Hi, es ist egal ob das eine OEM oder Systembuilder Version ist.
Du kannst mit jeder Windows Standard zwei VMs auf dem selben Physikalischen Blech betreiben. Wenn die Aktivierung nicht geht, dann ist das im Moment gar nicht so ungewöhnlich, das haben auch einige Kunden mit DELL OEM Lizenzen auch. Sogar auf HyperV. ;)
Wenn du die Lizenz im Schrank hast und dich Lizenzkonform verhälst, ist die Aktivierung nur damit es hübsch aussieht, aber hat keine echte Auswirkung.
(Außer man nutzt ein Eval ISO zum installieren)
Korrekt Lizenzen Bezahlen ist wichtig, aktivieren ist optional, wenn MS mal kontrollieren sollte.
 
Hallo zusammen,

kurzes Update aus der Praxis, falls es anderen hilft, die aktuell mit Windows Server 2025 (OEM/ROK) in virtualisierten Umgebungen kämpfen.

Ausgangslage
- Proxmox VE (Bare Metal)
- Windows Server 2025 Standard (ROK/OEM)
- Server ist Domain Controller + DNS
- DNS zeigt auf sich selbst, Forwarder funktionieren sauber
- Lizenzrechtlich alles korrekt (ROK vorhanden)

Problem
- slmgr /ato schlägt reproduzierbar fehl
- Fehler: unter anderem 0x800705b4 (Timeout)
- Netzwerk / Internet grundsätzlich erreichbar
- DNS-Weiterleitung funktioniert für Clients problemlos

Lösung / Beobachtung
Die Aktivierung hat nicht über die klassische Online-Aktivierung funktioniert, wohl aber über die manuelle / webbasierte Aktivierung über den Microsoft Virtual Assistant:

https://visualsupport.microsoft.com/

Vorgehen:
- Installations-ID dort eingegeben
- Bestätigungs-ID erhalten
- Bestätigungs-ID lokal eingetragen
- Aktivierung erfolgreich

Danach:
- slmgr /dlv zeigt:
- Lizenzstatus: Lizenziert
- korrekter OEM/ROK-Kanal
- Windows GUI zeigt ebenfalls „Windows ist aktiviert“

slmgr /ato liefert auch nach erfolgreicher Aktivierung weiterhin einen Timeout, was sich aber nicht auf den Lizenzstatus auswirkt.

Technische Einordnung (Hypothese)
Meine aktuelle Vermutung ist, dass slmgr /ato bzw. die Software Protection Platform intern einen anderen Netzwerk-/DNS-Pfad (WinHTTP) nutzt als normale Anwendungen oder Dienste.

Auf einem Domain Controller:
- DNS = localhost
- Forwarder = korrekt
- normale Namensauflösung = ok
- aber Aktivierungsdienst -> Timeout

Interessant dabei:
- Ein separater SQL Server konnte sich problemlos aktivieren, nachdem der AD/DNS sauber lief
- Beim DC selbst scheint der Aktivierungsweg anders zu sein (vermutlich direkter Microsoft-Endpunkt, andere Auflösung)

Fazit
- Lizenzrechtlich korrekt
- Aktivierung technisch abgeschlossen
- slmgr /ato-Timeout ist in diesem Setup offenbar ein reines Kommunikationsproblem, kein Lizenzfehler
- Pragmatiker-Lösung:
- Entweder DNS/WinHTTP gezielt testen/verbiegen
- oder direkt die manuelle Aktivierung über den Virtual Assistant nutzen

Vielleicht hilft das dem einen oder anderen, der bei Server 2025 + OEM/ROK + Virtualisierung gerade ähnlich festhängt.

Viele Grüße
Alex
 
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Hallo zusammen,

kurzes Update aus der Praxis, falls es anderen hilft, die aktuell mit Windows Server 2025 (OEM/ROK) in virtualisierten Umgebungen kämpfen.

Ausgangslage
- Proxmox VE (Bare Metal)
- Windows Server 2025 Standard (ROK/OEM)
- Server ist Domain Controller + DNS
- DNS zeigt auf sich selbst, Forwarder funktionieren sauber
- Lizenzrechtlich alles korrekt (ROK vorhanden)

Problem
- slmgr /ato schlägt reproduzierbar fehl
- Fehler: unter anderem 0x800705b4 (Timeout)
- Netzwerk / Internet grundsätzlich erreichbar
- DNS-Weiterleitung funktioniert für Clients problemlos

Lösung / Beobachtung
Die Aktivierung hat nicht über die klassische Online-Aktivierung funktioniert, wohl aber über die manuelle / webbasierte Aktivierung über den Microsoft Virtual Assistant:

https://visualsupport.microsoft.com/

Vorgehen:
- Installations-ID dort eingegeben
- Bestätigungs-ID erhalten
- Bestätigungs-ID lokal eingetragen
- Aktivierung erfolgreich

Danach:
- slmgr /dlv zeigt:
- Lizenzstatus: Lizenziert
- korrekter OEM/ROK-Kanal
- Windows GUI zeigt ebenfalls „Windows ist aktiviert“

slmgr /ato liefert auch nach erfolgreicher Aktivierung weiterhin einen Timeout, was sich aber nicht auf den Lizenzstatus auswirkt.

Technische Einordnung (Hypothese)
Meine aktuelle Vermutung ist, dass slmgr /ato bzw. die Software Protection Platform intern einen anderen Netzwerk-/DNS-Pfad (WinHTTP) nutzt als normale Anwendungen oder Dienste.

Auf einem Domain Controller:
- DNS = localhost
- Forwarder = korrekt
- normale Namensauflösung = ok
- aber Aktivierungsdienst -> Timeout

Interessant dabei:
- Ein separater SQL Server konnte sich problemlos aktivieren, nachdem der AD/DNS sauber lief
- Beim DC selbst scheint der Aktivierungsweg anders zu sein (vermutlich direkter Microsoft-Endpunkt, andere Auflösung)

Fazit
- Lizenzrechtlich korrekt
- Aktivierung technisch abgeschlossen
- slmgr /ato-Timeout ist in diesem Setup offenbar ein reines Kommunikationsproblem, kein Lizenzfehler
- Pragmatiker-Lösung:
- Entweder DNS/WinHTTP gezielt testen/verbiegen
- oder direkt die manuelle Aktivierung über den Virtual Assistant nutzen

Vielleicht hilft das dem einen oder anderen, der bei Server 2025 + OEM/ROK + Virtualisierung gerade ähnlich festhängt.

Viele Grüße
Alex
Hi Alex,

du musst dem DNS vernünftige öffentliche Forwarder DNS geben.
Wenn ich da Quad9 oder Cloudflare benutze, funktioniert die Aktivierung ganz normal.
Die Aktivierung ist nur Optischer Natur, am Ende zählt welche Lizenzen ich gekauft habe und ob ich mich Lizenzrechtlich korrekt verhalte.
Mit deiner ROK Lizenz (wenn es Standard ist) darfst du kein Live Migration machen, da die Lizenz an den Host gebunden ist.

Das sieht MS kritischer als die Aktivierung.