[SOLVED] Proxmox, OMV VM, priviliged LXC für Nextcloud, CIFS mount schlägt fehl

ice77

Member
Apr 22, 2020
8
1
23
47
Hallo liebe Proxmox Spezialisten,

ich habe einen ganzen Tag lang versucht, auf einem aktuellen Proxmox folgendes zum Laufen zu bringen:

VM mit OMV
unpriv. LXC (Debian 10.8) und einer aktuellen Nextcloud.

Der Server hat eine 1TB SSD spendiert bekommen. Eine 200GB Partition für Proxmox und eine weitere 800GB Partition ext4 Partition für die Nutzdaten der Nextcloud.

Geplant war, per CIFS mount im LXC die Partition zu mounten. Geht nicht... muss priviligiert sein. Also nochmal installiert als priviligierter LXC. Bei der Installation der Nextcloud habe ich /daten als Datenverzeichnis angegeben. Dieses /daten lag erstmal im LXC. Dann habe ich versucht, die 800GB Partition per CIFS Mount zu mounten und dort den bisherigen Inhalt der /daten drüber zu kopieren. Hier bin ich kläglich gescheitert. Es kam ständig ein anderer Fehler.

folgenden Eintrag habe ich in die /etc/fstab eingetragen:
//"IP_AdresseOMV"/daten /daten cifs username="NAME",password="PASSWORT",rw,uid=www-data,gid=www-data,file_mode=0770,dir_mode=0770 0 0

die Nextcloudinstanz startet nicht... wahrscheinlich ein Zugriffsfehler.

Wie ist eigentlich das "best practice" für diesen Fall? Ein simpler CIFS mount müsste doch eigentlich mein Problem lösen, oder?

Oder würde man die Cloud ganz normal im Container laufen lassen und dann die "Nutzdaten" dann über einen mount einer externen Platte auslagern?

Ich freue mich auf eure Vorschläge

LG
ice77
 
Warum nicht einfach die Nextcloud auch in einer VM installieren? Immerhin ist die Nextcloud frei vom Internet aus erreichbar und damit angreifbar. eine VM wäre da sicherer als ein unprivilegierter LXC und erst recht als ein privilegierter LXC. Nextcloud braucht doch mit MySQL, Webserver, PHP FPM, OPcache, Redis etc sowieso 2-4GB RAM. Da machen die zusätzlichen 200MB RAM, die du beim LXC für den Kernel einsparst, den Kohl auch nicht mehr fett.
Neben der besseren Sicherheit sparst du dir mit VMs auch viel Ärger bezüglich fehlenden Rechten, Kompatibilität und Migrierbarkeit.

Wenn du schon LXCs nimmst, warum bringst du das Nextcloud-Data-Verzeichnis nicht per bind-mount in den LXC? Dann hätte dein LXC direkten physischen Zugriff auf die Partition anstatt das indirekt über ein Netzwerkprotokoll machen zu müssen. Du hast auch nicht geschrieben wie du die OMV VM eingebunden hast. Wenn du im Nextcloud LXC einen SMB Share mounten willst, dann kommt der 800GB SMB Share aus deiner OMV VM?
Wie kommen dann die 800GB in die OMV? Hast du da einfach eine virtuelle HDD mit 800GB auf der SSD angelegt und die dann in der OMV VM mit ext4 formatiert? Weil du ja was von ext4-Partition geschrieben hast. Aber eine Partition bekommst du ja nicht ohne weiteres in eine VM durchgereicht.

Oder würde man die Cloud ganz normal im Container laufen lassen und dann die "Nutzdaten" dann über einen mount einer externen Platte auslagern?
Ich persönlich habe eine kleine virtuelle HDD (32GB) angelegt und da drauf dann mein Linux, Apache, MySQL, Redis etc installiert. Das Datenverzeichnis habe ich dann per SMB Share eingebunden, so dass da alles was ich in die Nextcloud hochlade nicht in der Nextcloud VM sondern auf meinem NAS landet. Über die config.php von Nextcloud kannst du ja ein Datenverzeichnis deiner Wahl festlegen, was dann halt auf den Mountpunkt deines SMB Shares zeigen sollte. Wichtig ist es dann noch, dass der Share dem Web-Nutzer gehört, aber das hast du ja mit "uid=www-data,gid=www-data" eingestellt.
 
Warum nicht einfach die Nextcloud auch in einer VM installieren? Immerhin ist die Nextcloud frei vom Internet aus erreichbar und damit angreifbar. eine VM wäre da sicherer als ein unprivilegierter LXC und erst recht als ein privilegierter LXC. Nextcloud braucht doch mit MySQL, Webserver, PHP FPM, OPcache, Redis etc sowieso 2-4GB RAM. Da machen die zusätzlichen 200MB RAM, die du beim LXC für den Kernel einsparst, den Kohl auch nicht mehr fett.
Neben der besseren Sicherheit sparst du dir mit VMs auch viel Ärger bezüglich fehlenden Rechten, Kompatibilität und Migrierbarkeit.

Wenn du schon LXCs nimmst, warum bringst du das Nextcloud-Data-Verzeichnis nicht per bind-mount in den LXC? Dann hätte dein LXC direkten physischen Zugriff auf die Partition anstatt das indirekt über ein Netzwerkprotokoll machen zu müssen. Du hast auch nicht geschrieben wie du die OMV VM eingebunden hast. Wenn du im Nextcloud LXC einen SMB Share mounten willst, dann kommt der 800GB SMB Share aus deiner OMV VM?
Wie kommen dann die 800GB in die OMV? Hast du da einfach eine virtuelle HDD mit 800GB auf der SSD angelegt und die dann in der OMV VM mit ext4 formatiert? Weil du ja was von ext4-Partition geschrieben hast. Aber eine Partition bekommst du ja nicht ohne weiteres in eine VM durchgereicht.


Ich persönlich habe eine kleine virtuelle HDD (32GB) angelegt und da drauf dann mein Linux, Apache, MySQL, Redis etc installiert. Das Datenverzeichnis habe ich dann per SMB Share eingebunden, so dass da alles was ich in die Nextcloud hochlade nicht in der Nextcloud VM sondern auf meinem NAS landet. Über die config.php von Nextcloud kannst du ja ein Datenverzeichnis deiner Wahl festlegen, was dann halt auf den Mountpunkt deines SMB Shares zeigen sollte. Wichtig ist es dann noch, dass der Share dem Web-Nutzer gehört, aber das hast du ja mit "uid=www-data,gid=www-data" eingestellt.
Hallo Dunuin,

vielen Dank schonmal für deinen Post. Also ich habe folgendes gemacht:

1.) Im Proxmox die 800 GB Partition mit fdisk erstellt und mit ext4 formatiert. Somit wäre diese Partition für den Proxmox Host schonmal erreichbar.

mittels
Code:
ls -l /dev/disk/by-id
qm set 100 -virtio2 /dev/disk/by-id/wwn-0x5001b...e7e70d-part4
diese Partition der VM 100 (openmediavault) verfügbar gemacht (siehe auch dem Screenshot)

omv.png


Diese Partition wurde dann im OMV eingebunden (nächstes Bild):

omv2.png


und dann sollten die Partition als /daten für den Nextcloudcontainer freigegeben werden.

omv3.png

Diese Freigabe "daten" sollte im Nextcloud Container /daten werden, welches bei der Installation von der Nextcloud als Datenverzeichnis angegeben wurde. Hier stimmt aber mit meiner o.g. CIFS Freigabe etwas nicht. Obwohl in der Konsole die Berechtigungen, UID und GID identisch dem Ordner sind welcher bei der Installtion der NC angelegt wurden... startet die Cloud nicht hoch wegen Zugriffsfehlnern.

Die NC wird nicht ins Internet exponiert, sondern die User werden sich per VPN verbinden und dann die NC "lokal" nutzen.

Jetzt ist guter Rat teuer... welcher Weg (auch in wenigen Stichworten) wäre denn der best practice?
Was genau habe ich konzeptionell falsch gemacht? Ist das der falsche weg?

Soll ich mal die Nextcloud in einen 32GB Container installieren und dann nur ein zusätzliches Verzeichnis unterhalb von /daten (welches sich dann innerhalb der 32GB befindet) anlegen, welches dann z.B eine externe USB Fesplatte referenziert? Platte ist verfügbar und hängt schon am NUC.

Ich freue mich auf eure Antworten

LG ice77
 
1.) Im Proxmox die 800 GB Partition mit fdisk erstellt und mit ext4 formatiert. Somit wäre diese Partition für den Proxmox Host schonmal erreichbar.

mittels
Code:
ls -l /dev/disk/by-id
qm set 100 -virtio2 /dev/disk/by-id/wwn-0x5001b...e7e70d-part4
diese Partition der VM 100 (openmediavault) verfügbar gemacht (siehe auch dem Screenshot)
Ah ok, ich dachte bisher das ginge nur mit ganzen Laufwerken und nicht mit einzelnen Partitionen.
Jetzt ist guter Rat teuer... welcher Weg (auch in wenigen Stichworten) wäre denn der best practice?
Was genau habe ich konzeptionell falsch gemacht? Ist das der falsche weg?

Soll ich mal die Nextcloud in einen 32GB Container installieren und dann nur ein zusätzliches Verzeichnis unterhalb von /daten (welches sich dann innerhalb der 32GB befindet) anlegen, welches dann z.B eine externe USB Fesplatte referenziert? Platte ist verfügbar und hängt schon am NUC.
One of the big benefits of LXCs is that you can share a folder on your host with a LXC. That way you don't got that virtualization and cifs overhead. I would try to directly bind-mount that 800GB partition from your host into your LXC. Should be faster and more efficient. You can also do that with unprivileged LXCs but you would need to change the remapping like here if you are not using an privileged LXC.
 
und wenn ich jetzt den Weg gehen würde, die Externe USB Platte ausschliesslich für die Nextcloud einzubinden... ?
Welchen Benefit hätte ich für diesen Fall wenn ich statt des LXC eine VM für die NC Installtion wähle?
Ich muss zugeben, dass es für mich noch keine klare Lösung im "Kopf" gibt. Ich teste mal weiter...


PS: Für die Einbindung von externen Platten für die NC? Gibts da etwas zu beachten?
 
und wenn ich jetzt den Weg gehen würde, die Externe USB Platte ausschliesslich für die Nextcloud einzubinden... ?
Welchen Benefit hätte ich für diesen Fall wenn ich statt des LXC eine VM für die NC Installtion wähle?
Ich muss zugeben, dass es für mich noch keine klare Lösung im "Kopf" gibt. Ich teste mal weiter...
Naja, wenn die nicht online erreichbar ist, dann ist ein LXC ja ok. Damit ist der Sicherheitsaspekt ja nicht mehr sooo wichtig. Wenn du eine VM nehmen würdest dann müsstest du halt wieder mit SMB/NFS Shares arbeiten oder es mit qm set wie bei deiner OMV VM machen (was dann aber kein echtes physisches Durchreichen ist, weil es trotzdem über den virtuellen Virtio SCSI geht). Ordner direkt physisch durchreichen geht nur mit LXCs, weil die im Gegensatz zu VMs nicht vom Host isoliert sind.

Ich würde eine der 3 Optionen wählen:
1.) OMV VM wie bisher mit 800GB Partition per qm set und dann Nextcloud in eine VM. Beiden VMs eine zusätzliche Virtio NIC verpassen, ein extra Subnetz für die beiden NICs einrichten aud einer extra Linux Bridge und dann NFS nutzen, damit die Nextcloud VM die Nextcloud-Daten auf die OMV VM schreiben kann.
Pro:
- Du musst die 800GB nicht exklusiv für Nextcloud nutzen. Nextcloud hätte dann bis zu 800GB Platz aber du kannst den Platz auch parallel für andere VMs oder Rechner benutzen.
- isoliert, daher sicherer, besser zu migrieren und weniger vom Host abhängig
Kontra:
- viel Overhead auf Datenebene weil NFS und Virtualisierung

2.) OMV VM entfernen (falls die nur für Nextcloud da war) und eine Nextcloud VM anlegen. Dann die 800GB Partition wie bei der OMV VM per qm set in die Nextcloud VM bringen und für das Nextcloud-Datenverzeichnis nutzen.
Pro:
- du brauchst die OMV VM nicht mehr
- isoliert, daher sicherer, besser zu migrieren und weniger vom Host abhängig
- am unkompliziertesten einzurichten
Kontra:
- etwas Overhead auf Datenebene wegen Virtualisierung
- die 800GB können nur noch exklusiv von Nextcloud genutzt werden

3.) OMV VM entfernen (falls die nur für Nextcloud da war) und Nextcloud im unprivilegierten LXC anlegen. Die 800GB Partition bindest du direkt auf dem Host ein damit Proxmox die mitbenutzen kann. Dann einen Ordner auf der Partition für dein Nextcloud-Datenverzeichnis erstellen, dieses per bind-mount in den unprivilegierten Nextcloud LXC durchreichen. User-Remapping für den LXC anpassen, dass da dein "www-user" sowohl auf dem Host als auch im LXC die selbe UID bekommt (also nicht umgemappt wird). Dann bei dem Ordner auf dem Host den User mit der UID von "www-user" zum Eigentümer machen. So kann dann dein Nextcloud direkt auf den Ordner schreiben der sich auf dem Host befindet.
Pro:
- du brauchst die OMV VM nicht mehr
- kein Overhead auf Datenebene
- du musst die 800GB nicht exklusiv für Nextcloud nutzen. Nextcloud hätte dann bis zu 800GB Platz aber du kannst den Platz auch parallel für andere LXCs nutzen
Kontra:
- weniger isoliert und daher unsicherer und schwerer zu Verwalten da immer Abhängig vom Host
- am kompliziertesten einzurichten

PS: Für die Einbindung von externen Platten für die NC? Gibts da etwas zu beachten?
Eigentlich nicht. Nextcloud will halt einfach nur einen Ordner mit entsprechenden Lese-/Schreibrechten. Auf was für einem Laufwerk oder Dateisystem der liegt ist Nextcloud da egal. Musst du halt nur je nachdem anders über die fstab einbinden.
Aber nicht vergessen, dass da eine USB HDD deutlich langsamer sein dürfte als deine interne SSD. Nicht nur weil HDDs immer langsamer sind, sondern auch weil USB noch einmal bremst.

PS:
Ich finde das Tutorial hier sehr gut bezüglich Nextcloud. Wird immer aktuell gehalten und beschäftigt sich intensiv mit Optimierung und Härtung der Sicherheit von Nextcloud. Ist etwas aufwändig aber dafür sollte man dann ein sichereres und schnellerer Nextcloud erhalten, als wenn man da einfach nur einen fertigen Docker-Container oder Turnkey-LXC nutzt
 
Last edited:
so ich hab mir jetzt folgendes Überlegt und auch angefangen es umzusetzen.

1.) Der Proxmox Host hat nun eine 1.8TB USB 3 Festplatte per /etc/fstab eintrag incl UUID permanent gemouted bekommen (/media/usb1.8TBdisc/)
2.) Die Openmediavault VM hat die Platte als virtio Gerät gemounted, damit das Verzeichnis über einen Samba share auch für die Windows User verfügbar ist
3.) Nextcloud wird in einem priviligierten LXC installiert und agiert nur local oder per VPN, nicht ins Internet exponiert
Die Nextcloud hat 32GB auf der SSD bekommen (LXC space) und erhält wenn es denn klappt /media/usb1.8TBdisc per Bind mount.

Drückt die Daumen dass alles klappt :)

Danke für die umgehende Hilfe!!!
 
so ich hab mir jetzt folgendes Überlegt und auch angefangen es umzusetzen.

1.) Der Proxmox Host hat nun eine 1.8TB USB 3 Festplatte per /etc/fstab eintrag incl UUID permanent gemouted bekommen (/media/usb1.8TBdisc/)
2.) Die Openmediavault VM hat die Platte als virtio Gerät gemounted, damit das Verzeichnis über einen Samba share auch für die Windows User verfügbar ist
3.) Nextcloud wird in einem priviligierten LXC installiert und agiert nur local oder per VPN, nicht ins Internet exponiert
Die Nextcloud hat 32GB auf der SSD bekommen (LXC space) und erhält wenn es denn klappt /media/usb1.8TBdisc per Bind mount.
Wie willst du die selbe USB HDD gleichzeitig per virtio in die OMV VM bekommen als auch per bind-mount in ein LXC? Ich denke das wird nicht gleichzeitig gehen. Außer du machst da wieder 2 Partitionen und mountest eine davon auf dem Host + bind-mount eines Ordners in den LXC und die andere per qm set direkt in die OMV VM durchreichen, ohne das die in Proxmox gemountet wird. Da würde ich dann schon eher die ganze HDD in die OMV VM bringen und dann Nextcloud per NFS auf die OMV zugreifen lassen. Dann verschwendest du wenigstens keine Kapazität wie mit getrennten Partitionen.

PS:
Ich hatte meinen Post oben noch editiert.
 
Last edited:
Mein Anliegen ist, dass ich die Nextcloud Daten auch im Windows verfügbar machen möchte. Da über den Client nicht alles sychronisiert werden soll, wäre ein samba share für die Windowswelt besser geeignet.
Dass virtio parallel zum bind mount auf die gleiche Platte nicht klappt - wusste ich nicht.
Die Platte hab ich auf alle Fälle jetzt schon mal per virtIO im OMV.
Auch der bind mount hat geklappt. Ich habe in der NC einen Testordner erstellt und dieser ist unter im /media/... im Proxmox Host sichtbar. Zwar mit den falschen Rechten (User: root und group: users)... aber prinzipiell erscheint er schon mal dort.

aber wenn man es nicht so machen sollte... muss ich versuchen den Zugriff per NFS zu realisieren. Dass es so schwer wird... hab ich eigentlich nicht erwartet :-(.

OMV würde ich gerne weiter betreiben, alleine um einen FTP service für die Überwachungscams zu realisieren und freigaben für MAC und Windows relativ einfach zu etablieren...



EDIT1:
Ich habe jetzt spasseshalber den virtIO share im OMV gelassen und bind mount für die gleiche Platte genutzt, welche im Proxmox Host gemounted wurde... und es geht. Ich teste das mal und dann schau ich weiter. Zumindest wenns funktioniert wäre es ggf eine "Krücke" um das Problem erstmal zu lösen

EDIT2:
Der Bind mount hat ervorragend funktioniert. Danke für den Tipp. Das läuft jetzt. Mehrere NC Benutzer können schon Daten anlegen und diese kommen auch auf der Festplatte an. Das ist schon mal ein Fortschritt.
Jetzt muss ich nur noch im Auge behalten wie es sich mit dem gleichzeitigen VirtIO Zugriff über die OMV verhält.
 
Last edited:
Mein Anliegen ist, dass ich die Nextcloud Daten auch im Windows verfügbar machen möchte. Da über den Client nicht alles sychronisiert werden soll, wäre ein samba share für die Windowswelt besser geeignet.
Ich hatte das mal ähnlich auf meinem Raspberry Pi damals. Also lesender Zugriff per SMB auf den Data-Ordner von Nextcloud klappt gut. Schreibend hatte auch funktioniert, aber ich weiß nicht ob das wirklich der ideale Ansatz ist. Kann mir durchaus vorstellen, dass es da irgendwie zu Problemen kommen kann, wenn man einfach direkt Dateien in das Datenverzeichnis schreibt ohne es Nextcloud irgendwie über die GUI oder eine API mitzuteilen. Jedenfalls musste ich nachträglich wengistens immer die Rechte neu setzen.
Könnte mir vorstellen, dass es sicherer ist, wenn du einfach den Ordner per WebDAV in Windows einbindet. Dann könntest du auch direkt Dateien in die Nextcloud schreiben und bräuchtest weder Nextcloud Client, noch SMB oder NFS. Alles was über WebDAV läuft sollte dann ja Nextcloud direkt mitbekommen. WebDAV sollte aber bei weitem nicht so performant sein wie SMB oder NFS. Musst du recherchieren, was da Nextcloud zu sagt, ob man einfach extern in das Datenverzeichnis schreiben darf.
Dass virtio parallel zum bind mount auf die gleiche Platte nicht klappt - wusste ich nicht.
Die Platte hab ich auf alle Fälle jetzt schon mal per virtIO im OMV.
Auch der bind mount hat geklappt. Ich habe in der NC einen Testordner erstellt und dieser ist unter im /media/... im Proxmox Host sichtbar. Zwar mit den falschen Rechten (User: root und group: users)... aber prinzipiell erscheint er schon mal dort.

aber wenn man es nicht so machen sollte... muss ich versuchen den Zugriff per NFS zu realisieren. Dass es so schwer wird... hab ich eigentlich nicht erwartet :-(.
Du kannst auch SMB nehmen. NFS ist halt nur performanter da SMB nicht nativ für Linux ist. Mit SMB versucht man irgendwie Microsoft-Zeugs mit möglichst großer Kompabilität zu Linux zum Laufen zu bekommen. Da werden dann einige Linux Features geopfert und es lässt sich eben nicht gut optimieren.
OMV würde ich gerne weiter betreiben, alleine um einen FTP service für die Überwachungscams zu realisieren und freigaben für MAC und Windows relativ einfach zu etablieren...
Dann würde ich wie gesagt auch die Nextcloud auf einen SMB Share schreiben lassen.
Wenn die Cams permament Videos schreiben sollen, dann würde ich das eher auf die HDD legen. Sonst schreiben dir die Cams im Null-Komma-Nichts die SSD kaputt. Je nach Modell und Write Amplification vertragen SSD teils nur wenige hundert KB/s an permanenten Schreibvergängen, wenn du die Garantie nicht verlieren willst. Meine Samsung 970 Evos (500GB) vertragen z.B. nur 300TB Writes über 5 Jahre. Im Schnitt dürfen die also nicht mehr als 1,9MB/s schreiben oder man verliert die Garantie bevor die 5 Jahre um sind. Und dann kommt noch die Write Amplification hinzu. Bei mir ist die von Gast zum flash auf der SSD Faktor 20. Wenn ich also dauerhaft mit mehr als 95kb/s auf die SSD schreibe ist die TBW in unter 5 Jahren erreicht. Die 95kb/s hat man ja schnell zusammen, wenn da eine Cam pausenlos auf die SSD schreiben würde. Da würde ich dann für die Cams lieber ein extra DVR HDD anschließen.
EDIT1:
Ich habe jetzt spasseshalber den virtIO share im OMV gelassen und bind mount für die gleiche Platte genutzt, welche im Proxmox Host gemounted wurde... und es geht. Ich teste das mal und dann schau ich weiter. Zumindest wenns funktioniert wäre es ggf eine "Krücke" um das Problem erstmal zu lösen

EDIT2:
Der Bind mount hat ervorragend funktioniert. Danke für den Tipp. Das läuft jetzt. Mehrere NC Benutzer können schon Daten anlegen und diese kommen auch auf der Festplatte an. Das ist schon mal ein Fortschritt.
Jetzt muss ich nur noch im Auge behalten wie es sich mit dem gleichzeitigen VirtIO Zugriff über die OMV verhält.
Das Problem ist, dass da 2 Rechner/Kernel gleichzeitig auf die selbe Festplatte zugreifen. Ein normales Dateisystem wie ext4 darf immer nur von einem Rechner zur Zeit benutzt werden. Öffnet Rechner A eine Datei zum Schreiben, dann legt er ein Lock an, damit kein anderer Prozess auf die Datei zugreifen kann, bis diese gespeichert ist. Greift da aber nun Rechner B gleichzeitig auf die Datei zu, dann sieht er nicht das Lock von Rechner A und denkt die Datei benutzt niemand. Dann schreiben Rechner A + B gleichzeitig in der Datei herum und diese geht kaputt.
Daher dürfen Host/LXC und VM nicht gleichzeitig die selbe Partition nutzen.
Für so etwas solltest du dann NFS/SMB nutzen. Da arbeitet dann Rechner C als Server und Rechner A + B greifen als Clients zu. Da können dann auch Rechner A + B gleichzeitig versuchen eine Datei zu bearbeiten, weil das alles nur indirekt über Rechner C läuft und Rechner C im Blick behält, wer da nun gerade auf was zugreift. Dann verbietet halt Rechner C für Rechner B den Zugriff auf eine Datei, falls diese gerade schon von Rechner A bearbeitet wird.
Das gleiche würde auch mit bind-mounts gehen. Dann wäre Rechner C dein Host und Rechner A + B wären LXCs.
 
Last edited:
so... es ist vollbracht. Es läuft. Aber was genau lief nicht...

Als die externe Platte über virtio der VM OMV verfügbar gemacht wurde und die Nextcloud im priviligierten Container lief (Zugriff auf die gleiche Ressource über bind mount) war die Funktionalität "fast" gut :). Ich konnte die gemountete Platte im Proxmox beschreiben, nur hat davon die Cloud nix mitbekommen. Umgekehrt, wenn die Cloud etwas geschrieben hat war es natürlich sofort in beiden Plattformen zu sehen. Mir hat auch der Zustand nicht gefallen, dass ggf. konkurrierende Zugriffe die Datensicherheit gefährden. Aus diesem Grund habe ich OMV nochmal aus dem Backup der frischen Installation gezogen und bei Null angefangen. Die externe Festplatte hab ich der OMV VM jetzt ganz banal über Hardware-> USBdevice verfügbar gemacht. Das läuft einwandfrei. Ohne virtio oder sonstiges. Jetzt funktioniert auch das S.M.A.R.T auch im OMV.

Der Nextcloud habe ich das Bind mount wieder weggenommen und die Verzeichnisse gelöscht. Zugriff hab ich jetzt über die Nextcloud App "externer Speicher" via SMB/CIFS. Funktioniert einandfrei und vor allem... wenn jetzt über OMV auf der Platte etwas geschrieben wird, bekommt es die Nextcloud direkt mit - das hab ich getestet.

Das langt mir jetzt erstmal an Funktionalität. Es ist vielleicht nicht super performant, aber es funktioniert und es gehen keine Daten verloren. Alles ist immer schön aktuell.

Für mich jetzt erstmal eine sehr gute Lösung.

Morgen werden die shares auf Win7 und Win10 Rechnern bekannt gemacht und getestet. Mal schauen, welche Überraschungen da noch auf mich warten :).

Herzlichen Dank nochmals für den top Einsatz und die ständige Hilfe.

Hoffentlich klappt es jetzt und der Service kann live gehen :)

LG ice77
 
  • Like
Reactions: Dunuin
. Die externe Festplatte hab ich der OMV VM jetzt ganz banal über Hardware-> USBdevice verfügbar gemacht. Das läuft einwandfrei. Ohne virtio oder sonstiges. Jetzt funktioniert auch das S.M.A.R.T auch im OMV.
Kann man machen, aber Performance soll soweit ich weiß nicht toll sein. Schneller ist da wohl virtio scsi statt usb passthrough.

Aber schön, dass das jetzt prinzipiell alles zu laufen scheint.
 

About

The Proxmox community has been around for many years and offers help and support for Proxmox VE, Proxmox Backup Server, and Proxmox Mail Gateway.
We think our community is one of the best thanks to people like you!

Get your subscription!

The Proxmox team works very hard to make sure you are running the best software and getting stable updates and security enhancements, as well as quick enterprise support. Tens of thousands of happy customers have a Proxmox subscription. Get yours easily in our online shop.

Buy now!