Bestehende Festplatten verwenden?

floh

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Jul 19, 2018
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Hallo liebe Proxmox-Community!

Ich bin zwar noch nicht so lange dabei, mich mit Proxmox zu beschäftigen, jedoch verwenden wir es auch in der Arbeit.

Ich zuhause habe bis jetzt einen Windows2016 Server stehen, darauf läuft primär Plex und einige andere Dienste.
Jetzt ist es soweit, dass ich ein Upgrade durchführen werde.

Hier mein Setup:
Mainboard: ASRock H97M Anniversary
Ram: Crucial Ballistix Sport DIMM 2x 8GB, DDR3-1600
CPU: Intel Core i7 4770k
Netzteil: be quiet! System Power 7 300W
SSD: 250GB
HDD: 2x 6TB WD Red

Bei der Installation von Proxmox selbst hatte ich keine Probleme. Jedoch weiß ich nicht, ob ich die bestehenden WD Red-Platten weiterverwenden kann (NTFS formatiert) oder ob ich die neu formatieren muss.
Gerade bei den Festplatten, wie man sie einbindet, und wie man sie formatieren kann/soll, findet man online recht wenig.
Wie habt ihr eure Festplatten eingebunden und formatiert?
Was sagt ihr zum ZFS Dateisystem - ich hab allerdings keinen ECC-RAM?

mfg
Florian
 
Hallo Floh, schön das du zu uns gefunden hast :)

Dein Setup ist schon in Ordnung sofern du nicht viel davon verlangst. mit 16 GB Ram und nur 2 Stück HDD und eine SSD (hoffe das ist eine Enterprisessd und keine EVO oder sonstiges) springst du nicht weit mit ZFS. Ich persönlich würde nie mehr was anderes wie ZFS verwenden, obwohl ramhungrig möchte man die Features bestimmt nicht missen. Da du keinen ECC Ram verwendest, repariert sich ZFS bei einem Ramfehler selbst zu tote.

Zu deinen bestehenden NTFS formatierten Platten: Sofern du sie in Proxmox für VM's verwenden möchtest muss du sie formatieren. Nur als Dateizugriff nicht. Würde die aber davon abraten. ExtX, ZFS,.. haben da die Nase vorn.

Sofern dir diese Dinge egal sind kannst du ZFS in folgenden Setup verwenden:
  • Installation von Proxmox auf den 2 HDD's in ZFS Raid1
  • SSD für Log und Cache
  • Event. Primarycache auf Metadata umstellen damit du Ram sparst
Ansonsten wäre für deine Hardware folgendes Setup besser sofern du nicht wo einen Hardwareraidcontroller herumliegen hast:
  • Installation von Proxmox auf der SSD ohne ZFS
  • Die zwei HDD's im Linux Softwareraid dranhängen. Wird hier zwar nicht supportet, geht aber natürlich auch.
Das zweite Schema würde mit deiner Hardware wesentlich mehr performen. Hier noch meine deutsche ZFSdoku, vielleicht magst dann ja doch ein wenig investieren ;) https://deepdoc.at/dokuwiki/doku.php?id=server_und_serverdienste:linux_zfs
 
Danke fireon für die schnelle Antwort.

Ich habe zuhause noch zusätzlich 4GB ram (selber typ, selbe marke) herumliegen --> upgrade auf 20Gb Ram möglich
Und eine kleine 64GB SSD.

Zum Thema ZFS:
Sehr gerne würde ich da zumindest mal reinschnuppern.
Nicht weil ich es unbedingt brauche, meine 2HDDs werden zur Zeit als Datengrab verwendet, wenn eine abraucht, sind die Daten weg. Das ist nicht weiter schlimm. Darauf sind hauptsächlich Filme, die ich entweder zuhause noch ein Original-Backup herumliegen habe, oder ich von meinem Kumpel kopieren könnte.
Mein Gedanke wäre gewesen die 480Gb SSD als boot(Proxmox, VMs) Festplatte zu nutzen, die 64Gb evtl als Cache (wird so der Ram entlastet?) und die 2x 6Tb mit ZFS (irgendwie) zu verwenden. Dabei muss noch nicht zwingend eine art von Raid dabei sein. Wie gesagt, da sind keine heiklen Daten drauf. Und falls mal welche drauf kommen sollten, kann ja ein automatisches, regelmäßiges Backup auf eine kleine externe Festplatte kein Problem sein.

Wie gesagt, ich hab zwar noch keine Erfahrung mit ZFS, aber einige Gedanken hab ich mir schon gemacht.


Falls diese Lösung keine gute wäre, da die Performance mies wäre, oder ZFS da nicht mit macht, der RAM trotz 20Gb und SSD-Cach immer noch zu wenig ist, dann akzeptiere ich das natürlich.

Als VM würde ich gerne:
1x Linux mit Plex, Sonarr, Radarr, and Lidarr
1x Linux mit Pyload statt den derzeiten JDownloader
und zumindest soll auch noch einweder 1 Linux für meine Test-Spielewiese, oder eine Windows VM laufen. Dabei würde immer nur maximal einer der beiden Test-VMs laufen.
 
Im dem Zuge da es nicht irgendwie zwingend produktiv läuft, ist es kein Problem. Mach damit deine eigenen Erfahrungen. Macht mega Spass :)

Installiere PVE auf die 480GB SSD. Dann hängste die 2 Stück HDD's als ZFS Raid1 + die 64GB für Log und Cache in einem Pool drann. Und schon läuft die Geschichte. Der zweite Teil könnte dann so aussehen:

Die 64GB Platte mit Cfdisk partitionieren. Log ca. 2 - 5 GB, Cache den Rest.
Code:
cfdisk /dev/disk/by-id/XXXXXXXXXX
Dann das Raid erstellen.
Code:
zpool create -f -o ashift=12 stytank01 raid1 ata-XXXXX ata-XXXXX log ata-XXXXX-part1 cache ata-XXXXX-part2
Dann musst du für VM's noch ein Dataset erstellen und im Webinterface als ZFS aktivieren. Thinpro. würde ich anhacken ;)

Noch als kleiner Tipp. Bei wenig RAM macht es Sinn ein Limit zu setzten.

Viel Erfolg :)
 

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