Cores und virtuelle Kerne

May 25, 2021
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Hallo,
Ich bin noch recht neu mit diesem Thema und kam vor ein paar Tagen auf ein YouTube Video, in dem es über Proxmox und Homeserver ging.
Ich habe mich danach hingesetzt und mir zusammen geschrieben, was ich den alles auf meinem Server laufen lassen würde:
  • Homeassistant (Hausautomation)
  • OpenMediaVault (NAS)
  • Nextcloud (Kalender, Kontakte, Foto-Backup)
  • PiHole (Adblocker)
  • Jellyfin (Mediaserver)
Dafür würde ich einen i3-9100 nehmen, der mit 3,6 GHz taktet und 4 Kerne hat.
Jede Anwendung würde dabei einen Core bekommen.

Da komme ich nun zu meiner Frage:
Die CPU hat nur 4 Kerne, kann ich da den 5 Anwendungen jeweils einen Kern zuteilen oder geht das nicht?

Ich hoffe jemand kann mir dabei helfen...

MfG Koller
 
Du kannst auch jeder Anwendung 4 virtuelle Kerne geben. Du musst halt nur gucken das da am Ende halt deine CPU nie voll ausgelastet ist, damit Proxmox selbst nicht ausgebremst wird.
Nur mit einem virtuelle CPU-Kern wirst du bei Jellyfin wohl z.B. nicht glücklich werden. Keine VM kann deine Grafikkarte nutzen, daher muss jedes Video rein von deiner CPU enkodiert werden und das frisst richtig Leistung. Mit 4K Videos wäre da die CPU wohl z.B. total überfordert. Da bräuchte man dann schon eher 8 oder 16 Kerne oder eine zusätzliche Grafikkarte die man exklusiv an die eine Jellyfin VM durchreicht, damit diese auch Hardware-Beschleunigung nutzen kann.
Selbst Nextcloud sollte am besten mehrere virtuelle CPUs nutzen können. Du musst dafür ja einen Webserver, PHP, MySQL, Redis etc parallel laufen lassen. Das sind dann viele Programme die parallel laufen könnten, was halt nicht geht, wenn sich alle nur einen Kern teilen. Dann müsste alles nacheinander statt zeitgleich abgearbeitet werden.
PiHole sollte ein virtueller CPU-Kern völlig ausreichen.
Am besten gibst du allem außer Pihole einfach 3 virtuelle CPU-Kerne und Proxmox kümmert sich dann darum wie das auf die physischen CPU-Kerne verteilt wird. Selbst wenn dann eine VM alle 3 virtuellen Kerne komplett auslastet ist immer noch etwas Leistung für alle anderen VMs und Proxmox da.
 
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Du kannst auch jeder Anwendung 4 virtuelle Kerne geben. Du musst halt nur gucken das da am Ende halt deine CPU nie voll ausgelastet ist, damit Proxmox selbst nicht ausgebremst wird.
Nur mit einem virtuelle CPU-Kern wirst du bei Jellyfin wohl z.B. nicht glücklich werden. Keine VM kann deine Grafikkarte nutzen, daher muss jedes Video rein von deiner CPU enkodiert werden und das frisst richtig Leistung. Mit 4K Videos wäre da die CPU wohl z.B. total überfordert. Da bräuchte man dann schon eher 8 oder 16 Kerne oder eine zusätzliche Grafikkarte die man exklusiv an die eine Jellyfin VM durchreicht, damit diese auch Hardware-Beschleunigung nutzen kann.
Selbst Nextcloud sollte am besten mehrere virtuelle CPUs nutzen können. Du musst dafür ja einen Webserver, PHP, MySQL, Redis etc parallel laufen lassen. Das sind dann viele Programme die parallel laufen könnten, was halt nicht geht, wenn sich alle nur einen Kern teilen. Dann müsste alles nacheinander statt zeitgleich abgearbeitet werden.
PiHole sollte ein virtueller CPU-Kern völlig ausreichen.
Am besten gibst du allem außer Pihole einfach 3 virtuelle CPU-Kerne und Proxmox kümmert sich dann darum wie das auf die physischen CPU-Kerne verteilt wird. Selbst wenn dann eine VM alle 3 virtuellen Kerne komplett auslastet ist immer noch etwas Leistung für alle anderen VMs und Proxmox da.
Danke für die Antwort.

Die meisten Filme die ich streame haben 1080p oder nur 720p. Und Filme mit 4K habe ich gar nicht.
Würden dann für Jellyfin 2 Kerne reichen oder sollte ich auf eine stärkere CPU zurückgreifen?

Mit freundlichen Grüßen Koller
 
Guck da am besten mal ob du Hardware-Beschleunigung hinbekommst. In deren Doku steht wenigstens etwas von LXCs, vielleicht kann da ja wer berichten wie gut da Proxmox-LXCs mit Jellyfin laufen.
 
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