Richtiges Setup für Heimserver

mfausin

New Member
Jun 30, 2026
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Hallo zusammen,

ich arbeite mich gerade in das Thema Proxmox ein und habe jetzt ein paar Fragen zum Hardware Setup bzw. genauer gesagt zu meinen Speichermedien.

Ziel ist ein Heimserver der erstmal als NAS (OMV) dienen soll, darauf möchte ich zum einen Backups meiner Macs erstellen und auch als Datenspeicher für eine Lightroom Bibliothek nutzen. Weiter kann ich mir eine Nutzung für Home Assistant und Plex Medienserver vorstellen.

Da es mein erstes Projekt in der Richtung ist, möchte ich erstmal mit der Hardware auskommen die ich noch rumliegen habe. Dazu zählt ein M-ATX Mainboard von MSI mit einem Intel Celeron und 8gb RAM. Ich weiss nicht üppig, aber für die ersten Test und um rein zukommen in das Thema sollte es erstmal reichen, aufrüsten kann ich später immer noch. Als Datenspeicher dienen für den Anfang zwei 4TB WD Red HDDs, diese möchte ich gern spiegeln. Datenspeicher möchte ich dann bei Gelegenheit erweitern. Ausserdem habe ich noch zwei 256GB SSDs und zwei 60gb SSDs rumliegen. Alles Consumer-Level.

Was ich mir vorstelle:
- auf den 60gb SSDs hätte ich gerne das OS laufen
- auf den 265gb SSDs dann die VMs

Ist das so möglich, was muss ich beim Aufsetzen des Systems beachten? Ich habe aktuell keinen RAID Controller oder ähnliches, im aktuellen Setup habe ich 6 SATA Anschlüsse des Mainboards.

Was wäre wenn ich das OS z.B. nur auf einer SSD laufen habe, ohne Spiegelung. Sollte mir die SSD hops gehen oder mir irgendwas das OS zerschiessen, wie läuft das dann mit einer Neuinstallation und dem Wiederherstellen? Die VMs wären ja auf den 265gb SSDs und meine anderen Daten (Backups, Bilder, Dokumente, etc) auf den beiden 4TB HDDs, lässt sich das nach einer Neuinstallation des OS einfach wieder "einbinden"? Machen zusätzlich Backups auf externen Datenspeichern sinn, oder sind sogar erforderlich?

VG
mfausin
 
Im Installer würde ich einfach erst mal nur das OS auf der 60GB SSD installieren. Die Anderen Speicher kanst du später erstellen.
Für das RAID kannst du die zwei 4TB HDDs via node > Disks > ZFS spiegeln.
Für die 256GB SSD für die Gäste kannst du entweder LVM-Thin oder ZFS nutzen. Auch wieder unter node > Disks zu finden.
Im Falle einer Neuinstallation machst du das Setup wieder gleich, fügst die bereits vorhandenen Speicher aber via Datacetner > Storage hinzu.
Backups der Gäste sollte man natürlich dennoch haben :)
 
Danke für die schnelle Antwort.

du würdest das OS also nur auf einer einzelnen 60gb SSD installieren. Beim Ausfall dieser einen SSD dann einfach eine neue SSD reinhängen, OS neu installieren und die anderen Laufwerke dann wieder einbinden?
Zusätzlich in regelmäßigen Abständen Backups der Gäste (also der VMs wenn ich das richtig verstehe) z.B. auf einem externen Medium erstellen.

Dann vielleicht nochmal eine absolute Anfängerfrage. Was passiert eigentlich wenn z.B. eine HDD oder SSD in einem RAID Verbund defekt ist. Bei RAID 1 sind die Daten ja vollständig auf beiden Medien gespiegelt. In dem Fall sollte ja dann nichts verloren gehen. (Ausser es würden beide gleichzeitig ausfallen...) Man würde dann einfach die defekte HDD durch eine neue HDD ersetzen und was dann? Muss man dann irgendwas anstoßen oder würde das der Server automatisch erkennen und die beiden HDDs dann wieder synchronisieren?
 
Ja, vermutlich schon. Du kannst für das OS natürlich auch ein Mirror machen, brauchst aber eine weitere 60GB Platte.
Man kann auch ein RAID für das OS und die VMs nutzen. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig. Ich ging nur auf deine Fragen bzw. den Plan.
Wenn eine Platte Im RAID ausfällt bekommst du, falls richtrig eingerichtet, eine Benachrichtigung und musst sie dann manuell ähnlich wie hier ersetzen.
 
würde ich eher OMV (oder ähnliches) direkt installieren. PVE bringt notgedrungen Overhead...

Naja für virtuelle Maschinen eignet sich der Host natūrlich nicht wirklich, aber Container gängen schon. Würde dann aber auch eher omv plus docker-Container nehmen
 
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noch ein paar Gedanken:
  • Unterstützt dein Celeron VT-x VT-d und wie gut? Falls nicht, kannst du das Zeug für den avisierten PVE-Zweck entsorgen.
  • Dann tatsächlich lieber OMV mit Docker-Erweiterung
  • RAID würde ich mir sparen, das bringt gerne Fallstricke mit, die man gar nicht haben möchte.
  • Deine 4TB-HDD ist der limitierende Geschwindigkeitsfaktor
  • DATENSICHERUNG!
  • DATENSICHERUNG!
  • DATENSICHERUNG!
  • am besten auf einem PBS.
  • LXC auf PVE birgt die gleichen Gefahren wie Docker auf einem OMV-Host.
  • PVE spielt alle seine Vorteile nur mit VMs aus.
 
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  • LXC auf PVE birgt die gleichen Gefahren wie Docker auf einem OMV-Host.
  • PVE spielt alle seine Vorteile nur mit VMs aus.
Richtig!

Dazu kommt noch: viele lesen "Container" und denken "Docker!". Wenn ich mit auf einem kleinen Rechner damit arbeiten will, ist PVE definitiv Overkill. Dazu genügt ein schlichtes Trixie und das mitgebrachte "Docker". (Oder notfalls das aktuellere https://docs.docker.com/engine/install/debian/.)
 
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Hey,

vielen Dank erstmal für die ganzen Antworten.

Also mir ist bewusst das meine aktuelle Hardware nicht optimal ist für PROXMOX, ich erwarte auch nicht das ich hier übermäßige Performance erhalte. Mir geht es darum mich in die ganze Materie etwas rein zu arbeiten und mal den ein oder anderen Versuch zu starten, wenn es mir nur um ein NAS gehen würde, würde ich sicherlich einfach nur ein reines OMV aufsetzen und gut. Ausser dem OMV möchte ich noch Plex und Home Assistant laufen lassen und wer weiss was noch kommt. Das denke ich ist die Flexibilität die ich mit PROXMOX bekomme...
Aktuell läuft HA bei mir auf einem Raspberry, was ich gerne in eine VM umziehen möchte. jetzt wird der ein oder andere sicher sagen das ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen, mag sein...

Was meine CPU angeht, laut Datenblatt VT-x ja, VT-d nein. Wie gesagt, die Hardware lässt sich dann ja durchaus nochmal aufrüsten sobald ich mal mehr Erfahrung gesammelt habe.

in erster Linie ging es mir jetzt mal darum, wie sollte ich meine aktuell verfügbaren SSDs und HDDs einsetzen, damit meine Daten und das System erstmal sicher untergebraucht sind und im Fall von einer notwendigen Neuinstallation des OS alles noch da ist und nichts verloren geht. Ein RAID ersetzt mir zwar kein Backup, aber es gibt mir irgendwie ein gewisses Gefühl der Sicherheit, zu wissen das meine Daten auf zwei Speichern redundant sind....
 
Willst du rumspielen oder den Plex und HomeAssistant auch produktiv verwenden? Falls ersteres kannst du auf deiner alten Kiste mit ProxmoxVE herumspielen, falls zweiteres würde ich HASS auf dem pi belassen. Plex kann man auch aus einen Container betreiben, aber für die Einarbeitung in ProxmoxVE würde ich eher zum Erwerb eines refurbishment Mini-PCs ( Lenovo ThinkCentres sind super dafür ) raten und den Celeron stattdessen als NAS und/oder Backupserver verwenden. Für produktive Workloads und ernsthafte Beschäftigung mit Virtualisierung ( wo man ja vielleicht auch mehrere vms haben möchte ) sind Celeron und 8 GB einfach zu wenig, sorry. Das wird nur Frust bringen.
 
Moin
Ausser dem OMV möchte ich noch Plex und Home Assistant laufen lassen und wer weiss was noch kommt.
Eine sinnvolle RAM-Verteilung sehe dann so aus:
4 GB Proxmox VE
4 GB OMV VM
4 GB HA VM
x GB Weiteres

Ergo: Du brauchst noch mehr RAM.

Eine Minimal-Lösung sehe dann z.B. so aus:
2 GB Proxmox VE
2 GB OMV VM
2 GB HA VM
x GB Weiteres

Dann kämst Du zwar mit Deinen 8 GB RAM hin, aber empfehlen würde ich so etwas nicht.
wie sollte ich meine aktuell verfügbaren SSDs und HDDs einsetzen
Eine SSD für Proxmox VE + die VM(s).
Die beiden HDD unter OMV einbinden und falls gewünscht dann eben als RAID 1 (Spiegelung).
und im Fall von einer notwendigen Neuinstallation des OS alles noch da ist und nichts verloren geht.
Was dann an Daten bei OMV auf den HDD vorhanden ist ist dann auch noch da. Bei einer Neuinstallation von Proxmox VE müsstest Du dann entweder ein (Voll)Backup einspielen, oder eben alles (Netzwerk, Laufwerke, Storage usw.) wieder genau so einrichten wie es vorher war. Von den VMs kannst Du natürlich auch Backups erstellen und dann wieder einspielen, aber das funktioniert halt nur wenn die Voraussetzungen dafür bei Proxmox VE wieder die gleichen sind.

Und weil es Dir ja erst einmal nur um das "herumspielen" geht würde ich ZFS auch kompl. außen vor lassen. Erst Recht wenn da irgendwelche alten Consumer SSD zum Einsatz kommen.

VG Jim
 
Zum Thema Recovery, das dich ja am meisten umtreibt: mit ZFS ist das eigentlich entspannt. Wenn du deinen Datenpool als Mirror anlegst und dir die OS-SSD abraucht, installierst du PVE einfach neu, dann zpool import und der Pool ist mit all deinen Daten wieder da. ZFS beschreibt sich selbst, die Platten tragen ihre Config mit sich rum. Da brauchst du dir also keine Sorgen um SSD-Ausfälle zu machen, auch ohne OS-Mirror.

Weil dir VT-d fehlt, kannst du den SATA-Controller nicht sauber an OMV durchreichen. Zwei Wege: entweder den ZFS-Mirror auf dem PVE-Host lassen und OMV nur ein Verzeichnis geben (dann managt PVE die Platten, für's Recovery am angenehmsten), oder einzelne Platten roh per qm set <vmid> -scsiX /dev/disk/by-id/... in die VM hängen. Beides geht auch ohne IOMMU.

@jim_os hat schon recht, dass ZFS auf den alten Consumer-SSDs fürs reine Rumspielen eher Overkill ist. Für die 4TB-Datenplatten würd ichs trotzdem nehmen, wegen dem Import-Trick. Welche VMs/CTs sollen denn wirklich dauerhaft laufen? Bei 8GB wird HA als VM plus OMV schon eng, HA gibt's ja auch als LXC oder du lässt ihn erstmal auf dem Pi.
 
Bei 8GB wird HA als VM plus OMV schon eng, HA gibt's ja auch als LXC oder du lässt ihn erstmal auf dem Pi.

Laut https://community.home-assistant.io/t/proxmox-vm-vs-lxc/458308 wird HomeAssistant nur in vms supported, daher würde ich da von lxcs die Finger lassen. HomeAssistant als docker-Container innerhalb der OMV-VM würde aber natürlich gehen. Oder eben OMV bare metal und darauf dann eine HASS-VM und der Rest mit docker
 
Stimmt, HAOS offiziell nur als VM. Was in so nem LXC läuft ist ja auch kein HAOS, sondern HA Core (der Community-Script-Weg). Läuft bei vielen problemlos, aber ohne Add-on-Store/Supervisor und eben unsupported. Für nen Einsteiger der nicht basteln will ist der VM-Weg klar entspannter, da haste recht.

Nur wirds mit ner eigenen HA-VM neben OMV bei 8GB halt eng. Deswegen wäre HA-Core als Docker in der OMV-VM oder HA erstmal auf dem Pi lassen wahrscheinlich am sparsamsten, bis @mfausin klärt wie's weitergehen soll.
 
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Hallo zusammen,

danke nochmal für die weiteren Antworten.

Aktueller Stand. Ich habe jetzt eine der 60gb SSDs für Proxmox VE genutzt. Also kein ZFS für das OS. Dann eine der 256gb SSDs für die VMs, auch ohne ZFS, diese werde ich dann regelmäßig per Backup sichern. Meine beiden 4TB HDDs habe ich jetzt zu einem ZFS Mirror gemacht, sowie noch zwei weitere 1,5TB HDDs zu einem zweiten ZFS Mirror.

Auf den 4TB HDDs liegen jetzt die Daten vom OMV NAS und auf den 1,5TB HDDs liegt meine Filmbibliothek die ich über Plex verwalte.

Also aktuell laufen zwei VMs auf dem Server, einmal OMV und einmal ein Debian Server mit dem Plex Media Server.

Hardwaremäßig habe ich nochmal aufgerüstet und habe mir eine Core i7-4790 CPU geholt diese beherrscht dann auch VT-d. RAM ist unterwegs, hier rüste ich jetzt auf 32GB auf. Mit den aktuell 8GB komme ich definitiv nicht hin, das habe ich bereits festgestellt.
 
Bleibt das dann im gleichen Gehäuse oder hast du dir dann auch ein neues besorgt? Mit der alten Hardware könntest du dir einen Backupserver mit ProxmoxBackupServer einrichten, dafür sollte es auf jeden Fall reichen (halt envtl. etwas langsam bei so Sachen wie den täglichen Aufräum und Prüfjobs, aber das stört ja nicht ;) )
 
Im Prinzip passendes Setup. Jetzt noch flugs den Stromverbrauch messen. Wenn du wesentlich mehr als 20W ermittelst, würde ich nachbessern. 10W kosten dich 35€ jahrlich.
 
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Bleibt das dann im gleichen Gehäuse oder hast du dir dann auch ein neues besorgt? Mit der alten Hardware könntest du dir einen Backupserver mit ProxmoxBackupServer einrichten, dafür sollte es auf jeden Fall reichen (halt envtl. etwas langsam bei so Sachen wie den täglichen Aufräum und Prüfjobs, aber das stört ja nicht ;) )
ja das bleibt im gleichen Gehäuse habe nur die CPU ausgetauscht und werden dann noch den RAM austauschen, d.h. für einen zweiten Backupserver, bräuchte ich jetzt nochmal ein neues Mainboard....

Im Prinzip passendes Setup. Jetzt noch flugs den Stromverbrauch messen. Wenn du wesentlich mehr als 20W ermittelst, würde ich nachbessern. 10W kosten dich 35€ jahrlich.
werde ich mal nachmessen, inwiefern könnte ich im Zweifelsfall dann nachbessern?
 
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